Baumfällungen im Stadtgebiet: Sicherheit und Baumerhalt im Mittelpunkt
Ab November 2026 beginnt das Gartenamt der Stadt Gießen mit den Baumfällarbeiten für die Saison 2026/2027. Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Bäume im sogenannten Begleitgrün – also entlang von Straßen und Wegen – sowie in waldartigen Beständen. Einzelne Fällungen sind außerdem im Stadtpark Wieseckaue, auf dem Friedhof Rodtberg, am Bismarckturm und auf dem Alten Friedhof vorgesehen.
Die vergangenen Hitze- und Dürreperioden sowie die diesjährigen Sturmereignisse haben zahlreiche Bäume im Stadtgebiet irreversibel geschädigt oder zum Absterben gebracht. Dadurch besteht die Gefahr, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen.
Das Gartenamt ist sich des Umfangs der anstehenden Fällungen bewusst. Es setzt sich nicht nur für den Erhalt des Gießener Baumbestands, sondern auch für dessen Erweiterung ein. Bäume mit besonderem ökologischem oder kulturellem Wert werden weiterhin durch interne und externe Sachverständige untersucht. Mithilfe moderner technischer Messverfahren wird ihre Bruch- und Standsicherheit – also die Sicherheit vor abbrechenden Ästen oder einem Umstürzen – fachlich bewertet. So sollen geschädigte Bäume möglichst lange erhalten bleiben, sofern dies sicherheitstechnisch vertretbar ist.
Gleichzeitig ist die Stadt verpflichtet, Gefahren für Menschen und Sachwerte im öffentlichen Raum zu verhindern. Diese sogenannte Verkehrssicherungspflicht hat bei nachgewiesener Gefährdung Vorrang. Fällungen erfolgen daher nur, wenn eine Gefahr nicht anders beherrscht werden kann.
Wo immer möglich, sind Ersatzpflanzungen und neue Baumstandorte vorgesehen. Das Gartenamt bittet um Verständnis für vorübergehende Straßen- und Wegesperrungen sowie Verkehrsbehinderungen. Die Absperrungen dienen dem Schutz der Bevölkerung und der Mitarbeitenden und müssen unbedingt beachtet werden.