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Regenwasser

Regenwasser ist zu wertvoll, um es aus Baugebieten in Kanälen abzuleiten. Durch die Verwendung von Dachflächenwasser in Regenwassernutzungsanlagen oder die Versickerung im natürlichen Untergrund wird die Ressource Wasser geschont.

Regenwassernutzung


Hier können Sie sich über die technischen Standards von Regenwassernutzungsanlagen informieren. Der Bau erfordert eine sorgfältige Planung. Dies erspart u. U. enorme Folgekosten. Sie erhalten Empfehlungen zu Speichergrößen und Auskunft über Gebühren und indirekte Fördermöglichkeiten. Auch telefonisch erhalten Sie Auskunft zum kostengünstigen Bau und zur bedarfsgerechten Planung.
 
Rechtsgrundlagen:
Nach § 37 Abs. 4 des Hessischen Wassergesetzes vom 14.12.2010 soll Niederschlagswasser von demjenigen, bei dem es anfällt, verwertet werden, wenn wasserwirtschaftliche und gesundheitliche Belange nicht entgegenstehen.
Nach § 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vom 31.07.2009 soll Niederschlagswasser in geeigneten Fällen ortsnah versickert werden.
§ 3 Abs. 3 der Abwassersatzung der Stadt Gießen sieht vor, dass Neiderschlagswasser zu verwerten bzw. zu versickern ist.

Fertiggestellte Anlagen sind beim Gesundheitsamt anzumelden:

Anmeldeformular beim Landkreis Gießen, siehe rechte Spalte unter "Formulare & Downloads" /  "Regenwasseranlagen"

Bei Bauanträgen erforderlich:

Links:

www.platzregen.info
www.fbr.de

 

Regenwasserversickerung

Wasserkreislauf
Wasserkreislauf

Das Regenwasser fließt in bebauten Gebieten von Dächern, befestigten Hofflächen und Straßen zumeist in das öffentliche Kanalnetz. Abhängig davon, ob es sich dabei um eine Misch- oder Trennkanalisation handelt, wird es über die Kläranlagen oder direkt in die Oberflächengewässer geleitet. In beiden Fällen steht es dem Grundwasser nicht mehr zur Verfügung, vielmehr führt die direkte Ableitung des Niederschlagswassers zu einer Überlastung der Kanalsysteme und im schlimmsten Fall zu einer Verschärfung der Hochwasserspitzen in Flüssen und Bächen.

Da täglich im Stadtgebiet durch Neu- und Umbaumaßnahmen zusätzliche Flächen versiegelt werden, ist es notwendig, bereits im Vorfeld der Baumaßnahmen nach Alternativen für die Verwertung des Niederschlagswassers zu suchen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Regenwasserversickerung sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gesichtspunkten eine sinnvolle Möglichkeit, das Niederschlagswasser auf dem Grundstück dem Grundwasser wieder zuzuführen.

Aus rund 7600 Bohrprofilen und 1800 Grundwasserstandsmessungen wurden die Untergrunddurchlässigkeiten und die Grundwasserflurabstände an den jeweiligen Aufschlusspunkten abgeschätzt und daraus eine digitale Karte mit Versickerungsmöglichkeiten im Stadtgebiet von Gießen entwickelt. Bisher wurden in Gießen 150 Versickerungsanlagen in Betrieb genommen, die - bei einer mittleren angeschlossenen Fläche von jeweils 150 m² - Niederschlagswasser von einem über zwei Hektar großen Gebiet dem Grundwasser wieder zuführen.

Zusätzliche Informationen zum Untergrundaufbau, den Grundwasserverhältnissen und zum Bau von Versickerungsanlage sind in einer Versickerungsstudie zusammengefasst, die 2015 vollständig überarbeitet wurde und jetzt zum Download bereit steht. Darüber hinaus können Detailinformationen zu einzelnen Grundstücken im Stadtgebiet beim Umweltamt direkt erfragt werden. 

Versickerungsstudie 2015 (PDF, 3,2 MB)
Grundwassergleichenplan 2015 (PDF, 2 MB)
Flurabstandskarte 2015 (PDF, 2,2 MB)
Versickerungsmöglichkeiten 2015 (PDF, 1,1 MB)
Vereinfachte Geologische Karte von Gießen (PDF, 0,9 MB)
Faltblatt Versickerungsmöglichkeiten in Gießen (PDF, 1,6 MB)

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