Ein Abend zum Erinnern und zum Nachdenken. Eine Veranstaltung zum 6. Dezember 1944.
Am Samstag hat die Stadt Gießen an den 6. Dezember 1944 erinnert.
Das war ein wichtiger Tag für die Stadt.
An diesem Tag haben Flugzeuge Bomben auf die Stadt geworfen.
Das nennt man Bombardierung.
Dabei sind 400 Menschen gestorben.
Viele Menschen wurden verletzt.
Viele Menschen hatten danach kein Zuhause mehr.
Die Innen-Stadt von Gießen wurde dabei zerstört.
Die Familien in der Stadt haben viel Schlimmes erlebt.
Aber die Menschen haben die Stadt wieder aufgebaut.
Das alles ist ein wichtiger Teil von der Geschichte von Gießen.
Deshalb hat die Stadt am Samstag daran erinnert.
Das war in der Pankratius-Kapelle.
Dieses Jahr war die Gedenk-Stunde besonders.
Der Magistrat hat bestimmte Menschen eingeladen.
Die Menschen sind vor dem 6. Dezember 1944 in Gießen geboren.
Oder sie sind in den heutigen Stadtteilen von Gießen geboren.
Und sie leben heute in Gießen.
Diese Menschen haben den Angriff miterlebt.
Sie waren damals Kinder oder Jugendliche.
Mehrere von diesen Menschen sind zu der Veranstaltung gekommen.
Die Pankratius-Kapelle ist eine Kirche.
Die Kirche wurde 1949 gebaut.
Die Kirche wurde aus den Steinen von der alten Stadt-Kirche gebaut.
Die alte Stadt-Kirche war kaputt.
In der Pankratius-Kapelle hat man an die Bomben-Nacht gedacht.
Es gab Bilder von der Bomben-Nacht.
Die Bilder wurden auf eine Leinwand gezeigt.
Es gab auch Berichte von Menschen.
Die Menschen haben die Bomben-Nacht erlebt.
Sie haben über die Bomben-Nacht gesprochen.
Zum Beispiel:
- über das Feuer
- über die Flucht
- über verlorene Familienmitglieder.
Es gab auch Musik: - ein Chor hat gesungen
Der Chor war von der Bonifatius-Kirche.
Der Leiter von dem Chor war Michael Gilles. - eine Musik-Gruppe hat gespielt
Die Musik-Gruppe war von der Musik-Schule Gießen.
Der Leiter von der Musik-Gruppe war Álvaro Artuñedo.
Das Publikum hat mit dem Chor und der Musik-Gruppe gesungen.
Sie haben ein Lied von Felix Mendelssohn Bartholdy gesungen.
Das Lied heißt: Verleih ' uns Frieden gnädiglich.
Frank-Tilo Becher ist der Ober-Bürgermeister von Gießen.
Er hat eine Rede gehalten.
In der Rede hat er gesagt:
Wir müssen uns immer an den Krieg erinnern.
Nicht nur einmal im Jahr.
Die Erinnerung hilft uns.
Vielleicht gibt es Probleme in der Gesellschaft.
Dann zeigt uns die Erinnerung:
So können wir die Probleme lösen.
Am 6. Dezember erinnern wir uns an den Krieg.
Der 6. Dezember ist ein trauriger Tag für Gießen.
Aber der 6. Dezember ist auch ein wichtiger Tag für Gießen.
An diesem Tag denken wir daran:
Viele Menschen sind im Krieg gestorben.
Das darf nie wieder passieren!
Wir müssen die Demokratie schützen.
Deutschland hat den Krieg angefangen.
Deshalb ist Deutschland auch schuld an dem Krieg.
Das dürfen wir nicht vergessen!
Es gibt heute neue Probleme in der Gesellschaft.
Zum Beispiel:
- Die Menschen streiten sich
- Es gibt mehr Extremismus.
Daran müssen wir arbeiten.
Danach legten Frank-Tilo Becher und Joachim Grußdorf einen Kranz am Gedenk-Stein nieder.
Alexander Becher ist der Ober-Bürgermeister von Gießen.
Joachim Grußdorf ist der Stadtverordnetenvorsteher von Gießen.
Der Gedenk-Stein ist neben dem Stadtkirchenturm.
Um 20:03 Uhr läuteten die Glocken von allen Kirchen in Gießen.
Das war die Uhrzeit von dem Angriff.
Die Glocken erinnerten so alle Menschen in der Stadt an den Angriff.