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14.10.2024

"Musik statt Straße" bei der UN-Menschrechtsratsversammlung gewürdigt

Das Projekt "Musik statt Straße", initiert von Georgi Kalaidjiev, Leiter des Multikulturellen Orchesters Gießen, und seiner Lebensgefährtin Maria Hauschild, hat im Rahmen der UN-Menschenrechtsratsversammlung in Genf internationale Anerkennung und Würdigung für die Verwirklichung von Kinder- und Minderheitenrechten erhalten.

Das Projekt, das benachteiligten Kindern eine Alternative zur Straße bietet, wurde auf Einladung des bulgarischen Diplomaten Juri Sterk bei einer Feierstunde vorgestellt. Der Hochkommissarin für Menschenrechte, Nada Al-Nashif, war es dabei wichtig, die Menschen hinter "Musik statt Straße" persönlich kennenzulernen und die Eröffnungsrede der Feierstunde zu halten. Im Angesicht der vielen erschütternden Menschenrechtsverstöße in aller Welt, mit denen sich das Human Rights Council aktuell beschäftigt, würdigte sie mit großer Dankbarkeit "Musik statt Straße" als Erfolgsprojekt:

"Musik statt Straße bietet eine Alternative zur Straße als Symbol für Armut, Analphabetismus, Gewalt und Ausbeutung von Kindern." Sie appellierte an die Staatsvertreter, für die Erfüllung der humanitären Rechte jedes Kindes einzutreten und zu kämpfen. Dabei sei neben der Sorge für die lebensnotwendigen Grundbedürfnisse der Zugang zu Bildung essentiell. "Dies alles wird dank der privaten Initiative von Georgi Kalaidjiev und Maria Hauschild vorbildlich im Projekt "Musik statt Straße" verwirklicht."

Eine bewegende Rede hielt die Cello-Schülerin Stefka Nikolaeva. Als Roma-Mädchen aus einem Roma-Ghetto sei ihr Leben eigentlich vorbestimmt gewesen: Armut, Ausgrenzung aus der Mehrheitsgesellschaft, keine Bildung, kein Recht auf Selbstbestimmung, Kinderehe und frühe Mutterschaft. Sie sei unendlich glücklich und dankbar, dass Musik statt Straße ihr, und vielen hundert weiteren Mädchen und Jungen, einen Ausweg gezeigt und ermöglicht hat. Dank des Projekts ist sie heute eine selbstbewusste junge Frau mit guter Schulbildung, die ein Studium begonnen hat. Darüber hinaus ist sie seit diesem Jahr Teil des Organisationsteams von "Musik statt Straße" und möchte dazu beitragen, dass weiterhin viele Kinder aus dem Ghetto Nadeshda in Sliven/ Bulgarien, in dem sie lebt, diese lebensverändernde Chance ergreifen können.

Viele der anwesenden Staatsvertreter zeigten sich beeindruckt von der Initiative und suchten das direkte Gespräch mit den Projektverantwortlichen. Botschafter aus Zentralasien, Malta und Nordindien möchten das Kinder- und Jugendorchester einladen, um „Musik statt Straße“ auch in ihren Ländern zu präsentieren.

Für das gesamte Team war die Teilnahme an der UN-Versammlung ein einmaliges und großartiges Erlebnis, das die Bedeutung und den Erfolg ihres Engagements unterstrichen hat.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: Musik statt Straße

Quelle: Musik statt Straße - Georgi Kalaidjiev

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