Erleben

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Leib'sches Haus

Das Leib’sche Haus zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern in Hessen. Es wurde 1350 erbaut, ist im Krieg zu großen Teilen zerstört worden und wurde mit den Originalbalken wieder rekonstruiert. Seit 1978 beherbergt es die Abteilung für Stadtgeschichte und Volkskunde.

Sammlung zur Stadtgeschichte und Volkskunde

Die Exponate gewähren Einblicke in die Volkskunde, das Kunsthandwerk und die ländliche Lebensweise in der Umgebung. Ausgestellt sind unter anderem Brettstühlen, Finkentruhen aus dem 18. Jahrhundert, Ernteflaschen und Trachten. Das bürgerliche Leben wird durch Möbelensembles aus der Zeit des Barock, des Biedermeier, der Gründerzeit und des Jugendstil veranschaulicht. Darstellungen zur Gießener Industrie- und Handwerksgeschichte beschließen den Rundgang im Dachgeschoss. Repräsentativ für die Geschichte Gießens als Industriestandort stehen hier Objekte der „Erste Gießener Dampfziegelei und Thonwarenfabrik“ (1891), später „Wilh. Gail’sche Tonwerke A.G.“. Vor allem für seine international vertriebenen Kacheln aus Gießener Tonerde erlangte der Traditionsbetrieb weltweiten Ruhm. Auch heute noch finden sie sich in zahlreichen U-Bahn-Stationen, olympischen Schwimmbecken sowie berühmten Gebäuden, vor allem aber prägen sie das Gießener Stadtbild.

Ebenso hat das Bierbrauen in Gießen lange Tradition. Neben dem klösterlichen Bierbrauen in der Umgebung (Schiffenberg), dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert. zurückreicht, entwickelten sich zeitnah kommunale Brauhäuser in der Stadt. Seit 1899 bestand dann die industriell betriebene Brauerei der Familie Denninghoff in Gießen, die sogar den Ersten und Zweiten Weltkrieg überdauerte. Zahlreiche Sammlungsstücke im Leib’schen Haus beschäftigen sich mit diesem Teil Gießener Stadtgeschichte und verweisen auf diesen Industriezweig, der die Stadt und ihre Umgebung prägte.

Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein Stadtmodell, das die Gießener Innenstadt vor der Zerstörung durch die Bomben am 6. Dezember 1944 zeigt. Aktuell ist dort auch ein beeindruckendes Modell im Maßstab 1:100 der zerstörten Stadtkirche zu sehen.

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