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17.09.2024

Beginn der Bauarbeiten am Oberhessischen Museum

Wie bereits bei der öffentlichen Information der Anwohnerschaft rund um den Kirchenplatz im Frühsommer angekündigt, hat nun die bauliche Umsetzung der Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten des Leib`schen und Wallenfels`schen Hauses begonnen.

Das Oberhessische Museum am Kirchenplatz in Gießen wird vollständig neukonzipiert und dafür umfassend umgebaut. Bisher besteht das Museum aus zwei Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen und sehr unterschiedlichen räumlichen Strukturen: dem Leibschen Haus aus Fachwerk und dem massiv gemauerten Haus Wallenfels. Beide Häuser stehen genau dort, wo die Gießener Stadtgeschichte ihren Ausgang nahm, auf dem Gelände der Wasserburg, die die Grafen von Gleiberg im 12. Jahrhundert errichteten.

Zurzeit erfolgt noch die Baustelleneinrichtung durch die ausführenden Unternehmen, das heißt, ein Kran sowie Aufenthalts- und Lager-Container werden aufgestellt.

Der Bauzaun aus Holz ist errichtet, die Baustelle wird videoüberwacht.

Es wurde bereits damit begonnen, die Treppe zum Eingang des Wallenfels`sches Hauses abzubauen und einzulagern, um sie wieder zu verwenden. Danach kann das Gebäude innen und außen eingerüstet werden.

Am Anfang stehen Dach- und Rohbauarbeiten sowie die Fundamentierung des Verbindungsbaues zwischen den Häusern. Teile des Dachs der beiden Häuser werden geöffnet, um mit den Rohbauarbeiten für den Verbindungsbau beginnen zu können. Gleichzeitig wird die Dachkonstruktion im Leib`schen Haus hauptsächlich von innen ertüchtigt.

Im Bereich zwischen den beiden Häusern wird eine Betonplatte als Gründung und Fußboden für das Treppenhaus und die späteren Verbindungspodeste zwischen den Häusern eingebaut. Ebenso werden hier die vorbereitenden Arbeiten für den Aufzug ausgeführt, durch den dann alle Bereiche des Museums barrierefrei erschlossen sein werden.

Danach werden die Wände des Leib`schen Hauses ertüchtigt und fachgerecht restauriert.

Gebaut wird mit denkmalverträglichen Methoden in drei Bauabschnitten. Zum ersten, jetzt gestarteten, Abschnitt gehören die umfangreichen Rück- und Umbauarbeiten zur Veränderung der Grundrisse sowie die Erneuerung der Außenhüllen. Beide Gebäude bekommen eine Innendämmung und neue filigrane Holzfenster. Das Fachwerk des Leib‘schen Hauses wird mit Lehmausmauerungen erneuert und danach neu verputzt. Beide Häuser werden frisch gestrichen. Auf dem Dach des Leib‘schen-Hauses wird eine PV-Anlage installiert.

Im zweiten Bauabschnitt nach dem Abbau der Gerüste, folgen umfangreiche Tiefbauarbeiten. Einmal zur Anbindung an verschiedene Ver- und Entsorgungsleitungen, so wird das Gebäude zukünftig über das städtische Fernwärmenetz beheizt. Dann wird im zweiten Bauabschnitt die Erneuerung der Außenanlagen und Oberflächen vorbereitet, Fundamente für die neuen Außentreppen und -rampen hergestellt und vieles mehr.

Der dritte Bauabschnitt, der sich mit dem zweiten zeitlich verschränkt, gilt dann dem Innenausbau von der Haustechnik über Verputze, Fußböden und Türen bis hin zu den Einbaumöbeln, die für den Betrieb eines Museums wichtig sind.

Veranschlagt ist die reine Bauphase mit zwei Jahren.

„Aus den beiden einzelnen Häusern wird ein zeitgemäßes, räumlich einheitliches Museum entstehen, unter Wahrung des individuellen Charakters der beiden Gebäude,“ so Dezernentin für Hochbau Astrid Eibelshäuser.

In den Raum zwischen beiden Häusern wird die nach außen am deutlichsten sichtbare Veränderung entstehen: Eine neue Treppe hinter einer fein strukturierten Holz-Glas-Fassade. Die Besucherinnen und Besucher werden dieses Treppenhaus bei ihren Rundgängen durch das Museum mehrmals queren und dabei immer wieder aus jeweils unterschiedlichen Höhen auf den Kirchenplatz schauen. Der Magistrat wird regelmäßig über den Fortgang der Bautätigkeit berichten.

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