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24.03.2026

Kurs »Perspektive Pädagogik« bereitet Migrantinnen auf das Berufsfeld Pädagogik vor

Neustart mit 15 Teilnehmerinnen

Wie schon in den vergangenen Jahren starteten erneut zugewanderte Frauen in einen knapp elf Monate dauernden Qualifizierungskurs. Die 15 Frauen stammen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldawien, der Türkei und Syrien. Täglich – aber in Teilzeit, da viele von ihnen auch Mütter sind – lernen sie zusammen Deutsch mit dem Zielniveau C1. Als C1 bezeichnet man ein fortgeschrittenes Sprachniveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, auf dem Lernende die Sprache flexibel, spontan und fließend im Berufs- und Studienalltag anwenden können. Teil des Kurses sind außerdem Hospitationen und Praktika im Grundschulganztag und in KiTas, persönliches Coaching, Bewerbungstraining sowie Pädagogikunterricht. Außerdem lernen sie durch Exkursionen verschiedene pädagogische Berufsfelder kennen – neben dem/der „klassischen“ Erzieher/in auch z.B. die Sozialassistenz oder die Heil- und Erziehungspflege.

Das Niveau C1 ist Voraussetzung für die Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in sowie für die Aufnahme eines Pädagogik-Studiums. In allen Berufsfeldern fehlt bereits Personal, die Prognosen sehen weiterhin wachsenden Mangel. Gleichzeitig leben hier viele zugewanderte Menschen, die Lust auf diese Arbeit haben. Oftmals bringen sie bereits Erfahrungen aus ihrem Berufs- oder Privatleben mit, arbeiteten etwa als Lehrerin. Mit dem Kurs können sie sich in Deutschland auf neue Möglichkeiten in Ausbildung und Beruf vorbereiten. Der Erfolg vergangener Kurse zeigt: Viele der Absolventinnen sind in Ausbildung oder arbeiten in KiTas. „Mit dem Angebot verfolgen wir verschiedene Ziele gleichzeitig: Wir leisten einen Beitrag zum Fachkräftemangel im Bereich Pädagogik und unterstützen die Integration Zugewanderter in den Arbeitsmarkt“, so Oberbürgermeister Becher. Der Kurs endet Mitte Dezember 2026.

Hintergrund:

Der Kurs ist Teil des Projektes „Perspektive Pädagogik“.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Impulse der Arbeitsmarktpolitik (IdeA)“ durch das Land Hessen und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus in Hessen gefördert. Weitere Förderer sind die Universitätsstadt Gießen und der Landkreis Gießen.

Durchgeführt wird das Projekt vom Zentrum Arbeit und Umwelt – Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH (ZAUG gGmbH) in Kooperation mit dem städtischen Büro für Integration.

Die eingebetteten Berufssprachkurse „Frühpädagogik“ werden vom Kooperationspartner „Sprachportal Akademie GmbH“ durchgeführt und konnten über die Förderung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert werden.

Teil des Projektes ist auch eine Beratung zum Thema Einstieg in das Berufsfeld Pädagogik. Fragen/Kontakt über perspektive.paedagogik@zaug.de

Handlungskonzept Integration in der Universitätsstadt Gießen

Förderband Pädagogik Perspektive
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