Taubenschlag im Fokus: Gut für Mensch und Taube
In vielen Städten ist die Population der Stadttauben in den letzten Jahren stark angestiegen. Um diese Entwicklung tierschutzgerecht und nachhaltig zu steuern, ist in den letzten Tagen am Theaterpark ein betreuter Taubenschlag eingerichtet worden. Dieses Konzept hat sich bereits in mehreren Städten als erfolgreiche Methode zur Populationskontrolle und zur Verbesserung des Zusammenlebens von Mensch und Taube bewährt.
Orientiert wurde sich dabei an erfolgreichen Beispielen wie dem schon seit einigen Jahren bestehenden Taubenschlag der Wohnbau Gießen in der Nordstadt sowie Taubenschlägen in Augsburg. Die Stadt Gießen erhofft sich durch den Taubenschlag eine erste Möglichkeit die Stadttaubenpopulation in der Innenstadt nachhaltig und tierschutzgerecht zu regulieren.
In Kooperation mit dem Verein Columba livia werden die Tauben in dem Schlag artgerecht versorgt. In diesem speziell eingerichteten Lebensraum bekommen die Tauben regelmäßig Futter sowie Wasser und brüten in geschützten Bereichen. Die gelegten Eier werden durch die Ehrenamtlichen des Vereins regelmäßig durch Gipsattrappen ausgetauscht. Dies führt zu einer relativ natürlichen Populationskontrolle der Stadttauben. Zusätzlich halten sich die Tauben überwiegend im Schlag auf. Die Population wird demnach langfristig stabil und auf einem gesunden Niveau gehalten, ohne dass Tiere getötet werden müssen. Dies verringert als Folge ihre Präsenz in Fußgängerzonen, auf Balkonen und an Gebäuden.
Auch die Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich sagt: „Das Projekt am Theaterpark soll dazu beitragen, Konflikte zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt für Mensch und Tier gleichermaßen zu verbessern.“