Entwarnung: Kampfmittelsondierung in der Frankfurter Straße beendet
Live-Ticker beendet
+++ 15.10. – 16:05 Uhr +++
Entwarnung: Keine Bombe oder etwaige Auffälligkeiten gefunden, keine Evakuierung
Bei den weiteren Sondierungsbohrungen konnten an keiner getesteten Stelle eine Bombe oder darauf hindeutende Auffälligkeiten gefunden werden. Damit kann endgültige Entwarnung gegeben werden. Der Kampfmittelräumdienst muss nicht anrücken und es muss keine Entschärfung mit Evakuierung durchgeführt werden. Die Sondierungsarbeiten sind damit abgeschlossen. Der Liveticker ist hiermit beendet.
+++ 15.10. – 15:45 Uhr +++
Hintergrundinfos: Sollten bei den Bohrungen Auffälligkeiten festgestellt werden, die auf eine mögliche Bombe hindeuten, müssten weitere Grabungen durchgeführt werden. Diese und zusätzliche Untersuchungen könnten sich bis in die Abend- und Nachtstunden ziehen. Auf dieser Basis wurde entschieden, dass eine mögliche Entschärfung und damit einhergehende Evakuierung heute auf jeden Fall nicht mehr stattfinden. Ziel ist stets, die Einschränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
+++ 15.10. – 15:04 Uhr +++
Heute, am 15. Oktober 2026, wird keine Evakuierung stattfinden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden bei den Bohrungen noch keine Auffälligkeiten, die auf eine Bombe hindeuten, gefunden. Die Sondierungsarbeiten sind allerdings noch nicht abgeschlossen und dauern voraussichtlich noch bis mindestens 16 Uhr an. Erst dann haben wir Informationen dazu, ob eine Bombe, die entschärft werden muss, vorliegt oder nicht.
Sollte im weiteren Verlauf der Sondierung tatsächlich noch eine Bombe gefunden werden, wird für Entschärfung und Evakuierung ein neuer Zeitpunkt festgelegt. Über die weiteren Entwicklungen wird die Stadt Gießen laufend informieren.
+++ 15.10. – 12:04 Uhr +++
Bei den ersten oberflächlichen Aufgrabungen an der Frankfurter Straße sind keine Kampfmittel gefunden worden. Es sind nur Metall-Reste ausgegraben worden. Nun müssen zahlreiche Bohrungen in die Tiefe stattfinden. Bis zum Nachmittag werden weitere Erkenntnisse erwartet.
+++ 15.10. – 09:35 Uhr +++
Die Grabungen in der Frankfurter Straße schreiten weiter voran.
+++ 15.10. – 07:45 Uhr +++
Heute Morgen, am 15. Oktober 2026, starten um 8 Uhr Ausgrabungen in der Frankfurter Straße / Ecke Robert-Sommer-Straße an der Bushaltestelle stadtauswärts. Anlass dafür ist eine Fernwärmebaustelle und der Verdacht, dass sich an dieser Stelle im Untergrund noch Kampfmittelreste aus dem 2. Weltkrieg befinden.
Dabei muss es sich jedoch nicht unbedingt um einen scharfen Sprengkörper handeln. Möglich ist auch ein bereits detonierter Sprengkörper, der nur noch abtransportiert werden müsste, oder etwas ganz anderes. Es könnte aber sein, dass an dieser Stelle auch noch eine intakte Bombe liegt. Sobald die Grabungen abgeschlossen sind, wird die Stadt hier über die weiteren Schritte informieren.
Hiermit startet der Live-Ticker.
Bei dringenden Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline 0641 306-1122 wenden.
FAQ
Wie wahrscheinlich ist eine Evakuierung und wann findet sie statt?
Eine Evakuierung am Donnerstag ist möglich. Sie muss dann erfolgen, wenn bei den Grabungen ein Blindgänger einer Weltkriegsbombe gefunden wird. Bisher wissen wir nur, dass der Verdacht besteht. Aber nicht immer ist ein Verdachtspunkt auch eine noch scharfe Bombe. Am 15.10. wird die betroffene Stelle Stück für Stück aufgegraben. Erst dann wissen wir mehr.
Befindet sich meine Wohnung/mein Geschäft im Evakuierungsradius?
Diese Information kann verlässlich erst gegeben werden, wenn eine Bombe gefunden wurde und der Kampfmittelräumdienst den notwendigen Evakuierungsradius bestimmt hat. Dieser könnte bis zu 1.000 Meter um eine Fundstelle betragen. Wie weit evakuiert werden müsste, hängt davon ab, was genau man im Boden findet.
Hier finden Sie die Darstellung des möglichen Radius von 1.000 Meter sowie eine interaktive Karte zur Überprüfung Ihrer Adresse:
Wie lange dauert die Entschärfung und wann kann ich wieder in meine Wohnung?
Was passiert, wenn ich auf eigene Gefahr in meiner Wohnung bleiben würde/möchte?
Die Aufforderung zum Verlassen der eigenen Wohnung oder eines Hauses ist rechtlich verpflichtend für die Betroffenen. Auch wer das Risiko auf eigene Verantwortung tragen möchte, muss das betroffene Gebiet trotzdem verlassen. Im Evakuierungskreis besteht Gefahr für Leib und Leben, und zwar nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für die Rettungskräfte, die etwaige verbleibende Bewohnerinnen und Bewohner im Notfall retten oder versorgen müssten. Wird die Evakuierung durch Personen, die den Evakuierungsbereich nicht verlassen wollen, behindert und eine Bombenentschärfung so verzögert, kann gegen die Betroffenen ein Bußgeld verhängt werden. Wem es gelingt, sich in seiner Wohnung vor den Räumungskräften zu verstecken, hat im Schadensfall keinen Anspruch auf Schadenersatzleistungen.
Was mache ich mit meinem Haustier?
Im Regelfall können und sollen Haustiere zuhause bleiben. Wer das nicht will, muss sein Tier entweder vorher anderweitig unterbringen oder mitnehmen. Problematisch wird es für Tiere, die in der Wohnung bleiben, wenn die Evakuierung länger als geplant dauern sollte. Daher sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die Tiere auch dann genug Futter und Wasser hätten, wenn sich die Rückkehr ihrer Besitzerinnen und Besitzer verzögern sollte.
Warum gibt es aktuell noch keine genaueren Angaben?
Ich könnte meine Wohnung nicht selbstständig verlassen. Wer hilft mir dann?
Wenn Sie im Falle einer Evakuierung einen Liegendtransport benötigen, melden Sie diesen bitte so frühzeitig wie möglich an. Übermitteln Sie hierzu die folgenden Angaben zur zu transportierenden Person per E-Mail an stadtpolizei@giessen.de oder telefonisch unter 0641 306-1122:
- Vor- und Nachname
- Alter
- Körpergewicht
- Anschrift einschließlich Stockwerk, ggf. Besonderheiten beim Zutritt des Gebäudes/der Wohnung
- Telefonnummer oder alternative Kontaktdaten für Rückfragen
- Angaben zum Mobilitäts- und Unterstützungsbedarf (z. B. Gehfähigkeit, Nutzung eines Rollators, Ansprechbarkeit und Orientierung sowie bestehende Bewegungseinschränkungen oder eine eingeschränkte Belastbarkeit)
- Angaben zur erforderlichen medizinischen Unterstützung (z. B. notwendige Medikamente, künstliche Ernährung oder besondere hygienische Anforderungen wie z. B. bei Keimbelastungen)
- Angaben zu einer gegebenenfalls erforderlichen Liegeposition (z. B. erhöhter Oberkörper oder die Notwendigkeit, während des gesamten Transports in einer bestimmten Position zu verbleiben)
Die Angaben unterstützen die frühzeitige Planung und bedarfsgerechte Organisation des Transports
Wo kann ich mich während der Evakuierung aufhalten?
Im Falle einer Evakuierung stellt die Stadt Gießen die Kongresshalle sowie die Mensa der Brüder-Grimm-Schule als Aufenthaltsorte zur Verfügung.
Wird der Verkehr und der öffentliche Nahverkehr ebenfalls betroffen sein?
Je nach eventuellem Evakuierungsradius kann es auch im Straßen- und öffentlichen Nahverkehr zu Einschränkungen und Sperrungen kommen. Dazu wird die Stadt über die Website und die sozialen Medien informieren.
Ist das Universitäts-Klinikum von einer eventuellen Evakuierung betroffen?
Die mögliche Bombenentschärfung an der Ecke Frankfurter Straße und Robert-Sommer-Straße in Gießen am heutigen Nachmittag hat kaum Auswirkungen auf den Patientenbetrieb im Universitätsklinikum Gießen. Sollte es zu einer Evakuierung kommen, wären nur die Hautklinik, die Pathologie und die psychosomatische Station Balint (Gaffkystraße) von einer vorübergehenden Schließung betroffen.
Im Hauptgebäude, in der Chirurgie, der Kinderklinik, der Psychiatrie und in der Palliativstation läuft der Betrieb ungehindert weiter wie üblich. Auch das Besucherparkhaus P2 in der Gaffkystraße wird geöffnet sein – allerdings könnte sich ab dem Evakuierungszeitpunkt die Zufahrt ändern, weil die Gaffkystraße von der Schubertstraße kommend gesperrt dann gesperrt werden wird. Das Parkhaus für Besucher wird dann (und nur dann) über die Frankfurter Straße und die Klinikstraße zu erreichen sein – die Schranken sind dann ab dem Beginn der Evakuierung geöffnet.
Ich habe noch weitere Fragen. Wohin kann ich mich wenden?
Das Bürgertelefon der Stadt Gießen steht unter der Nummer 0641 306-1122 für weitere Fragen zur Verfügung. Diese ist grundsätzlich von 8 Uhr bis 16 Uhr erreichbar. Am 15. Oktober gilt dies ebenfalls. Sollte ein Kampfmittel bestätigt werden, wird die Erreichbarkeit entsprechend verlängert.
Zudem wird die Stadt hier auf der Website sowie über ihre Social-Media-Kanäle laufend aktuelle Informationen zur Lage veröffentlichen.