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14.10.2025

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2025

Gewalt- und Straftaten gegen Frauen nehmen in Deutschland drastisch zu. Alle zwei Minuten erleben Menschen häusliche Gewalt -  der Großteil davon sind Frauen. Nahezu jeden Tag findet ein Femizid statt; dass sind Tötungsdelikte an Frauen die getötet werden, weil sie eben Frauen sind. Die digitale Gewalt gegen Frauen ist um 25% gestiegen und auch die Sexualstraftaten und die Falldaten zum Menschenhandel mussten in den letzten Jahren immer wieder um mehrere Prozentpunkte nach oben korrigiert werden . Gewalt gegen Frauen ist eine Realität, die nicht ungesehen bleiben darf.

Das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen setzt ein starkes, sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen wurde ein vielfältiges und beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt, das vom 3. November bis zum 5. Dezember mit vielen unterschiedlichen Veranstaltungen auf dieses Thema aufmerksam macht. Die gemeinsamen Aktionen setzen sich mit Nachdruck dafür ein, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu schärfen, Wege der Prävention aufzuzeigen und Opfer der Gewalt zu stärken. Dabei geht es vor allem darum das Schweigen zu brechen und das Bewusstmachen der Strukturen, die Gewalt ermöglichen und erhalten. Am 25.11 von 16.00 bis 18.00 Uhr wird es eine große Gemeinschaftsaktion zum Gedenken an die Opfer von Femiziden am Berliner Platz geben. An diesem Tag werden 360 orange Paar Schuhe stellevertretend für jedes Todesopfer im Jahr 2024 eindrücklich das Ausmaß der Gewalt darstellen. Begleitet wird die Aktion durch Redebeiträge, Mitmachaktionen und Infostände.

Mit Lesungen wie: „Das Ende der Ehe“ mit Dr. Emila Roig am 3.11, „Die Stille Gewalt – wie der Staat Frauen alleine lässt“ mit Asha Hedayati am 17.11, am 22.11  mit Alexandra Zykonov  die aus „Was wollt Ihr denn noch alles?!“ liest und am 30.11 die Lesung mit Musik „Tränen der Zeit: Lilli Jahn“.

Außerdem Workshops zu Themen wie: „WENDO Selbstbehauptungstraining“ am 13 & 18.11, „In Verbindung mit Dir selbst“ am 09.11, „Kampf-Fitness für Frauen am 14.11, „Gewalt Sehen und Helfen“ am 16.11,  “Digitale Gewalt“ am 21.11 oder „Reden und Zuhören“ am 05.12.

Sowie mit Ausstellungen und Vorführungen wie:  „Tevi her tisti – Trotz alledem“ am 18.11,, „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ am 24.11, „WOMAN:2000 Frauen* -50 Länder – 1 Stimme“ am 24.11,  „Iran: systemische Straflosigkeit für Gewalt an Frauen“ am 26.11.

Und weiteren Vorträgen: „Stadt(raum) für Frauen“ am 20.11, „Gewalt gegen Frauen in Polizeistudium“ am 27.11, „Mediennutzung – Kinder und digitale Gewalt“ am 01.12, und „Gewalt in der Geburtshilfe“ am 02.12.

Auch Austauschformate zum Beispiel zu „Selbstfürsorge-Krisenbegleitung“ am 18.11, „Auf den Spuren von Henriette Fürth“ am 22.11, „Austausch zum Thema Awareness(Arbeit) im Nachtleben“ am 01.12 oder das „Offene Büro der Beratungsstelle Autonomes Frauenhaus“ am 03.12. bereichern das Programm und stellen so eine beeindruckende Vielfalt an Inhalt und Aktionen dar um laut zu sein gegen Gewalt an Frauen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu informieren, teilzunehmen und gemeinsam Haltung zu zeigen. Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Problem – sie ist eine Herausforderung für uns alle. Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen sind die Forderungen klar: die vollständige Umsetzung der Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen und eine schnelle und flächendeckende Realisierung des Gewalthilfegesetzes.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Seite https://www.giessen.de/Leben/Soziales-und-Gesellschaft/Frauen-LGBTI-Q/, das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie auch hier im Flyer:

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