Liebknecht. Ein Auszug Das ist eine Veranstaltung im Wilhelm-Liebknecht-Jahr. Die Veranstaltung dauert 5 Tage.
- Vom 16. Juni bis zum 20. Juni 2026.
Das ist von einem Dienstag bis zu einem Samstag.
Das ist auf dem Kirchenplatz in Gießen. - Von Dienstag bis Freitag ist es von 10:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends.
Am Samstag ist es von 10:00 Uhr morgens bis 15:00 Uhr nachmittags.
Im August 1846 haben Studenten in Gießen protestiert.
Wilhelm Liebknecht war ein junger Student.
Er hat bei den Protesten mitgemacht.
Die Studenten haben damals einen Streik gemacht.
Das Wort Streik gab es damals noch nicht.
Eine Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen hat eine Performance gemacht.
Die Gruppe heißt: gärtnerpflichten.
Die Performance ist wie ein Theater-Stück.
Die Performance ist über die Proteste von den Studenten in Gießen.
Bei der Performance kann man mitmachen.
Die Performance ist vom 16. bis zum 20. Juni auf dem Kirchenplatz in Gießen.
Die Künstler und Künstlerinnen sagen:
Heute gibt es auch viele Probleme in der Politik.
Deshalb soll man sich an Wilhelm Liebknecht erinnern.
Man soll sich fragen:
Was können wir heute so machen wie Wilhelm Liebknecht?
Im Jahr 2023 wäre Wilhelm Liebknecht 200 Jahre alt geworden.
Deshalb heißt das Jahr: Liebknecht200
Im Jahr 1846 sind die Studenten aus Gießen nach Staufenberg gegangen.
Sie wollten damit gegen die Regierung protestieren.
Die Künstler und Künstlerinnen fragen:
Wofür würden wir heute kämpfen?
Was ist uns wichtig?
Warum würden wir weggehen?
gärtnerpflichten erklärt
Wilhelm Liebknecht war ein streitbarer Geist.
Das heißt:
Er hat oft mit anderen Menschen gestritten.
Wilhelm Liebknecht hat seine Meinung immer gesagt.
Und er hat seine Meinung nicht geändert.
Wilhelm Liebknecht hatte keine Angst vor Streit.
Das deutsche Kaiser-Reich war neu.
In dieser Zeit war Wilhelm Liebknecht ein Radikal-Demokrat.
Das heißt:
Er wollte die Politik ändern.
Er war gegen den Reichs-Kanzler Bismarck.
Und er war gegen die Leitung von der Universität in Gießen.
Damals gab es viel Militarismus.
Das heißt:
Die Menschen haben viel Krieg gemacht.
Und es gab viel Ungleichheit und Unterdrückung.
Das heißt:
Manche Menschen hatten mehr Rechte als andere Menschen.
Aber er wollte Demokratie und soziale Gerechtigkeit.
Und er wollte Frieden.
Liebknecht hat eine Partei mitgegründet.
Die Partei gibt es noch heute.
In dem Namen von der Partei steht das Wort sozial.
Liebknecht hat mit 20 Jahren einen Protest organisiert.
Der Protest war von den Studenten von der Universität in Gießen.
Die Studenten sind aus der Stadt Gießen weggegangen.
Sie sind nach Staufenberg gegangen.
Warum haben die Studenten das gemacht?
Ein Student wurde sehr schlecht behandelt.
Das hat die Regierung gemacht.
Die Studenten haben ihre Sachen gepackt und sind weggegangen.
Das war ein politischer Streik.
Das heißt:
Die Studenten haben nicht mehr studiert.
Sie haben damit gegen die Regierung protestiert.
Damals war es schon so:
Wenn die Studenten weggehen, dann ist es still in der Stadt.
Es gibt dann keine Vorlesungen mehr an der Universität.
Und es gibt auch keine Gäste mehr in den Kneipen.
Der Protest von den Studenten hat 4 Tage gedauert.
Der Protest war in den Nachrichten auf der ganzen Welt.
Die Bürger und Bürgerinnen von Gießen waren froh über die Rückkehr von den Studenten.
Die Politik ändert sich gerade.
Deshalb soll man an Wilhelm Liebknecht denken.
Wilhelm Liebknecht soll kein Denkmal sein.
Man soll von ihm lernen.
Dieses Jahr ist das Jubiläums-Jahr Liebknecht200.
Das heißt:
Wilhelm Liebknecht wäre dieses Jahr 200 Jahre alt geworden.
Deshalb erinnern wir uns an eine Aktion von den Studierenden aus Gießen.
Wir fragen:
Wofür würden wir heute zusammen kämpfen?
Was glauben wir?
Was bringt uns dazu?
Warum würden wir unsere Sachen packen und weggehen?
Wir wollen es wissen.
Und wir rufen zum gemeinsamen Auszug auf.
Der Auszug dauert 4 Tage.
Dabei legen wir die Basis für die Protest-Zukunft von Gießen.
Wir machen das mit Energie und Humor.
Und wir machen das zusammen.
Studierende!
Menschen aus Gießen!
Macht mit!
Wir sind in der Nähe von Liebknechts Geburts-Haus bereit.
Ob Sie studiert haben oder nicht.
Ob Sie arm oder reich sind.
Ob Sie alt oder jung sind.
Alle treffen sich am Kirchenplatz.
Machst du mit?
Wir gehen weg!
* Es gibt das Wort: avant la lettre.
Das Wort ist Französisch.
Das heißt: vor dem Buchstaben.
Manchmal gibt es etwas schon sehr lange.
Aber es gibt noch kein Wort dafür.
Dann kann man avant la lettre sagen.
www.gaertnerpflichten.org , info@gaertnerpflichten.org
Was passierte 1846 in Gießen?
Ein Polizist hat einem Studenten ins Gesicht geschlagen.
Der Polizist hat einen Säbel benutzt.
Ein Säbel ist ein Schwert.
Deshalb haben die Studenten in Gießen protestiert.
Das war Anfang August 1846.
Wilhelm Liebknecht war auch dabei.
Er war 20 Jahre alt.
Die Stadt hat dann gesagt:
- Die Menschen dürfen sich nicht mehr treffen.
- Die Menschen dürfen nicht mehr rausgehen.
Die Stadt hat auch Soldaten aus Butzbach geholt.
Die Soldaten sollten aufpassen:
Halten sich die Menschen an die Regeln?
Dann sind 400 Studenten zur Burgruine Staufenberg gegangen.
Eine Burgruine ist eine kaputte Burg.
Die Burgruine Staufenberg ist in der Nähe von Gießen.
Die Studenten sind in das Dorf neben der Burgruine gegangen.
Wilhelm Liebknecht und ein anderer Student sind zurück nach Gießen gegangen.
Sie wollten mit dem Universitäts-Senat reden.
Der Universitäts-Senat ist eine Gruppe von Menschen an der Universität.
Wilhelm Liebknecht und der andere Student wollten:
Das Militär soll aus Gießen weggehen.
Das war sehr gefährlich für Wilhelm Liebknecht und den anderen Studenten.
Sie konnten dafür ins Gefängnis kommen.
Wilhelm Liebknecht hat vor dem Universitäts-Senat seine erste Rede gehalten.
Der Universitäts-Senat wollte nichts machen.
Aber die anderen Menschen in Gießen wollten:
Die Studenten sollen zurückkommen.
Denn die Studenten haben viel Geld in Gießen ausgegeben.
Deshalb ist das Militär aus Gießen weggegangen.
Und die Studenten durften wieder nach Gießen zurückkommen.
Am 9. August 1846 sind die Studenten wieder nach Gießen gekommen.
Sie hatten Fahnen dabei.
Viele Menschen waren froh darüber:
- Bier-Wirte
- Speise-Wirte
- Metzger
- Schuster
- Schneider
- Kauf-Leute
- Vermieter von Wohnungen für Studenten.
Wilhelm Liebknecht durfte nicht mehr an der Universität bleiben.
Er musste gehen.
Das war so ähnlich wie ein Verweis.
Aber es war kein richtiger Verweis.
Wilhelm Liebknecht ist dann nach Marburg gegangen.
Dort hat er weiter studiert.
[Source: Wolfgang Schröder, Wilhelm Liebknecht, Soldier of the Revolution, Party Leader, Member of Parliament, Karl Dietz Verlag Berlin 2013, * Quote:
Schröder, page 34]
Das Projekt »Liebknecht.
Ein Auszug« bekommt Geld von verschiedenen Vereinen.
Die Vereine sind:
- Stiftung Orte der deutschen Demokratie-Geschichte
- Sparkassen Kultur-Stiftung Hessen-Thüringen
- Gemeinnützige Stiftung Sparkasse Gießen.
Die Stiftung Orte der deutschen Demokratie-Geschichte gibt das meiste Geld.
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