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19.05.2026

Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum Gießen

Sirenen, Einsatzfahrzeuge, moderne Technik und Menschen, die rund um die Uhr für die Sicherheit in Stadt und Landkreis Gießen arbeiten: Am Samstag, 30. Mai 2026, öffnen Landkreis Gießen und Berufsfeuerwehr Gießen gemeinsam die Türen des Gefahrenabwehrzentrums Gießen (GAZG) im Stolzenmorgen 19. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Tag mit vielseitigen Einblicken, Mitmachaktionen und vielen Begegnungen rund um Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Der Eintritt ist frei.

„Wir möchten der Bevölkerung zeigen, was hier entstanden ist und warum dieses Zentrum etwas Besonderes ist. Vergleichbare Einrichtungen gibt es in Hessen nur wenige. Hier arbeiten Landkreis, Berufsfeuerwehr und viele Partner Hand in Hand. Das ist ein starkes Signal für die Sicherheit in unserer Region“, sagt Landrätin Anita Schneider. Das Gefahrenabwehrzentrum bündelt zahlreiche Aufgaben unter einem Dach: von der Leitstelle über Ausbildungs- und Übungsbereiche bis hin zu hochmodernen Werkstätten und Einsatzzentralen. Auch Einsätze anderer Regionen können von hier aus unterstützt werden, etwa bei größeren Schadenslagen. „Das Zentrum schafft moderne Bedingungen für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Gleichzeitig entlasten wir die Feuerwehren und Kommunen bei Wartung, Organisation und Infrastruktur. Genau dieses Zusammenspiel wollen wir am Tag der offenen Tür sichtbar machen“, ergänzt Schneider.

Auch Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher sieht im GAZG einen wichtigen Schritt für die Region: „Das Gefahrenabwehrzentrum ist ein echter Meilenstein für den Brand- und Bevölkerungsschutz. Die Anforderungen an Sicherheit wachsen stetig, ob durch Extremwetter, Großschadenslagen oder neue Gefahrenlagen. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und leistungsfähige Strukturen zu schaffen. Genau das bietet dieses Gebäude.“ Das Zentrum sei weit mehr als nur eine Feuerwache, so Becher weiter: „Hier wird ausgebildet, koordiniert, trainiert und gearbeitet, und das 24 Stunden am Tag. Wer den Tag der offenen Tür besucht, bekommt nicht nur moderne Technik zu sehen, sondern erlebt auch, wie Feuerwehr, Leitstelle und Katastrophenschutz ineinandergreifen. Wir zeigen damit auch: Wir haben im Blick, was unsere Region braucht.“

Wie vielfältig die Arbeit im Gefahrenabwehrzentrum ist, können Besucherinnen und Besucher den ganzen Tag über entdecken. Statt eines festen Bühnenprogramms gibt es zahlreiche Stationen, Führungen und Vorführungen, die über den Tag verteilt mehrfach stattfinden. „Die Gäste erhalten im Rahmen von angebotenen Führungen einen Einblick in das Wachgebäude und den Wachalltag der Berufsfeuerwehr“, erklärt Martina Klee, Amtsleiterin des Amtes für Brand- und Bevölkerungsschutz der Stadt Gießen. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum werden die hochmodernen Werkstätten vorgestellt. Dort erfahren Besucherinnen und Besucher unter anderem, wie Geräte gewartet werden und wie die Sicherheit der Einsatzkräfte gewährleistet wird.

Rund um das Gebäude präsentieren sich zahlreiche Einheiten des Katastrophenschutzes mit Fahrzeugen, Ausrüstung und praktischen Vorführungen. Besucherinnen und Besucher können etwa die Arbeit der GABC-Messzentrale kennenlernen, erleben, wie Leckagen abgedichtet werden, oder Spezialfahrzeuge aus nächster Nähe besichtigen. „Wir wollen die ganze Bandbreite zeigen – von Wasserrettung über Waldbrandbekämpfung bis hin zur Unfallhilfe“, erklärt Volker Julius, stellvertretender Kreisbrandinspektor des Landkreises Gießen. „Auch Drohneneinheiten, Fachberater oder die Kat-Retter stellen sich vor. Für jedes Interesse ist etwas dabei.“ Besonders spannend dürften für viele Gäste die Einblicke in die Ausbildung werden. Die Kreisfeuerwehrschule zeigt moderne Lehr- und Trainingsmöglichkeiten, darunter Führungskräftetrainings, digitale Ausbildungsmodule oder spezielle Übungen wie die Kettensägenausbildung. „Das Gefahrenabwehrzentrum ist technisch und organisatorisch auf unterschiedlichste Gefahrenlagen vorbereitet. Genau das möchten wir anschaulich vermitteln, zum Mitmachen und Erleben“, sagt Julius.

Der Tag wird besonders familien- und kinderfreundlich gestaltet sein: Neben Kinderschminken, Hüpfburg und Feuerwehrauto-Parcours gibt es kindgerechte Angebote der Brandschutzerziehung. Spielerisch vermitteln Ausbilderinnen und Ausbilder dabei wichtiges Wissen rund um Feuer und Sicherheit. Musikalisch begleitet wird der Tag von verschiedenen Musikzügen und Orchestern der Feuerwehrmusik.

Für das leibliche Wohl sorgen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW) mit Speisenangeboten. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gießen übernehmen die Getränkeversorgung.

Da es direkt am Gefahrenabwehrzentrum keine Parkmöglichkeiten gibt, bitten Landkreis und Stadt darum, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Stadtbuslinie 1 hält direkt an der Bushaltestelle „Gefahrenabwehrzentrum“. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen, stehen Parkflächen auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes im Stolzenmorgen 80–82 zur Verfügung. Von dort fährt ein Shuttlebus zum rund 1,6 Kilometer entfernten Veranstaltungsort.

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