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26.03.2026

Die Naturschutzwanderungen für 2026 sind da

Das diesjährige Programm beinhaltet für Naturfreunde zehn abwechslungsreiche Wanderungen in sehenswerte Bereiche der Stadt Gießen sowie zwei Vorträge zu invasiven Arten.

Der Frühling kommt und damit auch das diesjährige Angebot von insgesamt elf abwechslungsreichen Naturschutzwanderungen. Seit bereits über 20 Jahren bietet das Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen jährlich kostenfreie Wanderungen zu aktuellen Themen rund um die Gießener Natur an. So wird den Bürger*innen ein entspannter Ausgleich zum oft hektischen Alltag und die Möglichkeit, die eigene Stadtnatur besser kennenzulernen, geboten.

„Lassen Sie sich inspirieren und machen Sie von diesem Angebot regen Gebrauch“, so Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich.

Gestartet wird bereits am 28. März mit einer Amphibien-Nachtwanderung. Diplom-Biologin Inga Hundertmark (HGON) wird in die Welt der Amphibien des Gießener Stadtwaldes einführen und einen besonderen Fokus auf den Feuersalamander legen. Auch für Familien eignet sich die Wanderung gut, festes Schuhwerk und Taschenlampen sollten jedoch nicht vergessen werden.

Am 25. April kann, gemeinsam mit Biologe und Ornithologe Matthias Korn (HGON), das Treiben der Wildvögel an der Wieseck-Aue aus nächster Nähe erlebt werden. Unter anderem wird den Gesängen der Brutvögel gelauscht und verschiedenen Wasservögeln und Graureihern bei der Fütterung ihrer Jungvögel zugeguckt. Die Führung wird barrierefrei sein. Falls vorhanden, bitte ein Fernglas mitbringen!

Weiter geht es am 14. Juni in Rödgen. Dort hat der Förderverein des Heimatmuseum Rödgen einen Naturpfad eingerichtet, der mit einem Netz von Beobachtungspunkten die Erd- und Landschaftsgeschichte der Region aufzeigt. Geologe Dr. Wolfgang Franke hat die Arbeiten rund um den Naturpfad koordiniert und wird im Gelände einen exklusiven Überblick geben.

Für Pflanzenliebhaber wird es am 10. Juli interessant. Jan Garotti vom städtischen Gartenamt wird in die Debatte rund um eingewanderte Pflanzenarten und deren Bedeutung im urbanen Raum einführen.

Ob Riesenbärenklau, Japanischer Staudenknöterich oder Götterbaum; über invasive Pflanzenarten und die ökologischen Probleme, die sie mit sich bringen, hört man in letzter Zeit immer häufiger. Garotti möchte in seiner Führung jedoch nicht nur auf die Nachteile gebietsfremder Arten eingehen, sondern auch darauf, wie sie helfen können, Städte klimaresilienter zu gestalten.

Am 15. August geht es mit Stadtförster Ernst-Ludwig Kriep in den Stadtwald Gießen am Schiffenberg. Die Exkursion richtet sich an alle, die den Wald und seine Funktionen besser verstehen möchten. Außerdem wird es Einblicke in die heimische Natur- und Tierwelt sowie die nachhaltige Waldbewirtschaftung geben.

Am 22. August kann bei einem Spaziergang durch den Botanischen Garten Gießen die vielfältige Tierwelt des Gartens besser kennengelernt werden. Von den über 800 Tierarten, die dort bisher registriert wurden, wird Biologe Hans Bahmer einige vorstellen. Auch für Familien eignet sich die Führung gut.

Am 5. September geht es weiter mit einer Wanderung, die jedes Jahr auch bei vielen Familien auf große Beliebtheit stößt: eine Exkursion zu den Fledermäusen im Philosophenwald und am Schwanenteich. Fledermausspezialist Prof. Dr. Encarnação ermöglicht einen Einblick in die Lebensweise der nachtaktiven Säugetiere, die ökologische Bedeutung der Quartiere im Philosophenwald und das Jagdverhalten am Schwanenteich. Bei Regen muss die Wanderung um eine Woche verschoben werden.

Am 18. September geht es um ein allgegenwärtiges Thema, an dem so gut wie niemand mehr vorbeikommt: Unser Klima. Marion Lorengel, ehemalige Mitarbeiterin des städtischen Umweltamtes, wird bei einem Spaziergang durch Gießen unser Stadtklima erklären und ein paar Klimaanpassungsmaßnahmen vorstellen. Außerdem wird sie Phänomene, wie den Albedo-Effekt praxisnah verdeutlichen und grundlegende Fragen, wie den Unterschied von Klima und Wetter, erklären.

Gleich an zwei Terminen wird wieder die jährlich ersehnte Pilzwanderung von Pilzspezialist Pedro Hafermann angeboten. Am 3. und am 10. Oktober entführt Hafermann ins faszinierende Reich der Pilze und lädt dazu ein, gemeinsam ins Staunen über die weitgehend unbekannte Vielfalt dieser Lebewesen zu geraten. Die Wanderung eignet sich sowohl für komplette Pilzneulinge und Familien als auch für erfahrene Sammelveteran/innen, die neue Arten jenseits der begehrtesten Speisepilze kennenlernen möchten.

Den Abschluss bildet eine Führung zu „Flechten im Stadtgebiet“, am 16. Oktober. Flechtenspezialistin Prof. Dr. Ute Windisch wird in die spannende Welt der Flechten, einer Lebensgemeinschaft aus Pilzen sowie Algen oder Cyanaobakterien, einführen. Warum Flechten als „Frühwarnsysteme“ für Umweltveränderungen gelten und andere spannenden Fakten, erfahren Sie in der Führung.

Das Jahresprogramm liegt im Amt für Umwelt und Natur im Rathaus am Berliner Platz 1 sowie bei der Touristeninformation und in den Verwaltungsstellen der Stadtteile zur Mitnahme aus.

Es kann auch gerne per E-Mail an umweltamt@giessen.de angefordert werden. 

Das gesamte Programm zum Download:

 

Hier geht's direkt zur ersten Veranstaltung:


 

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