»Schulen aufs Rad« geht in die nächste Runde
Mit dem Ziel, nachhaltige Mobilität im Alltag junger Menschen zu fördern, starten am 3. Mai im Landkreis und der Stadt Gießen die Aktionswochen „Schulen aufs Rad“. Zeitgleich können Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte im dreiwöchigen Stadtradeln-Zeitraum wieder gemeinsam Kilometer sammeln, die sie auf dem Fahrrad zurückgelegt haben.
Ob Wettenberg, Gießen, Grünberg oder Hungen – Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet haben sich bereits für die Aktionswochen angemeldet und stehen in den Startlöchern. Anmeldungen sind noch möglich (siehe unten). Schulen, die sich nicht in Trägerschaft des Landkreises Gießen befinden (also Schulen im Stadtgebiet Gießen), sammeln ihre Kilometer im Rahmen des STADTRADELNS.
Neben den geradelten Kilometern sind weitere Aktionen rund um das Thema Radfahren ausdrücklich erwünscht. Hierüber können sich auch die Schulen in der Stadt Gießen am Schulradeln beteiligen. Prämiert werden sie entsprechend im Rahmen der städtischen Stadtradeln-Abschlussveranstaltung am 17. Juni.
Beate Allmenröder, Mit-Initiatorin von „Schulen aufs Rad“, erläutert: „Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und aus Sorge um die Sicherheit fahren viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Damit verursachen sie jedoch unübersichtliche Situationen durch Halten, Wenden oder Rückwärtsfahren. Besser wäre es, die Kinder auf sicheren Wegen als aktive Verkehrsteilnehmer an die Regeln im Straßenverkehr heranzuführen, ihnen mehr Selbstständigkeit zuzutrauen und das Eltern-Taxi nur im Ausnahmefall zu nutzen.“ Dabei bietet das im vergangenen Jahr online gegangene Schulradroutennetz für Stadt und Landkreis Gießen eine wertvolle Hilfestellung für Familien.
Auch das an vielen Schulen im Lankreis bestehende Problem mit Eltern-Taxis soll im Rahmen der Aktion bewusst in den Vordergrund gerückt werden: „Wir wollen Schülerinnen und Schüler motivieren, statt mit dem Eltern-Taxi zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu kommen. Damit können wir die Bewegungsaktivität steigern und unübersichtliche Verkehrssituationen an den Schulen, verursacht durch Eltern-Taxi-Verkehre, vermeiden“, sagt Christopher Lipp, Schuldezernent des Landkreises Gießen.
Bei der Aktion stehen vor allem die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund: „Klassen, Jahrgänge und Kollegien motivieren sich gegenseitig und erleben, wie viel Energie in einer starken Schulgemeinschaft steckt. Das Schulradeln setzt ein Zeichen für Gesundheit, Umweltbewusstsein und sichere Schulwege, das auch über den Aktionszeitraum hinweg wirkt“, sagt Volker Karger, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis, das die Aktion koordiniert und gemeinsam mit Stadt und Landkreis unterstützt.
Auch Stadtrat Francesco Arman begrüßt die Initiative: „Wir sind jedes Jahr aufs Neue begeistert, mit welchem Ehrgeiz sich die Schulen an der Aktion beteiligen und freuen uns auf drei Wochen, die den aktiven, gesunden und umweltfreundlichen Weg zur Schule in den Mittelpunkt rücken.“
Für zusätzliche Sicherheit sorgt im Aktionszeitraum die Stadtpolizei. Sie kontrolliert in Gießen, ob Verkehsteilnehmer beim Überholen von Radelnden ausreichend Abstand einhalten und legt zusätzlich einen Schwerpunkt auf das Parken auf Schul- und Gehwegen.
Kurzentschlossene Schulen aus dem Landkreis können sich jetzt noch formlos per E-Mail an sport@lkgi.de anmelden. Schulen im Stadtgebiet Gießen in städtischer oder privater Trägerschaft können bis zum 7. Juni ihre Sonderaktionen zu „Schulen aufs Rad“ per E-Mail – gerne auch mit Fotos - an radverkehr@giessen.de melden.
Weitere Informationen zum Schulradeln finden Interessierte im Internet unter www.stadtradeln.de/schulradeln