Ich möchte zurückgehen in der Zeit
Lesung und Gespräch mit Judith Hermann
13.10.2026
19:00 bis 20:30 Uhr
Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal)
12,00 €
erm. 8 €; für LZG-Mitglieder 4 €
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Judith Hermann folgt in "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs im polnischen Radom stationiert war. Dabei wird deutlich, welche Leerstelle der Großvater in der Familienerinnerung hinterlässt. Hermann begibt sich auf eine Reise nach Polen, weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht den Fragen von Erinnerung und Vergessen nach. Dabei verbindet sie ihr Schreiben mit seiner lang verschwiegenen Geschichte und protokolliert die fehlgeschlagene familiäre Aufarbeitung.
Magisch und magnetisch erzählt die Autorin von Leerstellen in unserer Gesellschaft und der Fragilität des eigenen Lebens und Denkens. »Hermann zeigt ohne Gnade, wie Erinnerungskultur bis heute scheitert. Diese Geschichte könnte auch in tausend anderen deutschen Familien spielen.«
(Augsburger Allgemeine)
*Judith Hermann (1970 in West-Berlin) debütierte 1998 mit "Sommerhaus, später". 2014 veröffentlichte die Autorin mit "Aller Liebe Anfang" ihren ersten Roman. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Kleist-Preis und der Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien ihr Roman Daheim, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kempowski Gesellschaft e. V., der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus Liebig-Universität Gießen, dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Kulturamt der Stadt Gießen im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2 Kultur statt.
Der Eintritt kostet 12 €; ermäßigt 8 €; Mitglieder des LZG und der Kempowski Gesellschaft zahlen 4 €.
Die Moderation übernimmt Falko Hennig von der Kempowski Gesellschaft. Der Zugang ist rollstuhlgerecht.