Tag des offenen Denkmals
13.09.2026
10:00 Uhr
Geschichte und Handwerk live erleben – kostenlos und hautnah! Tausende Denkmale, hunderte Führungen und Touren, Konzerte, Vorträge und vieles mehr bundesweit. Auch in Gießen gibt es einige Orte:
Johanneskirche
Die Johanneskirche ist die größte evangelische Kirche in Gießen und mit einer heutigen Turmhöhe von 68,21 m, ursprünglich 72 m, zugleich das höchste Kirchengebäude der Stadt. Sie wurde 1893 vom Berliner Architekten Hans Grisebach in einem historistischen Mischstil aus Gotik und Renaissance errichtet. Zur Ausstattung gehören u. a. Buntglasfenster des Malers Erhardt Klonk sowie die künstlerische Neugestaltung eines früheren Altars durch den Steinbildhauer Georg Hüter.
Programm
Führung "Gebaut aus Steinen, Glas und Glauben"
„WERTvoll“. Ausstellungserlebnis in der Johanneskirche Gießen mit Führungen zur Kirche um 14:00 und 16:30 Uhr.
Dauer: 60 Minuten
Liebigmuseum und -Laboratorium
Wirkungsstätte Justus Liebigs. Der wohl bedeutendste deutsche Chemiker forschte, lehrte und wohnte hier von 1824–52. Der klassizistische Bau war ursprünglich eines von zwei Wachhäusern einer 1818/19 errichteten Kaserne auf dem Seltersberg. Auf Liebigs Betreiben wurde der lang gestreckte Rechteckbau 1833/34 und 1839 erweitert; seine Schmalseite ist zur Straße orientiert. Seit 1920 dient das Gebäude als Museum und vermittelt die Entwicklung der Naturwissenschaften, insbesondere der Chemie. Das original erhaltene Analytische Labor ist die „Mutter aller Labore“ und wurde auf der ganzen Welt nachgebaut.
Programm
Das Museum kann am Tag des offenen Denkmals kostenfrei besichtigt werden. Mitglieder des Vorstands stehen zur Verfügung und informieren über die Beseitigung der Schäden des Brandes am 5. Dezember 2022 und die sich anschließende Sanierung zum „Liebig-Museum 2.0“.
Stündliche Führung durch das sanierte Laboratorium
10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr, 13:00 Uhr, 14:00 Uhr, 15:00 Uhr | Dauer: jeweils 45 Minuten, Keine Anmeldung nötig.
Stadtführung "Street Art in Gießen - Wandmalerei zwischen Traum und Realität"
Nach drei Street-Art-Festivals in den Jahren 2017 bis 2019 hat die Gießener City eine respektable Open Air Kunstgalerie. Das RIVER TALES-Projekt startete 2012 an den Lahnbrücken, initiiert und organisiert vom Gießener Kollektiv 3Steps. Internationale Künstler haben seitdem ihre individuellen Mural Paintings hinterlassen. Viele liegen etwas versteckt, da die zur Verfügung stehenden Wände in Nebenstraßen und Höfen liegen. Dieser Spaziergang integriert auch einige ältere Wandbilder und erzählt von der Bedeutung alter Straßennamen.
11:00 Uhr | Dauer: 120 Minuten, Referentin: P. Bröckmann
Kostenfrei, Anmeldung in der Tourist-Information erforderlich.
Unterer Hardthof
Als bereits in den 1840er Jahren gegründete Brauerei beeindruckt der Untere Hardthof mit Jugendstilfassaden aus farbigem Klinker. Als Union-Brauerei AG mit großem Biergarten, einer Radrennbahn und weiteren Sportanlagen wurde die Anlage bis 1920 zu einem beliebten Ausflugsziel. Ab 1977 begannen Kulturschaffende, die Gebäude zu Wohnungen, Ateliers und Büros auszubauen. Ein Verein verfolgt das Ziel, die denkmalgeschützte Anlage für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen und zu erhalten.
Programm
Kulturhistorische Führung über das denkmalgeschützte frühere Industriegelände der ehemaligen Brauerei und Einblick in die eindrucksvollen Brauereikeller. Die Führung beginnt vor der Galerie.
14:30 Uhr | Dauer: 75 Minuten
Für die Besichtigung der Keller wird festes Schuhwerk und das Mitbringen einer Taschenlampe empfohlen. Anmeldung nicht erforderlich.
In und vor der Galerie und im Kastanienhof des Hardthofs werden kalte Getränke, Kaffee und Kuchen gegen Spende bereitgestellt.
60 Jahre Kongresshalle
Die Kongresshalle Gießen feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Das Haus, besser gesagt der Gebäudekomplex, wurde nach Plänen des schwedischen Architekten und Stadtplaners Sven Markelius erbaut und 1966 in Betrieb genommen. Aufgrund ihrer besonderen Architektur, ihrer geschichtlichen, städtebaulichen und künstlerischen Bedeutung wurde die Kongresshalle 2016 unter Denkmalschutz gestellt –, was sie aber keineswegs daran hindert, weiterhin das intensiv genutzte, innerstädtische Veranstaltungszentrum zu sein, in dem ganze Generationen von Gießenerinnen und Gießenern zum Teil schon als Kinder aufgetreten sind, feierlich ihre Abitur-Zeugnisse empfangen, in Prüfungen gezittert, bei Abschlussbällen geglänzt oder in zahllosen Veranstaltungen Kultur genossen und sich herzlich amüsiert haben.
Programm
11 Uhr | Großer Saal der Kongresshalle
Gastvortrag des Stadtplaners Prof. Jörn Walter
Prof. Walter leitete 2018 die Jury des Architektenwettbewerbs zur Kongresshalle und spricht zum Thema: „Die Architektur der Moderne und die Kongresshalle“. Die Architektur der Moderne hat auch Markelius inspiriert und ihre Prinzipien sind in der Bauweise der Kongresshalle erkennbar.
14 Uhr | Treffpunkt Foyer Haupteingang
Führung mit Kunsthistorikerin und Stadtführerin Dagmar Klein
Erläutert wird die Entstehungsgeschichte und Architektur der Kongresshalle. Auch von dem hierzulande wenig bekannten Sven Markelius wird die Rede sein, sowie vom künstlerischen Symbolständer über dem Haupteingang, der ebenfalls von Markelius entworfen wurde.
16 Uhr | Großer Saal
Konzert mit dem Bepler-Mayer-Jazz-Sextett
Moderiert von Peter Schomber. Für dieses Konzert will die SHG einen „gediegenen“ Rahmen bieten, an dem das Publikum an großen runden Tischen bedient wird und die Ästhetik und akustische Qualität des Saals genießen kann.
11:00 - 18:00 Uhr |
Ausstellung mit Fundstücken und Original-Gegenständen aus 60 Jahren Kongresshallengeschichte
Eine kurzweilige und bemerkenswerte Ausstellung mit Nostalgie-Momenten.
Mehr Infos und das gesamte Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.
Programm für die Stadt Gießen: www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm