Kinderhaus »Alter Wetzlarer Weg" erneut als Forscher-Haus ausgezeichnet
Gießen investiert seit Jahren in frühe Bildung, und das mit Erfolg: Das Kinderhaus „Alter Wetzlarer Weg“ hat am 27. Juni 2026 bei ihrem Sommerfest erneut die Urkunde „Haus, in dem Kinder forschen“. Überreicht wurde die Urkunde durch die Netzwerkkoordinatorin des lokalen Netzwerks Mathematikum Gießen, die Auszeichnung vergibt die Stiftung „Kinder forschen“ an Kitas, die forschendes und entdeckendes Lernen besonders konsequent in ihren Alltag einbinden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf MINT-Themen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Für die Einrichtung ist es bereits die siebte Zertifizierung in Folge. Das macht deutlich, wie fest das forschende Lernen dort im Alltag verankert ist. Konkret zeigt sich das an zwei Projekten der vergangenen Monate. Die Kinder untersuchten den Weg des Papiers vom Rohstoff bis zum Altpapier und schöpften selbst neues Papier aus altem. So konnten die Kinder hautnah erleben, wie Recycling funktioniert und was das bedeutet. Parallel dazu erforschten sie ihre eigenen Sinne, etwa beim Geschmackstest, und stellten fest: Jeder Mensch schmeckt anders.
Die Stadt Gießen sieht die Auszeichnung als Beweis dafür, dass frühe Bildung ein wichtiger Baustein der Zukunftsförderung ist. Kinder, die früh lernen, Fragen zu stellen und selbst Antworten zu finden, bringen genau jene Fähigkeiten mit, die später in Schule, Beruf und Gesellschaft gefragt sind: Kreativität, Problemlösungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich sagt dazu: „Eine Stadt, die in ihre Kinder investiert, investiert in ihre eigene Zukunft. Mit jeder Zertifizierung sehen wir, dass unsere Kitas weit mehr leisten als reine Aufsicht.“
Die Zertifizierung selbst ist ein bundesweites kostenloses Angebot zur Qualitätssicherung. Sie liegt Kriterien zugrunde, die sich am Deutschen Kindergarten Gütesiegel sowie den „Prozessbezogene(n) Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren und ist für zwei Jahre gültig. Danach können sich die Einrichtungen neu bewerben. Die gemeinnützige Stiftung „Kinder forschen“ setzt sich deutschlandweit für gute frühe MINT-Bildung ein und unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Kinder beim Entdecken und Forschen zu begleiten. Weitere Informationen gibt es unter www.stiftung-kinder-forschen.de