Rathaus

zu: Leichte Sprache
Seiteninhalt
09.07.2026

Stadtmöbel laden zum Verweilen und Mitgestalten ein

Temporäre Aufenthaltsorte in der Steinstraße und am zukünftigen Toni-Hämmerle-Platz bis zum 7. Oktober

Die Stadtmöbel des hessischen Landesprojekts „Straßen neu entdecken“ sind aufgebaut: Seit dieser Woche laden sie bis zum 7. Oktober 2026 in der Steinstraße sowie am zukünftigen Toni-Hämmerle-Platz (Goethestraße/Lessingstraße) im Südviertel zum Verweilen, Begegnen und Ausprobieren ein. Mit der temporären Umgestaltung sammelt die Universitätsstadt Gießen gemeinsam mit den Menschen vor Ort Erfahrungen für die zukünftige Gestaltung öffentlicher Räume. An beiden Projektstandorten entstehen neue Aufenthaltsorte, die zeigen, wie Straßen und Plätze neben ihrer Verkehrsfunktion auch als Orte der Begegnung genutzt werden können. Die Stadtmöbel umfassen unter anderem Sitzgelegenheiten, Begrünung und Fahrradabstellanlagen und laden dazu ein, den öffentlichen Raum neu zu erleben.

In der Steinstraße wurden im Bereich zwischen „The Hub“ und der „Weinstube“ neue Aufenthaltsflächen geschaffen. Neben öffentlichen Sitzgelegenheiten und Begrünung erhielt „The Hub“ im Rahmen des Projekts eine sogenannte „Stadtterrasse“, während vor der „Weinstube“ eine öffentliche „Parklet-Oase“ entstanden ist. Die Sitzmöbel stehen allen Menschen offen und können ohne gastronomischen Verzehr genutzt werden. Lediglich die Stadtterrasse von „The Hub“ ist den Gästen des Betriebs vorbehalten.

Auch am künftigen Toni-Hämmerle-Platz im Südviertel wurden zusätzliche Sitzgelegenheiten und Begrünung aufgestellt. Vor dem Studierendensekretariat laden die Stadtmöbel zum Verweilen ein, gleichzeitig erhielt die „Vanilla Bar“ im Rahmen des Projekts ebenfalls eine zusätzliche gastronomische Außenfläche. Die temporäre Gestaltung greift der geplanten Umgestaltung des Toni-Hämmerle-Platzes bereits vor und macht in kleinerer Ausführung erlebbar, wie mehr Aufenthaltsqualität, Begrünung und Außengastronomie den öffentlichen Raum künftig bereichern sollen.

Beide Projektstandorte werden während der gesamten Laufzeit seitens des Mobilitätsmanagements der Stadt Gießen betreut. In der Steinstraße erfolgt dies gemeinsam mit der Stabstelle Soziale Stadterneuerung im Rahmen der Gemeinwesenarbeit.

Hintergrund ist, dass hier neue Aufenthaltsflächen unmittelbar in einem Wohnquartier mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Gastronomiebetrieben erprobt werden. „Öffentliche Räume leben davon, dass Menschen sie gemeinsam nutzen und gestalten. Die Stadtmöbel schaffen neue Orte der Begegnung und bieten die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Quartier gemeinsam weiterzuentwickeln. Genau dabei möchten wir die Menschen vor Ort unterstützen“, sagt Johann Erdmann von der Stabstelle Soziale Stadterneuerung.

Der Austausch mit den Menschen vor Ort ist an beiden Projektstandorten ein zentraler Bestandteil des Projekts. Deshalb informieren Hinweistafeln an den Stadtmöbeln über das Projekt, den Erprobungszeitraum sowie die Möglichkeiten zur Beteiligung. Gleichzeitig werben sie für ein rücksichtsvolles Miteinander, einen sorgsamen Umgang mit den Stadtmöbeln und der Bepflanzung sowie für Rücksicht auf die Nachbarschaft. Über die angegebenen Kontaktdaten können Fragen, Hinweise und Anregungen jederzeit direkt an das Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement gerichtet werden.

Bei einer Informationsveranstaltung im Juni äußerten Anwohnende im Steinstraßenquartier bereits den Wunsch nach mehr Sauberkeit im Umfeld. Gemeinsam mit den Sauberkeitspaten der Stadt Gießen laden daher das Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement sowie die Soziale Stadterneuerung am Samstag, den 1. August, um 11 Uhr zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion ein. Treffpunkt für alle, die mithelfen möchten, ist die Ecke Steinstraße/Dammstraße. Müllgreifer, Handschuhe und Müllsäcke werden vor Ort bereitgestellt. Am Nachmittag desselben Tages findet von 14 bis 17 Uhr vor „The Hub“ ein Feedback-Café statt. Nach den ersten drei Wochen der Erprobungsphase sind alle Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Interessierten eingeladen, ihre ersten Erfahrungen mit den Stadtmöbeln zu teilen, Anregungen einzubringen und mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Ein Pop-up-Café bietet hierfür den passenden Rahmen. Eine vergleichbare Aktion ist auch für das Südviertel geplant, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben und die Anwohnenden informiert.

Auch die Projektpartner leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Erprobungsphase. „The Hub“, die „Weinstube“ und die „Vanilla Bar“ unterstützen das Projekt, indem sie sich unter anderem um die Bewässerung der Pflanzen kümmern und ein Auge auf Sauberkeit und Ordnung im Umfeld der Stadtmöbel haben. Darüber hinaus beteiligt sich „The Hub“ an der Aktion „Ich zahl’ für Zwei“, bei welcher Gäste freiwillig ein Getränk oder eine Mahlzeit für Menschen in schwierigen Lebenssituationen finanzieren können.

Ergänzt wird das Angebot in der Steinstraße in den kommenden Tagen durch eine temporäre nextbike-Leihradstation, die den Projektstandort noch besser an das städtische Mobilitätsangebot anbindet. Der Toni-Hämmerle-Platz ist durch zwei nextbike-Stationen in der Nähe bereits gut erschlossen.

Nach Abschluss der Erprobungsphase werden die Erfahrungen und Rückmeldungen aus beiden Projektstandorten ausgewertet. Gemeinsam soll betrachtet werden, welche Auswirkungen die temporären Aufenthaltsflächen auf die Nutzung und Wahrnehmung des öffentlichen Raums haben und welche Erkenntnisse sich daraus für die zukünftige Entwicklung der Quartiere ableiten lassen. „Die Stadtmöbel sind bewusst als Erprobung angelegt. Deshalb freuen wir uns über jede Rückmeldung, egal ob Lob, Kritik oder neue Ideen. Jede Erfahrung hilft uns dabei, zu lernen und das Projekt weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort gute Lösungen zu finden und dort nachzusteuern, wo es möglich und sinnvoll ist“, sagt Dorina Mazetti vom Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement.

Das Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement freut sich während der gesamten Projektlaufzeit auf den Austausch mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und allen Interessierten. Fragen, Hinweise und Anregungen sind jederzeit willkommen und können per E-Mail an mobilitaet@giessen.de oder telefonisch unter 0641/306-2174 eingebracht werden.

Newsletter

Bestellen Sie sich hier den Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.