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25.06.2026

STADTRADELN-Sonderpreis - alte Bekannte und Newcomer

Beim STADTRADELN geht es vor allem darum, mit Spaß das Radfahren als Alltagsverkehrsmittel auszutesten und ein Zeichen für attraktive Radverkehrsanlagen sowie weitere Klimaschutzmaßnahmen und damit für mehr Lebensqualität in der Stadt zu setzen. Dennoch werden auch die Leistungen im Wettbewerb gewürdigt.

"Schon in jungen Jahren wird die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität gelegt. Den Schulweg mit dem Rad zurück zu legen, fördert zudem die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie die Selbstständigkeit. Gute Gründe, um in Gießen für die fahrradaktivsten Schulklassen einen Sonderpreis für die Klassenkasse auszuloben", so STADTRADELN-Schirmherr Bürgermeister Alexander Wright. Da Grundschülerinnen und Grundschüler noch nicht so viele Fahrradkilometer zusammenbekommen, vergibt die Universitätsstadt Gießen zusätzlich einen STADTRADELN-Sonderpreis speziell für Grundschulen. „Viele Kinder starten ihren Schulweg noch ohne Fahrrad – umso wichtiger ist es, ihnen frühzeitig die Chance zu geben, spielerisch Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Genau hier setzt der Sonderpreis für Grundschulen an: Er fördert Bewegungsfreude und unterstützt den Weg zur selbstständigen und nachhaltigen Mobilität“, erläutert Bürgermeister Alexander Wright.

Beim STADTRADELN-Sonderpreis für die Klassenkasse zählen nur Fahrradkilometer der Schülerinnen und Schüler sowie einer Lehrkraft. Am meisten geradelt waren drei Klassen der Gesamtschule Gießen Ost: Die Klasse 9e hat mit 2.651 km 150 Euro gewonnen. Damit haben die Aktiven gegenüber der gleichen Strecke mit dem Auto ca. 435 kg CO2 vermieden. Der mit 125 Euro dotierte zweite Platz ging an die Klasse 8c. Die Klasse radelte 2.563 km, was mit dem Auto zurückgelegt ca. 420 kg CO2 erzeugt hätte. Den dritten Platz und damit 100 Euro gewannen The Biker (5b) mit 1.831 km und (ca. 300 kg CO2 vermieden).

Beim STADTRADELN-Sonderpreis für Grundschulen wird dagegen die Mobilisierungsleistung gewürdigt. Beitragen können neben den Schülerinnen und Schülern alle, insbesondere Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal sowie die Familien.

In diesem Jahr haben fünf Grundschulen beim STADTRADELN mitgemacht, die auch in der Gießener Gesamtwertung hervorragend abgeschnitten haben. Die Weiße Schule Wieseck konnte mit 248 Aktiven, die gemeinsam 11.543 km erradelt und so ca. 1.893 kg CO2 vermieden haben, Platz 1 behaupten. In der Gießener Gesamtwertung liegen sie damit auf Platz 2. Die Schule erhält 150 Euro. Die Ludwig-Uhland-Schule konnte wieder mit der Fahrleistung trumpfen (ca. 16.175 km), die 160 Aktive gesammelt haben. Damit landen sie auch in der Gesamtwertung Team direkt nach der Weiße Schule Wieseck. Gegenüber der gleichen Strecke mit dem Auto wurden so ca. 2.653 kg CO2 vermieden. Die Schule erhält 125 Euro. Die Käthe-Kollwitz-Schule war erstmalig dabei und konnte 40 Radelnde für Platz 3 aktivieren. Im städtischen Vergleich bedeutet das Platz 11 in Bezug auf die Teamgröße. Gemeinsam haben sie 1.576 km erradelt. Damit haben die Aktiven gegenüber der gleichen Strecke mit dem Auto ca. 259 kg CO2 vermieden. Die Schule erhält 100 Euro. Mit dem Zuschuss sollen Bewegungsangebote geschaffen werden, zum Beispiel die Pausencontainer mit weiterem Bewegungsmaterial und dazugehöriger Schutzausrüstung bestückt werden.

Beteiligt haben sich außerdem folgende Schulen: Albert-Schweitzer-Schule (erstmalig), Aliceschule, Brüder-Grimm-Schule, Georg-Büchner-Schule, Helmut-von-Bracken-Schule, Liebigschule, Ricarda-Huch-Schule, Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten. Insgesamt wurden über 50 Klassen registriert.

Die Radverkehrsbeauftragte und STADTRADELN-Koordinatorin Katja Bürckstümmer überreichte den Zuschuss sowie die Urkunden.

STADTRADELN

Mit seinem internationalen Wettbewerb STADTRADELN lädt Klima-Bündnis Services alle Bürger*innen und Mitglieder der Kommunalparlamente ein, in die Pedale zu treten und ein Zeichen für verstärkte Radverkehrsförderung zu setzen. In Teams sollen sie an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen Mai und September möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. Die Kampagne will Bürger*innen für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen. Mit der Meldeplattform RADar! und einem Radverkehrsdaten-Portal, das den Teilnehmerkommunen wissenschaftlich aufbereitete Radverkehrsdaten bietet, beinhaltet die Kampagne zudem zwei Elemente, mit denen die Radinfrastruktur ganz konkret und unter Einbeziehung der Bürger*innen verbessert werden kann.

KLIMA-BÜNDNIS SERVICES

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis partnerschaftlich mit indigenen Völkern der Regenwälder gemeinsam für das Weltklima. Mit rund 2.000 Mitgliedern aus mehr als 25 Ländern ist das Klima-Bündnis das größte Städtenetzwerk Europas, das sich für einen umfassenden und gerechten Klimaschutz einsetzt. Da sich unser Lebensstil direkt auf besonders bedrohte Völker und Orte dieser Erde auswirkt, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung. Klima-Bündnis Services ergänzt die Organisationsstruktur des Klima-Bündnis und bündelt Beratungsangebote, Kampagnen und Dienstleistungen zur Datenerhebung für die Umsetzung lokaler Klimaschutzmaßnahmen, wie die STADTRADELN-Kampagne, den Klimaschutz-Planer oder das ESG-Cockpit.

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