Treffen hessischer Standorte von »ElternChanceN« in Gießen
Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher begrüßt Mitarbeiterinnen des Programms „ElternChanceN“
An fünf Standorten in Hessen sind sie aktiv – die Projekte des Programms „ElternChanceN“: In Kassel, Fulda, Offenbach, Dietzenbach und seit Juni letzten Jahres auch in Gießen. Ziel des bundesweiten drei Jahre dauernden Programms ist es, die Teilhabe an Bildung zu stärken. Im Fokus stehen Eltern, die über wenig Systemkenntnis zum Thema Bildung und Schule verfügen und Hürden in Bezug auf Bildungschancen ihrer Kinder haben, z.B. fehlender Kitaplatz, Sprachbarrieren, alleinerziehende Lebenssituation. Das Gießener Projekt wird vom Büro für Integration in Kooperation mit Gießener Moscheegemeinden und dem Verein „Eltern helfen Eltern e.V.“ umgesetzt, es heißt „EfE – Empowerment für Eltern“ und wendet sich vor allem an zugewanderte Eltern. Es wird im Rahmen des Programms „ElternChanceN - mit Elternbegleitung Familien stärken“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Die hessischen Projekte trafen sich nun kürzlich in Gießen, um sich über die Arbeit auszutauschen. Im Mittelpunkt standen Fragen wie „Wie erreicht ihr eure Zielgruppen?“ oder „Welche Angebote gelingen bei euch gut?“ und „Wie können wir funktionierende Angebote nach Ende des Projektes sichern?“ Mariana Prukop, Projektkoordinatorin von „EfE“, sagt: „Aktuell gut nachgefragt sind unsere Angebote „WIR im Gespräch“, ein Deutschübungsformat für zugewanderte Mütter und der „Eltern-Kind-Spieltreff“ in der Nordstadt für Eltern und Kinder ohne Kita-Platz wo es um die Themen Lernen und Spielen geht.“ Dr. Mervat Ahmed und Sophie Frisch, die Elternbegleiterinnen des Projektes ergänzen die aktuelle Planung: Demnächst komme ein monatlicher Bücher- und Geschichten-Treff für Kinder und Eltern dazu, außerdem „Bildungsspaziergänge“ zu Orten wie Theater oder Bibliothek sowie Infoabende zu verschiedenen Themen des Bildungssystems.
Oberbürgermeister Becher begrüßte die Teilnehmenden des Austauschs und zeigt sich erfreut über die Projektförderung: „Mit dem Projekt wollen wir Eltern gut begleiten, die Hürden haben bei dem Thema Bildungsbeteiligung ihrer Kinder. Es ist schön, dass uns das Programm dabei viele Freiheiten lässt: Es erlaubt uns, unterschiedliche Formate auszuprobieren und den Begriff der Bildung dabei weit zu fassen. Wir können den Bildungsausflug mit Familien in unser Stadttheater genauso abbilden wie einen Infoabend zum Thema Übergang in die weiterführende Schule mit dem Staatlichen Schulamt.“