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22.01.2025

Zwei Förderbescheide für Gießen: barrierefreier Ausbau des ZiBB und Förderung der Gemeinwesenarbeit

Zwei Förderbescheide aus Wiesbaden gingen dieser Tage bei der Stadt Gießen ein. In Vertretung von Sozialstaatssekretärin Manuela Strube überbrachte sie Winfried Kron, Referatsleiter Vereinte Nationen Behindertenrechtkonvention im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.

Für den für den barrierefreien Umbau des Zentrums für interkulturelle Bildung und Begegnung (ZiBB) gab es einen Förderbescheid über rund 86.000 Euro. Im ZiBB werden im Auftrag der Stadt kulturelle Veranstaltungen, Sprachkurse, Gesprächskreise, Quartiersarbeit u.ä. durchgeführt. „Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Der barrierefreie Ausbau des ZiIBB ist beispielhaft und steht stellvertretend für viele Projekte aus unserem Förderprogramm zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK)“, teilte die zuständige Sozialstaatssekretärin Manuela Strube mit. „Wir müssen Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreifen und sie gemeinsam gestalten – denn von einer inklusiven Gesellschaft können wir letztlich auch alle profitieren“, so die Staatssekretärin.

Auch Oberbürgermeister Frank Tilo Becher freute sich, dass mit dieser Förderung und damit der Unterstützung des Landes Hessen ein weiteres öffentliches Gebäude barrierefrei umgebaut werden kann. „Unsere kulturellen Einrichtungen sollen die Teilhabe aller ermöglichen, aber dafür brauchen wir in den Kommunen derartige Investitionszuschüsse,“ sagte der OB.

Das ZiBB ist im Hochparterre eines Gebäudes in der Grünberger Str. angesiedelt. Mit der Förderung soll die Installation eines Plattformlifts finanziert werden, um den Zugang zum Zentrum für eine diskriminierungsfreie Nutzung barrierefrei gestalten zu können. Die Kosten belaufen sich einer aktuellen Schätzung zufolge insgesamt auf rund 95.000 Euro brutto – die Differenz zur Fördersumme von 9.500 Euro muss die Stadt Gießen aus Eigenmitteln aufbringen.

Übergeben wurden auch mehrere Bescheide im Rahmen der Förderung der Gemeinwesenarbeit (GWA) über Folgebewilligungen an die Stadt Gießen. Insgesamt beläuft sich die Summe für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 in der Stadt Gießen für vier Förderquartiere – Innenstadt, Margaretenhütte, Gießen West und Ost – auf rund 235.000 Euro.

„Mit den Folgebewilligungen für die Jahre 2025 und 2026 stärkt das Land Hessen die erfolgreiche Gemeinwesenarbeit in benachteiligten Quartieren und sichert die Fortsetzung von GWA-Projekten, die bereits seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort beitragen und die gesellschaftliche Teilhabe stärken“, so Strube zur Erklärung der Förderung. Die GWA-Förderung trage aktiv dazu bei, soziale Strukturen aufzubauen und Quartiere lebenswerter zu machen, befähige die Menschen dort durch gezielte Maßnahmen, ihre Lebensverhältnisse selbstbestimmt zu gestalten, so Strube weiter.

„Das Förderprogramm gibt der Stadt Gießen und den jeweiligen Trägern die Möglichkeit Nachbarschaften und Quartiere in ihrer Vielfalt zu adressieren. Es ist ein Mittel, gemeinsam mit der Bewohnerschaft aktiv zu werden und somit die Selbstwirksamkeit von Gruppen vor Ort zu stärken. Unter anderem schafft es Anlässe des Austauschs und des Dialogs, auch in Konfliktfällen. Eine große Stärke der Förderung ist, dass sie Nachbarschaften einen Raum gibt, sowohl im Sinne einer offenen Anlaufstelle, als auch in Form einer professionellen Person, die sich um Belange aus dem Quartier kümmert“, erklärte Gießens Stadträtin Astrid Eibelshäuser bei Bescheidübergabe.

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