Unser kurzes Leben
DEFA-Filmreihe zur deutsch-deutschen Teilung, Abschluss
30.09.2026
20:15 bis 22:15 Uhr
Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34, 35390 Gießen
5,00 €
Nach ihrer Scheidung entschließt sich die Architektin Franziska Linkerhand, für ein Jahr aus Berlin in eine Provinzstadt zu gehen – auch um sich von ihrem Professor, mit dem sie bisher zusammen arbeitete, freizumachen. Franziska ist eine Maximalistin, und rigoros vertritt sie ihren Anspruch, Ideal und Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen. In der Stadt N. kommt sie in ein Kollektiv, dessen Chef Schafheutlin vor den Zwängen der Praxis bereits kapituliert hat. Auseinandersetzungen sind zwangsläug. In dem Kipperfahrer Trojanovicz lernt sie einen neuen Mann kennen und lieben. Aber wie im Beruf geht sie auch im Privatleben keine Kompromisse ein. Und so scheitert diese Beziehung an der bequemen, kompromissbereiten Lebenseinstellung von Trojanovicz. Die Zusammenarbeit mit Schafheutlin indes entwickelt sich positiv. Durch ihr Engagement löst er sich aus seiner Erstarrung, während Franziska von seinem Realitätssinn protiert. Sie entschließt sich, in N. zu bleiben.
Der Film basiert auf einem Roman von Brigitte Reimann und verknüpft alltägliche Probleme mit Fragen existenzieller Natur. Regie führte Lothar Warneke, dessen Büchner-Film "Addio, piccola mia" 2021 in der "Filmreihe" zu sehen war.