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35 Jahre Unabhängigkeit der Ukraine in Fotografien

Ausstellung im Gießener Rathaus

Beginn:

Datum: 07.09.2026  

Ende:

Datum: 02.10.2026  

Ort:

Atrium des Rathauses, Berliner Platz 1

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Am 7. September um 18:00 Uhr wird im Gießener Rathaus die Ausstellung „UKRAINE. 35 JAHRE UNABHÄNGIGKEIT. WAS IST FREIHEIT IN EUROPA WERT?“ eröffnet.

Sie zeichnet 35 Jahre moderner ukrainischer Unabhängigkeit nach – vom Referendum 1991 bis zum russischen Angriffskrieg – und zeigt, wie eng der ukrainische Weg zu Freiheit und Demokratie zunehmend mit Fragen der Sicherheit ganz Europas verbunden ist.

Ausgangspunkt ist das Jahr 1991, in dem die Ukraine ihre Unabhängigkeit wiedererlangte. Grundlage der Ausstellung sind dokumentarische Fotografien aus den Archiven der ukrainischen Nachrichtenagenturen UNIAN und Ukrinform. Sie erzählen vom Weg eines Staates und einer Gesellschaft: vom Aufbau neuer Institutionen über demokratische Revolutionen, internationale Vereinbarungen und politische Kompromisse bis hin zum wachsenden Druck Russlands, der Annexion der Krim, dem Krieg im Donbas und schließlich der groß angelegten Invasion. Die Ausstellung ist in vier große Zeitabschnitte gegliedert. Zu den Themen gehören das Referendum von 1991 und das Budapester Memorandum, die demokratischen Revolutionen, der Konflikt um die Insel Tusla, die Annexion der Krim, der Abschuss des Flugzeugs der Malaysia Airline, Flug MH17, die Minsker Vereinbarungen und Nord Stream.

Ein eigener Teil widmet sich der Ukraine seit dem 24. Februar 2022: dem Widerstand in Kyjiw, den Verbrechen der russischen Besatzung, der internationalen militärischen Unterstützung, dem Alltag im Krieg, ukrainischen Geflüchteten in Europa, dem Unterricht von Kindern in Schutzräumen und ukrainischen Verteidigungstechnologien. Zu den persönlichen Geschichten gehört auch die deutsche Freiwillige und Combat Medic Diana Savita Wagner, die bei ihrem Einsatz für die Ukraine ums Leben kam.

Die Ausstellung zeigt die Ukraine als eine Gesellschaft, die eigene Entscheidungen trifft, protestiert, sich selbst organisiert, einander hilft, neue Verbindungen zu Europa schafft und auch unter Kriegsbedingungen weiterlebt. Neben politischen Ereignissen zeigen die Fotografien Freiwillige, Zivilistinnen und Zivilisten, Kinder, Sportlerinnen und Sportler sowie Szenen des Alltags. Eine der zentralen Linien der Ausstellung ist die Verbindung zwischen der Ukraine und Europa. Sie reicht von internationalen Sicherheitsgarantien, Energiekonflikten und Entscheidungen der NATO bis zur Aufnahme von Ukrainerinnen und Ukrainern nach 2022 und zur militärischen Unterstützung. Was jahrzehntelang als eine Frage der ukrainischen Unabhängigkeit erscheinen konnte, ist immer deutlicher zu einer Frage der europäischen Sicherheit geworden.

Daraus ergibt sich die Frage, die im Titel der Ausstellung steht: „Was ist Freiheit in Europa wert?“ Die Ausstellung gibt darauf keine fertige Antwort. Sie lädt dazu ein, 35 Jahre ukrainischer Geschichte als einen Prozess zu betrachten, in dem Freiheit, Unabhängigkeit und das Recht einer Gesellschaft, ihre Zukunft selbst zu bestimmen, immer wieder Entscheidung und Verteidigung erfordert. In Gießen hat diese Geschichte heute eine sehr konkrete Dimension. Seit 2022 ist hier eine aktive ukrainische Gemeinschaft entstanden, und die Ukraine ist zu einem sichtbaren Teil des städtischen Lebens geworden.

Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, den breiteren historischen Kontext dieser Präsenz zu verstehen. Zur Eröffnung spricht der Oberbürgermeister der Stadt Gießen, Herr Frank-Tilo Becher. Darüber hinaus sind kurze Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern der ukrainischen Gemeinschaft, des Ausländerbeirats sowie weiteren eingeladenen Gästen vorgesehen.

Eröffnung: 7. September 2026, 18:00 Uhr Atrium des Rathauses Gießen
Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober 2026 zu sehen.

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