Ludwigstraße 14 - Martha Asch, geb. Oppenheimer
Martha Asch, geb. Oppenheimer
*04.05.1866 in Elau, Landkreis Sprottau
deportiert am 27.09.1942 über Darmstadt nach Theresienstadt
gestorben am 01.11.1942 in Theresienstadt
Stolperstein verlegt am 16.05.2024
Standort Stolperstein Ludwigstraße 14
Martha Asch, geborene Oppenheimer, wurde an 04.05.1866 in Elau, preußischer Landkreis Sprottau, in Schlesien geboren. Sie war verwitwet und kam am 09.06.1920 aus Posen nach Gießen. In Posen lebte sie in der Hohenzollernstraße 29. Sie war Privatin (Privatiere = veraltet für Rentnerin) und die Schwägerin von Moritz Pasch, der aus Posen stammte. Zunächst wohnte sie am Ludwigsplatz 1, später verzog sie in die Ludwigstraße 14. Im Februar 1941 lebte sie im Ghettohaus in der Walltorstraße 42. Von dort floh sie in das jüdische Altersheim nach Bad Nauheim, Frankfurter Straße 63. Martha Asch wurde am 15.09.1942 mit weiteren Bewohnern und Bewohnerinnen des Altersheims gewaltsam nach Friedberg in die Turnhalle der Augustinerschule gebracht. Von dort wurde sie über Darmstadt am 27.09.1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, hier starb sie am 01.11.1942, vermutlich an Unterernährung und Entkräftung.
Text: Christel Buseck