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10.06.2021

Stadt Gießen unterzeichnet Resolution zum Thema Nachhaltigkeit

„Die Universitätsstadt Gießen begrüßt die von den Vereinten Nationen (VN) am 27.9.2015 verabschiedete 2030-Agenda und die darin enthaltenen Entwicklungsziele, die „Sustainable Development Goals“ (SDG), die sich an die Mitgliedsstaaten der VN richten, und insbesondere durch eine kommunale Beteiligung und Verantwortung mit Leben gefüllt werden sollten.“ So beginnt die Resolution des Deutschen Städtetags zur Agenda 2030, bei der es darum geht, Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene zu gestalten. Diese Resolution hat Oberbürgermeistern Dietlind Grabe-Bolz in Gegenwart von Stadträtin Astrid Eibelshäuser nach einem im März getroffenen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nun mit ihrer Unterschrift für die Stadt Gießen bestätigt. Der Beschluss zur Unterstützung der Resolution ist eine konsequente Fortführung bereits früher getroffener Entscheidungen im Sinne der Agenda 2030. Dazu gehören etwa das Verbot der Verwendung von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit und der Beschluss zu fairer und nachhaltiger Beschaffung durch die Stadtverwaltung.

 „In aller Welt sind Kommunen für weniger Ungleichheiten sowie bei globalen Umweltherausforderungen aktiv, daher haben sie für die Umsetzung der in der Agenda 2030 formulierten Ziele eine besondere Bedeutung. Der globale Norden und Süden haben eine gemeinsame Verantwortung für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt und dieser möchten wir in unserer Stadt nachkommen“, so die Oberbürgermeisterin. Dabei kann sie auf zahlreiche Aktivitäten von Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft blicken, die sich im Bereich kommunaler Entwicklungszusammenarbeit engagieren. So ist Gießen seit 2011 Fairtrade Town und unterhält seit fast 35 Jahren eine lebendige Partnerschaft im globalen Süden mit San Juan del Sur in Nicaragua. Im Jahr 2019 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden und damit eine globale Menschheitsfrage aufgegriffen. Besonders wichtig ist für die Stadt auch der direkte Kontakt zwischen Nord und Süd: „Aktuell befinden sich Jugendliche unserer Stadt im Rahmen eines kommunalen Projektes im Austausch mit Jugendlichen aus Namibia, Ecuador und Nicaragua und sprechen dabei über die 17 Nachhaltigkeitsziele und ihre eigenen Lebensrealitäten. Fremde Länder erhalten so Gesichter und internationale Gespräche machen die globalen Themen auch lokal greifbarer“, so Astrid Eibelshäuser als zuständige Dezernentin. Mit der Unterzeichnung der Erklärung sichert die Stadtverordnetenversammlung zu, dass die bereits bestehenden Maßnahmen und Strategien zur Erreichung der in der Agenda 2030 formulierten Ziele in Gießen weiter gefördert und neue passende Vorhaben in den Blick genommen werden.

 

Zum Thema:

Fairer Handel: Fairtrade-Stadt Gießen

Kommunale Entwicklungspolitik

Städtepartnerschaften

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