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17.10.2022

"Erinnern, mahnen, wachsam sein." Veranstaltungsreihe rund um den 9. November

Die der DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen bietet in Kooperation mit dem Jugend- und Kulturzentrum Jokus die Veranstaltungsreihe rund um den 9. November „Erinnern, mahnen, wachsam sein“ an. Sie ist kostenlos, allerdings teilweise eine Anmeldung notwendig.

Die Erinnerungen an die gewalttätigen Ausschreitungen gegenüber jüdischen Mitbürger*innen am 9. November 1938 müssen wachgehalten werden. Die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen deutschen Bevölkerung erreicht in der Reichspogromnacht eine neue Dimension. Die Gräuel des Nationalsozialismus an der jüdischen Bevölkerung, an Sinti, Roma und anders Denkenden fordern von den nachfolgenden Generationen eine besondere Verantwortung. Es geht darum „nicht zu vergessen“, an die Menschen zu erinnern und konkret, dazu beizutragen, dass sich derartiges nicht wiederholt. Die Veranstaltungsreihe rund um den 9. November will mit den folgenden Angeboten an die Opfer erinnern und aufzeigen wie und wo sich nationalsozialistisches Gedankengut bis heute hält sowie Kompetenzen vermitteln, antisemitischem und diskriminierendem Verhalten entgegen zu treten.

Freitag, 11.11.2022, 19:00 Uhr
Dokumentarfilm aus dem Jahr 2022 „Nestwärme – mein Opa, der Nationalsozialismus und ich“ von dem Regisseur Eric Esser

Ein vererbter Familienschatz mit Fotos und Filmaufnahmen zeigt den Großvater des Regisseurs in den 1940er Jahren, in einem der Filmausschnitte am Jackenaufschlag ein Hakenkreuz. Wie verändert sich der Blick auf einen geliebten Menschen durch das Symbol, das für millionenfaches Morden steht? Ein Ringen um die Erinnerung – und eine Recherche, die in der Familie zunehmend für Verstimmung sorgt. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis 2022)

Sonntag, 13.11.2022, 14:00 – 15:30 Uhr
Stadtgang: Historische Alltagsspuren von Jüdinnen und Juden in Gießen mit dem Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation e. V.
Die Führung zeigt das historische Leben von Juden und Jüdinnen in Gießen. Nachdem zu Beginn kurz das „Wallpförter Quartier“ und die damals dort befindliche Synagoge in der Zozelsgasse beleuchtet wird, werden im Anschluss einzelne ehemalige Geschäfte von Juden und Jüdinnen und die Lebensgeschichten ihrer Besitzer schlaglichtartig betrachtet. Dies führt über die Marktstraße, die Neustadt und die Bahnhofsstraße – im Fokus stehen dabei das auslaufende 19. Jahrhundert und der Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre.
Hier ist eine Anmeldung über www.jbw@giessen.de unbedingt notwendig.

Donnerstag,17.11.2022, 19:00 Uhr
Lesung „Der Papierene Freund – Holocaust-Tagebücher jüdischer Kinder und Jugendlicher“
Anschließend: Gespräch mit dem Herausgeber und Prof. Dr. Sascha Feuchert (Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU Gießen).

Veranstaltungsort: Ostanlage 25a
Weitere Fragen können an die DEXT-Fachstelle der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen, Telefon 0641 306 2471 oder per E-Mail an dext@giessen.de gerichtet werden.

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