Löberstraße wird für Radverkehr durchlässiger
Weiterer Einbahnstraßenabschnitt wird in Gegenrichtung freigegeben
Bisher war im Quartier beiderseits der Wieseck nur der Einbahnstraßenabschnitt Löberstraße zwischen Berliner Platz und Bismarckstraße in Gegenrichtung für den Radverkehr freigeben. Jetzt kommt der angrenzende Abschnitt Bismarckstraße bis Goethestraße hinzu.
Zwischen dem Stadtpark und dem Bahnhof bzw. der Lahn verläuft eine wichtige Radachse, die durch die Öffnung bis zur viel genutzten Radachse Goethestraße weiter gestärkt wird. Auf kurzem Weg kann Radverkehr vom Berliner Platz kommend durchfahren, ohne zunächst auf die zeitweise stark befahrene Bismarckstraße einbiegen und dann links in die Lonystraße abbiegen zu müssen. Wegen der schmalen Restfahrbahn bei einseitigem Parken und nicht geringer Länge muss zunächst sichergestellt werden, dass ausreichend Ausweichflächen für den Kraftfahrzeugverkehr vorhanden sind, insbesondere längere zu Beginn und am Ende des Abschnitts. Auch Grundstückszufahrten sollen als Ausweichfläche dienen.
Im Quartier gilt rechts-vor-links. Deshalb muss auch die Sicht zwischen bevorrechtigt in die Goethestraße abbiegenden Radverkehr und von der abgepollerten Goethestraße kommenden wartepflichtigen Verkehr verbessert werden. Hierfür werden die Parkplätze, die sich kurz vor dem Kreuzungsbereich auf der Goethestraße befinden, auf die andere Straßenseite verlegt. Erst dann wird die Beschilderung durch Zusatzzeichen ergänzt, die das Befahren für den Radverkehr in Gegenrichtung erst erlauben. Die durch die Anpassung der Ausweichflächen in der Löberstraße entfallenden reinen Bewohnerparkplätze werden in der Lonystraße im Abschnitt zwischen Goethestraße und Bleichstraße entsprechend eingerichtet.
Weitere Maßnahmen zu Stärkung der Ost-West-Radachse waren in der Vergangenheit die Einrichtung einer Mittelinsel zur Querung des Berliner Platzes im Bereich der Löberstraße, die Ausweisung einer Fahrradstraße in der Roonstraße und die signalisierte Querung der Frankfurter Straße auf Höhe der Alicenstraße sowie die Öffnung des Einbahnstraßenabschnitts auf der Alicenstraße zwischen Bahnhofstraße und Frankfurter Straße.
Kurze Wege, insbesondere abseits von Hauptverkehrsstraßen, machen Radfahren attraktiver. Das erleichtert die Nutzung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad. Das schafft auch Platz für Menschen, die auf das Auto angewiesen sind. Die Verringerung der Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, ist eines der Ziele, die die Stadtverordnetenversammlung mit dem Verkehrsentwicklungsplan beschlossenen hat.