Gießener BIWAQ-Projekt wird bis 2028 verlängert
Das Gießener Projekt „Startklar – Nachhaltige Berufsqualifizierung im Quartier“ wird über den bisherigen Förderzeitraum hinaus fortgesetzt. Die Anschlussförderung läuft nun bis zum 30. September 2028. Damit bleiben die kostenfreien Beratungs- und Qualifizierungsangebote des Programms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) in der Nordstadt, der Nördlichen Weststadt und der Siedlung Eulenkopf mindestens zwei weitere Jahre erhalten.
Die Verlängerung war Kommunen vorbehalten, deren Projekte unterschiedliche Zielgruppen besonders gut erreicht und überdurchschnittlich viele Teilnehmende in Beschäftigung vermittelt haben. Gießen zählt zu diesen Standorten. Seit Juli 2023 hat „Startklar“ mehrere hundert Menschen bei der beruflichen Orientierung und Qualifizierung unterstützt.
„Die Weiterbewilligung ist eine Anerkennung für die Arbeit, die in Gießen in unseren Quartieren geleistet wird. Vor allem aber gibt sie den Menschen, die dort Rat und Unterstützung suchen, weiterhin Verlässlichkeit und Perspektiven“, so Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher, Dezernent für Soziale Stadterneuerung. „Jugendwerkstatt, ZAUG und die städtische Quartiersarbeit erreichen mit ihren Angeboten Menschen, für die der Weg in Beschäftigung oft mit vielen Hürden verbunden ist. Sie kennen unsere Stadtteile, bauen bei den Zielgruppen Vertrauen auf und sind verlässliche Ansprechpartner. Ich freue mich, dass diese Arbeit nun bis 2028 gesichert ist. Das ist ein Erfolg für Gießen“, findet der OB.
Die Teilnahme an „Startklar“ ist freiwillig und für Menschen ab 18 Jahren kostenfrei. Zum Angebot gehören Unterstützung bei der Arbeitssuche, Berufsorientierung und Bewerbungstraining, Deutschkurse, digitale Grundbildung, Gesundheitsförderung sowie kreativ-handwerkliche Projekte. Die Anlaufstellen liegen direkt in den geförderten Stadtteilen und sind mit der dortigen Gemeinwesenarbeit verbunden.
Projektträger ist die Universitätsstadt Gießen. Umgesetzt werden die Angebote gemeinsam mit der Jugendwerkstatt Gießen gGmbH und der ZAUG gGmbH. Gießen beteiligt sich seit rund 15 Jahren am BIWAQ-Programm. Die aktuelle Förderphase wird aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds Plus finanziert.