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Tag der offenen Tür in der Thermischen Reststoffbehandlungs- und Energieverwertungsanlagen II

Die Stadtwerke Gießen laden zum Tag der offenen Tür in eine ihrer Thermischen Reststoffbehandlungs- und Energieverwertungsanlagen ein

Datum:

30.08.2026

Uhrzeit:

11:00 bis 17:00 Uhr

Ort:

TREA II, Leihgesterner Weg 113, 35392 Gießen

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Wie entsteht aus Abfall eigentlich Wärme? Genau das können Besucherinnen und Besucher live erleben. Denn die Stadtwerke Gießen (SWG) öffnen die Thermische Reststoffbehandlungs- und Energieverwertungsanlage II, kurz TREA II, für Interessierte. Seit Dezember 2022 produziert die Anlage im Leihgesterner Weg Strom und Wärme aus aufbereiteten Abfällen. Im Rahmen von spannenden Führungen durch die Anlage erklären SWG-Experten, wie die Prozesse genau ablaufen, was an welchen Stellen passiert und welche Schritte nötig sind. Dabei erläutern sie alle wichtigen Details und beantworten selbstverständlich auch Fragen. Darüber hinaus erwartet die Besucherinnen und Besucher der SWG-Stand mit unterhaltsamen Spielen. Und nicht zuletzt sorgen die SWG für Speisen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen.

Cleveres Zusammenspiel

Die TREA II funktioniert nach einem ausgeklügelten System: Wie ihre Schwesteranlage TREA I produziert sie vornehmlich Wärme, die in Form von heißem Wasser über das Fernwärmenetz der SWG in die Haushalte gelangt. Mit dem Unterschied, dass die TREA II zusätzlich Strom erzeugt, indem sie mit dem bei der Verbrennung entstehenden Dampf eine Dampfturbine antreibt. Zwei Blockheizkraftwerke, kurz BHKW, produzieren außerdem Strom und Wärme. Dieses Zusammenspiel macht die TREA II besonders effizient.

Als Brennstoff für den Heizkessel kommt aufbereiteter Abfall aus Gewerbebetrieben zum Einsatz. Aufbereitet heißt hier: So vorsortiert, dass nur die besonders energiereichen, gut brennbaren Bestandteile des Mülls in den Ofen geraten. Experten sprechen deshalb auch von hochkalorischem Abfall. Daraus ergibt sich noch ein klarer Vorteil:

„Der Brennstoff für die Heizanlage kommt aus der Region, muss also nicht aufwändig über lange Transportwege nach Gießen gebracht werden. Das verbessert die Umweltbilanz zusätzlich“, erklärt der Experte.

Die TREA II leistet einen wichtigen Beitrag für die Energiewende in Gießen. Im Jahr verwandelt sie bis zu 28.000 Tonnen Abfall, der etwa zur Hälfte aus Holz, Pappe, Papier oder Zellstoff besteht in nutzbare Fernwärme. Insgesamt entstehen in der Anlage 60.000 Megawattstunden Wärme und etwa 35.000 Megawattstunden Strom. Das genügt, um pro Jahr rund 8.100 Wohnungen mit Wärme und knapp 16.000 Durchschnittshaushalte mit Strom zu versorgen.

Einfach vorbeikommen

Wer sich über die Funktionsweise der TREA II und über das Thema Fernwärme informieren möchte, kann einfach beim Tag der offenen Tür vorbeischauen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. In unmittelbarer Nähe, auf dem Gelände der Justus-Liebig-Universität, stehen ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Führungen starten nach Bedarf alle 30 bis 40 Minuten.

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