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08.07.2026

Durch Mittelhessen, von Magdeburg über Halle bis Leipzig: Drei Tage im Sattel, um gemeinsam Gutes zu tun

44. „Tour der Hoffnung“ – 6. bis 9. August 2026

Die Planungen laufen auf Hochtouren: Zum 44. Mal treten 160 engagierte Menschen vom 6. bis 8. August drei Tage lang auf ihren Rädern in die Pedale. Auf der insgesamt rund 254 Kilometer langen Strecke sammelt die „Tour der Hoffnung“ wieder Spenden. Damit werden krebskranke Kinder und deren Familien unterstützt und die so wichtige Forschung an Krebs und Leukämie finanziert. Im Vorjahr verbuchten die rein ehrenamtlich Engagierten eine Gesamtsumme in Höhe von 1.273.000 Euro auf dem Spendenkonto, die zu 100 Prozent dort ankommen, wofür das Geld gespendet worden ist. Die erste Etappe führt traditionell durch Mittelhessen. An den folgenden zwei Tagen geht es in den grünen Trikots und gelben Helmen zunächst von Magdeburg nach Halle und an Tag drei von Halle bis Leipzig, wo die 44. „Tour der Hoffnung“ an der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Leipzig endet.

Egal ob Ärztin, Handwerker, Managerin, Politiker oder Sportlerin: In der Tour-Familie kümmern sich Menschen seit 1983 aus allen gesellschaftlichen Bereichen, um gemeinsam Gutes zu tun. Die Spenden kommen zu hundert Prozent bei den Begünstigten an. Sämtliche Kosten der „Tour der Hoffnung“, von der Organisation bis zur Umsetzung, werden von Sponsoren getragen. Von der Gesamtsumme in Höhe von 1.273.000 Euro im Vorjahr profitierten 27 Kinderkliniken, Forschungslabore, Elternvereine und Rehaeinrichtungen aus ganz Deutschland. Die hatten zuvor Anträge gestellt, über die ein unabhängiges Medizinisches Kuratorium entschieden hatte.

„Nachdem wir uns in den vergangenen Jahren immer sehr heimatnah bewegt haben, wird uns die „Tour“ in diesem Jahr mal wieder in entferntere Regionen führen. Die Erinnerungen an unsere Besuche in Ostdeutschland sind so positiv, dass ich überzeugt bin, dass wir wieder sehr erfolgreiche und emotionale Tage erleben werden“, freut sich Petra Behle auf die 44. Auflage. Sie ist nicht nur Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon, sondern seit vielen Jahren auch Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“. Und sie fügt mit Blick in Richtung August hinzu: „Wir hoffen wieder auf ein hohes Spendenergebnis, um damit die begünstigten Institutionen mit den so wichtigen Bereichen Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung und klinische Versorgung aktiv unterstützen zu können.“

Die Wurzeln der „Tour der Hoffnung“ befinden sich in Gießen: Professor Fritz Lampert leitete die Station Peiper in der Kinderklinik am heutigen Universitätsklinikum Gießen-Marburg. 1983 hatte er die ungewöhnliche Idee, Aufmerksamkeit und Spendengelder für seine jungen krebskranken Patienten zu gewinnen, indem er eine erste Radtour nach Hamburg zum Stern-Magazin organisierte und auch selbst mitradelte. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. Das ist auch der Grund, warum der erste Tag immer als Prolog durch und um die mittelhessische Universitätsstadt Gießen herumführt.

„Unsere langjährigen Partner und Unterstützer im heimischen Raum erleichtern uns, wie in jedem Jahr, die Planung des ersten Radlertages. Dafür sind wir vom Orga-Team sehr dankbar und es zeigt uns, welch hohen Stellenwert die „Tour der Hoffnung“ im Mittelhessischen hat“, betont der 1. Vorsitzende Dr. Mathias Rinn.

Gerade die Planungen für die weiteren Tage am 7. und 8. August durch Ostdeutschland waren herausfordernder, weil der letzte Besuch der „Tour der Hoffnung“ in dieser Region schon 16 Jahre zurückliegt und zunächst nur wenige Kontakte bestanden.

„Die Begeisterungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist aber so, wie ich es im Vorfeld der Planungen erwartet hatte“, berichtet Dr. Mathias Rinn. „Das ist eine enorme Hilfe bei der Durchführung der „Tour“ und das hat uns über die anfänglichen Schwierigkeiten in der Phase der Akquise schnell hinweggeholfen.“

Mehrere Wochen haben die Organisatoren in der Gegend von Magdeburg, Halle und Leipzig ehrenamtlich verbracht und für die gute Sache geworben. Und das mit Erfolg: nach vielen und guten Gesprächen steht die „Tour“. „Besonders stolz sind wir deshalb auch darauf, zwei Ministerpräsidenten für eine Schirmherrschaft begeistern zu können“, betont Dr. Mathias Rinn. Für ihre Bundesländer unterstützen Michael Kretschmer (Freistaat Sachsen) und Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) die „Tour der Hoffnung“. Und der zweite Vorsitzende Wolfgang Rinn ergänzt: „Es ist ein großartiges Zeichen, dass wir nach 2010 endlich wieder in dieser Region unterwegs sind. Mit Stationen in Magdeburg, Halle und Leipzig verspricht die Route schon jetzt viele Highlights und eine reizvolle Strecke.“

1. Etappe: Durch Mittelhessen (Donnerstag, 6. August)

Die Benefiz-Radtour beginnt am Donnerstag, 6. August, traditionell mit dem ersten Radtag durch Mittelhessen mit Start in Gießen bei der Stadtwerke Gießen AG. Der Auftakt beginnt mit großem „Hallo!“ und Wiedersehensfreude für die aus ganz Deutschland angereiste Tour-Familie. Die erste Etappe ist 60 km lang und führt zunächst über Heuchelheim (Schunk), Gießen (Mettler-Toledo), Lollar (Eiscafé Silano), Staufenberg (Erletz Reisen), Reiskirchen (Edeka Zehnert), Lich (Merz Verpackungsmaschinen und Licher Privatbrauerei).

Wie überall während der „Tour der Hoffnung“ gilt: bei jedem Stopp sind Interessierte herzlich willkommen – und natürlich wird jeder Spendenscheck gefeiert, egal welche Summe darauf steht. Ein besonderes Highlight wartet zum Abschluss zurück in Gießen: Auf dem Parkdeck des Radiologischen Zentrums in der Flutgrabenstraße werden Dr. Oliver Wüsten und sein Team zum Finale empfangen. Am Abend noch machen sich die Tour-Radler auf den Weg nach Magdeburg zum Maritim Hotel, das die „Tour der Hoffnung“ wie in jedem Jahr unterstützt.

2. Etappe: Von Magdeburg bis Halle (Freitag, 7. August)

Nach einer kurzen Nacht macht sich das Fahrerfeld im Bördepark in Magdeburg startklar.Die zweite Etappe führt durch Schönebeck (Kurpark), Staßfurt (Sohlebad), auf den Marktplatz von Köthen und nach 113 km endet die Tour in Halle (A/V/E GmbH). An allen Stationen stehen die Spendenstopps im Mittelpunkt – mit vielen Begegnungen, Livemusik, Partystimmung, Unterstützung und bewegenden Momenten.

3. Etappe: Von Halle bis Leipzig (Samstag, 8. August)

Der Abschlusstag am Samstag beginnt bei der HAVAG in Halle und führt über das SKODA-Autohaus Liebe weiter nach Merseburg (Radrennbahn – Velodrom), Leuna (Kulturhaus), Lützen (Marktplatz), Leuna-Günthersdorf (Merkur Spielbank) bis nach Leipzig auf den Marktplatz. Das Finale wird – wie so oft – in einer onkologischen Kinderstation stattfinden, diesmal nach 83 km im Universitätsklinikum Leipzig.

4. Tag: Zurück nach Gießen (Sonntag, 9. August)

Am vierten Tag steht der Transfer zurück nach Gießen zum Startpunkt im Mittelpunkt. Drei Tage im Sattel sind zu Ende und der Abschied der Tour-Familie steht bevor – bis zur 45. „Tour der Hoffnung“ 2027.

Extra-Tour: Socialride zugunsten der Tour der Hoffnung (4.-12. Juli)

Wer an den drei Tagen nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, selbst vom 4. bis 12. Juli beim 7. Socialride für die gute Sache in die Pedale zu treten – allein, im Team, Verein oder mit Kollegen. Die Idee dazu ist im Pandemie-Jahr 2020 entstanden und ermöglicht die Teilnahme an einer „Tour der Hoffnung“ für jedermann. Die Aufgabe lautet: Lege in neun Tagen 333 km zurück und spende freiwillig zehn Cent für jeden gefahrenen Kilometer.

Im Vorjahr brach der Socialride die eigenen Rekorde: 599 Radsportler legten 176.000 Kilometer zurück. Das ist über vier Mal um die Erde. Finanziell sind bei der Extra-Tour alleine im Vorjahr 54.000 Euro zusammengekommen. „Mich motiviert der Socialride besonders“, berichtet der Initiator und zweite Vorsitzende des „Tour der Hoffnung e. V.“, Wolfgang Rinn. „Die Planung läuft, die Vorfreude steigt, um gemeinsam Kilometer für den Kampf gegen den Krebs zu sammeln.“ Der 7. Socialride 2026 wird mit einer Abschlussveranstaltung ausklingen. Am Samstag, 11. Juli, findet eine gemeinsame Abschlussfahrt statt. Ziel ist die Möbelstadt Sommerlad in Gießen, wo ein Familienfest stattfindet.

Anmeldungen zum 7. Socialride 2026 sind über die Homepage der „Tour der Hoffnung“ (www.tour-der-hoffnung.de) möglich.

Rund um die „Tour der Hoffnung“

Hauptziel der „Tour“ ist es, möglichst viele Spenden für krebskranke Kinder zu erradeln, sei es für unmittelbare Hilfe oder die so wichtige Forschung. Es gibt aber auch noch ein weiteres wichtiges Thema: als Vorbild zu wirken und möglichst viele Menschen, Gemeinden, Firmen und Vereine, die uns empfangen, für das Thema der „Tour der Hoffnung“ zu sensibilisieren und bestenfalls zu gewinnen.

„Neben dem Sammeln von Spendengeldern zeigen wir mit der „Tour der Hoffnung“ auch, dass Großes möglich ist, wenn eine Gemeinschaft zusammenhält“, sagt Schirmherrin Petra Behle. Als musikalische Botschafterin sind Musicaldarstellerin Jessica Kessler und Dominik Reichelt dabei und sorgen erneut für gute Stimmung während der Stopps.

„All das, was über das Jahr in der Vorbereitung geleistet wird, kann nur im Team bewältigt werden“, betont der Vorsitzende Dr. Mathias Rinn. Als eine der größten, ehrenamtlich organisierten Benefiz-Radtouren der Bundesrepublik haben die Ehrenamtlichen in über vier Jahrzehnten weit über 40 Millionen Euro zusammengetragen, die zu 100 Prozent den betroffenen Kindern zugutegekommen sind. Unterstützt wird der rein ehrenamtlich arbeitende Verein während der vier Tage im August von rund 40 Helferinnen und Helfern, die die „Tour“ begleiten und für einen reibungslosen Ablauf sorgen, vom Check-In über die Versorgung bis zum Transport der Räder.

Prominente Teilnehmer/innen:

Bundesweit bekannte Botschafterinnen und Botschafter sind wichtig für die „Tour der Hoffnung“, denn sie sorgen mit ihrer Prominenz dafür, dass sich der Gedanke dahinter immer weiterverbreitet. Auch diesmal sind bekannte Teilnehmerinnen und -nehmer dabei, an einem der Tage bis zur kompletten „Tour“.

Zugesagt haben unter anderem:

Katrin Apel (Biathletin, zweifache Olympiasiegerin 1998 und 2002, vierfache Weltmeisterin 1996-1999), Kathrin Boron (Ruderin, vierfache Olympiasiegerin 1992-2004 und achtfache Weltmeisterin 1989-2001), Lisa Brennauer (Radsportlerin, Olympiasiegerin 2021, mehrfache Europa- und Weltmeisterin), Ben Doerr (Motorsport), Dennis Fetzer (Motorsport), Sven Fischer (Biathlet, mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister), Eberhard Gienger (ehem. Bundestagsabgeordneter und Turner, Weltmeister), Dagmar Hase (Schwimmerin, Olympiasiegerin 1992 und mehrfache Europa- und Weltmeisterin), Andreas Hieke (HR-Moderator), Noah Jung (Mountainbiker), Jupp Kapellmann (Fußballer, mehrfacher Europapokal der Landesmeister, Weltpokalsieger, Weltmeister 1974), Marina Kielmann (Eiskunstläuferin, mehrfache Medaillengewinnerin bei Europameisterschaften), Jens Lehmann (Bundestagsabgeordneter und Bahnradfahrer, zweifacher Olympiasieger 1992 und 2000, sechsfacher Weltmeister 1991-2000), Olaf Ludwig (Radsportler, Olympiasieger 1988, zweifacher Sieger Friedensfahrt, Grünes Trikot bei der Tour de France 1990, drei Etappensiege TdF),  Felix Magath (Fußballspieler, -manager und -trainer, als Spieler: Europameister 1980 und Vizeweltmeister 1982 und 1986, als Trainer: mehrere Titel deutscher Meister und DFB-Pokal), Henry Maske (Boxer, Olympiasieger 1988, Weltmeister 1989 und Europameister 1985-1989), Prof. Klaus Steinbach (Schwimmer, EM-Silbermedaille 1974, Olympische Silbermedaille 1972 und Bronzemedaille 1976, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees 2002-2006), Frank Ullrich (Biathlet, Olympiasieger 1980, neunfacher Weltmeister 1978-1983), Britta Unsleber (Fußballerin, zweifache deutsche Meisterin und fünffache DFB-Pokalsiegerin) und Nicole Wingenfeld (Ruderin, zweifache Weltmeisterin).

Die Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“ ist Petra Behle, Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon.

Kapitän des Fahrerfeldes ist der mehrfache Querfeldein-Weltmeister Klaus Peter Thaler aus Gevelsberg.

Weitere Informationen zur „Tour der Hoffnung“:

Internet: www.tour-der-hoffnung.de
Facebook: www.facebook.com/hoffnungsradler
Instagram: www.instagram.com/tourderhoffnung

Quelle: Tour der Hoffnung

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