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02.06.2026

Museum für Gießen ergänzt die Plakatausstellung »Frauen im Widerstand" um Station zu Ria Deeg

Das Museum für Gießen hat die laufende Plakatausstellung „Frauen im Widerstand“ um eine neue Station zur Gießener Widerstandskämpferin Ria Deeg (1907–2000) erweitert. Gezeigt werden neben einem eigenen Plakat zum Leben Deegs insbesondere die Keramikskulptur, die Ingeborg Meier geschaffen hat in Anlehnung an die „Gießener Köpfe“ sowie ein Teppichklopfer der Omas gegen Rechts Gießen.

Die Gießenerin Ria Deeg trat 1932 in die KPD ein und blieb auch nach 1933 im Widerstand – sie verteilte Flugblätter, half Verfolgten und wurde 1935 zu über drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Krieg leitete sie die Betreuungsstelle für Verfolgte in Gießen, war eine der ersten Zeitzeuginnen vor Schulklassen und blieb bis ins hohe Alter friedenspolitisch aktiv. Ihr Zitat:

„Nun bin ich 86 Jahre alt und habe mein Leben lang für Frieden und Sozialismus gekämpft. Ich bereue nicht einen Tag.“ – steht sinnbildlich für diese Haltung.

Die Keramikskulptur von Ingeborg Meier entstand als Unterstützung für die Forderung, Ria Deeg mit einem bronzenen „Gießener Kopf“ zu ehren – eine seit Jahren kontrovers diskutierte Frage in der Stadt. Die Omas gegen Rechts setzen sich für diese öffentliche Würdigung ein. Ein ausgestellter Teppichklopfer der Omas kam am 13. August 2025 zum Einsatz, als die Skulptur anlässlich Deegs 25. Todestags in der Plockstraße enthüllt wurde. Symbolisch klopfen die Omas damit den „braunen Staub“ aus der Gesellschaft.

Datum: ab Dienstag, 2. Juni 2026
Uhrzeit: Öffnungszeiten des Museums Di-So 11-18 Uhr
Ort: Museum für Gießen, Altes Schloss, Brandplatz 2

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