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04.09.2026

Mittelhessen - Eine Region des Ermöglichens

Über 200 mittelhessische Gäste im Hessischen Landtag, großes Lob der Landesregierung für die regionale Arbeit, konkrete Mehrwert-Erfahrungen aus der Praxis, die Aufnahme des 400. Vereinsmitglieds und zwei neue Mittelhessen-Botschafterinnen: Es war wieder Mittelhessen-Abend und das regionale Netzwerk kam dazu in Wiesbaden zusammen.

Mittelhessen zeigt, was möglich ist, wenn Menschen und Organisationen über Zuständigkeiten hinweg zusammenarbeiten: Beim Parlamentarischen Mittelhessen-Abend im Hessischen Landtag in Wiesbaden trafen sich über 200 regionale Akteure und Abgeordnete, um gemeinsam den Blick auf die Zukunft der Region zu richten. Gastgeber des Abends war der Verein Mittelhessen e. V. beim Regionalmanagement Mittelhessen, der seine Mitglieder jedes Jahr zu diesem besonderen Netzwerkabend einlädt.

Regionen wie Mittelhessen bringen das Land voran

Bereits vor dem offiziellen Teil der Veranstaltung kamen die Stärken der Region in den Ansprachen der Landesregierung deutlich zur Sprache: „Sie bündeln Ideen, die dann in die Breite des Landes getragen werden können“, sagte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann in ihrer Begrüßung. „Es sind Regionen wie Mittelhessen, die uns dabei helfen, unser Land nach vorne zu bringen“, resümierte anschließend Boris Rhein in seinem Impulsbeitrag.  

Mit konkreten Beispielen zeigte der hessische Ministerpräsident auf, wie familiengeführter Mittelstand, das Handwerk und starke Marken die Region prägen. „Wohlstand entsteht aber nicht nur in einer starken Wirtschaft und Mittelhessen zeigt Deutschland gerade, wie es geht: Sie bündeln ihre Kräfte im Verbundantrag zur Exzellenz-Universität. Ich hatte die Ehre, den Prozess zu begleiten und man hat die Begeisterung der internationalen Spitzenwissenschaftler im Raum gespürt. Exzellenz braucht nicht zwingend eine Metropole, sondern starke Partner und den Mut zur Zusammenarbeit. Das Regionalmanagement leistet dazu einen enormen Beitrag.“ Rhein dankte auch dem Engagement des Regierungspräsidenten Dr. Christoph Ullrich, der an diesem Abend gleichzeitig in seiner Rolle als Vorsitzender des Vereins Mittelhessen e.V. vertreten war.

Aus Kontakten entsteht echte Zusammenarbeit

Wie aus regionalen Netzwerken konkreter Mehrwert entsteht, zeigte eine Gesprächsrunde aus Wirtschaft und Bildung. Daniel Beitlich, Geschäftsführer der Revikon GmbH, berichtete über die Bedeutung des Netzwerks und des gemeinsamen Auftritts auf der EXPO REAL. Daraus sind in den letzten Jahren bereits zahlreiche Projekte und namhafte Ansiedlungen entstanden. Dr. Alexander Kremper vom Schüler:innen-Forschungszentrum Mittelhessen gab Einblicke in die Bildungsarbeit von „MINTmit“. Er freute sich besonders, dass der Gewinn des MINTmit-Preises einen Forschungswettbewerb ermöglichte: Acht Schulen in Mittelhessen können nun Mitte September Wetterballons bis an den Rand des Weltalls schicken und die Daten auswerten. Alexander Küster von der KÜSTER Holding GmbH betonte den Mehrwert des Transformationsnetzwerks „TeamMit“: KI in der Produktion, Energiemanagement oder der Austausch zu regulatorischen Themen helfen den Akteuren der Automobilindustrie dabei, voneinander zu lernen. Gründerin Emily Schmidt zeigte am Beispiel des Startup Weekends Mittelhessen, wie aus diesem intensiven Wochenende und der Unterstützung durch Experten jährlich Impulse für mehr Gründungen in der Region entstehen.

Poesie trifft Medizin: Zwei neue Botschafterinnen begeistern das Publikum

Mittelhessen hat zwei neue Botschafterinnen: Dr. med. Valentina Busik hat sich mit einem KI-Avatar zum Ziel gesetzt, die Patientenkommunikation zu verbessern. Mit ihrer Lösung kann man sich zusätzlich zum Arztgespräch in der eigenen Muttersprache ohne Fachjargon informieren. „Wir werden alle irgendwann Patienten werden“, so Busik. In der Laudatio auf die Ärztin und Miss Germany 2025 in der Kategorie „Female Mover“ betonte Prof. Dr. Jürgen Schäfer, Leiter des Zentrums für seltene Krankheiten am UKGM, dass Innovation nicht zwangsläufig nur mit Technik beginnt, sondern mit der Frage, wie sich das Leben anderer Menschen verbessern lasse. „Sie haben es nicht dabei belassen, nur Medizin zu machen. Das zeigt: Wir sind eine Region des Ermöglichens.“ Busik lebt seit elf Jahren in Gießen: „Die Stadt war immer für mich da. Fürs Studium, zum Job und nun fürs Startup.“

Im belebten Landtagsgebäude wurde es dann plötzlich ganz still, als Clara Lösel, Bestseller-Autorin, Literaturpreisträgerin und Poetry-Künstlerin aus Gießen, in ihrem bewegten Text eine Suche nach der Hoffnung vortrug. Ihre Laudatio hielt Willi Weitzel, ebenfalls Mittelhessen-Botschafter: „Mit Deinen mutigen Beiträgen öffnest Du die Herzen von Millionen Menschen. Mit Deiner Relevanz prägst Du die Gesellschaft.“ Clara Lösel nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt entgegen. „Hier komme ich her, deshalb freue ich mich besonders. Es ist mir wichtig, dass wir uns mit Neugier begegnen.“ Im Oktober erscheint ihr neues Buch.

Eine Plattform für Kooperation und Teamgeist

Das regionale Netzwerk wächst kontinuierlich weiter: Neben den Ansprachen und Ehrungen konnte auch das 400. Unternehmen im Verein begrüßt werden. Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, zieht ein positives Fazit: „Der heutige Abend hat klar gezeigt: Mittelhessen agiert kooperativ und mit viel Teamgeist. In den Feldern Fachkräfte, Ansiedlung, Transformation und Innovation spielen wir uns in der Region die Bälle zu. Wir vom Regionalmanagement sind dabei Plattform und Promotor zugleich. Wir erfahren dafür große Anerkennung, sowohl auf Landesebene als auch von den Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Hochschule. Unsere neuen Botschafterinnen stehen exemplarisch für unsere Region: Zwei herausragende Persönlichkeiten, die Kreativität, Innovationskraft und die positive Haltung ideal verkörpern.“

Quelle: Regionalmanagement Mittelhessen GmbH

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