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07.09.2026

Aktionen der Stadt Gießen zur Woche der Klimaanpassung

Vom 14. bis 20. September findet in diesem Jahr zum fünften Mal die Woche der Klimaanpassung statt. Das BMUKN (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) als Initiator und das Zentrum KlimaAnpassung möchten mit der Aktionswoche für Maßnahmen zur Klimaanpassung sensibilisieren und Akteuren wie Kommunen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und anderen ermöglichen, ihr Engagement bei der Klimaanpassung sichtbar zu machen.

Die Stadt Gießen bietet in diesem Rahmen zwei Veranstaltungen an. Am 14. September stellt der Landschaftsarchitekt Jens Maute aus Marburg sein preisgekröntes Buch „Wasser im Garten clever managen“ vor. Er zeigt praxisnah, wie sich Gräben, Hügel, Senken, Versickerungsmulden und Teiche mit Sickerzonen anlegen lassen, um Regenwasser klug zu bremsen, zu verteilen und versickern zu lassen. Ganz nach dem Prinzip „Schwammstadt“® liefert der Vortrag konkrete Anregungen für einen klimaresilienten Garten. Der Vortrag findet um 19 Uhr im Netanya-Saal im Alten Schloß statt.

Am 18. September findet die zweite Veranstaltung mit dem Titel „Gießens Stadtklima“ statt. Marion Lorengel erklärt bei einem Spaziergang durch Gießen das Stadtklima an praxisnahen Beispielen. Unter anderem wird anhand des Berliner Platzes erklärt, was es mit dem sogenannten „Albedo-Effekt“ auf sich hat. Außerdem werden einige Maßnahmen zur Klimaanpassung der Stadt vorgestellt. Start ist um 14 Uhr am Berliner Platz.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Beide Veranstaltungen sind kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neben dem Angebot von Vorträgen ist die Stadt Gießen auch aktiv an der Klimaanpassung beteiligt. Mit Entsiegelungsaktionen und Baum- oder Staudenpflanzungen wird das „Schwammstadtprinzip“® auch in Gießen verfolgt. Beispiele dafür sind die Baumquartiere Katharinengasse/Reichensand und die kürzlich erfolgte Entsiegelungsaktion bei der Hängebuche an der Ecke Gartenstraße/Hein-Heckroth-Straße.

Eine weitere Klimaanpassungsmaßnahme ist für den Parkplatz Ringallee geplant. Hier wird im Oktober damit begonnen, acht neue, klimaangepasste Baumstandorte zu schaffen. Da sich die Bäume im Bereich des Parkplatzes aufgrund schlechter Untergrundverhältnisse nicht entwickeln konnten, wird zusätzlich ein Bodenaustausch mit Baumsubstrat vorgenommen. Insbesondere Stadtbäume leiden unter sommerlichen Hitze- und Trockenperioden. Da diese in den letzten Jahren immer häufiger auftreten, müssen städtische Baumstandorte angepasst werden. Sie benötigen deutlich mehr Wurzelraum, um ausreichend mit Wasser versorgt zu werden, was im innerstädtischen Bereich oftmals aufgrund bestehender Leitungsinfrastruktur zu Herausforderungen führt. Der Parkplatz Ringallee bietet für die Baumstandorte mit dem entsprechenden Bodenaustausch gute Voraussetzungen, so dass hier in den kommenden Jahren eine gute Entwicklung und Klimawirkung der Bäume zu erwarten ist.

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