Feuerwerkskörper
Tanzstück von Raimonda Gudavičiūtė - Uraufführung
25.05.2026
16:00 Uhr
Kleines Haus
Stadttheater Gießen
Ostanlage 43
35390 Gießen
0641 7957-0
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Manchmal ist Gewitter im Kopf und im Körper. Ein spannender Ausgangspunkt für eine tänzerische Auseinandersetzung mit den Dingen, die in Kopf und Körper passieren, wenn Gefühle Achterbahn fahren oder Geistesblitze uns kreativ werden lassen. Die litauische Choreografin Raimonda Gudavičiūtė entwickelt dafür gemeinsam mit drei Tänzer*innen des Gießener Ensembles einen Blick auf die Eigenschaften und Fähigkeiten des Gehirns, speziell in der Pubertät. Das Stück richtet sich an alle Altersgruppen, wird aber besonders empfohlen für junge Menschen zwischen 10 und 13 Jahren.
„Das Gehirn ist eine Wundermaschine, die in dieser Phase der Entwicklung zeigt, was sie alles kann.“ sagt die Choreografin von „Feuerwerkskörper“ Raimonda Gudavičiūtė. Das Gehirn entwickelt sich ein Leben lang. Besonders in der Phase junger Menschen zwischen 10 und 14 Jahren wird diese Entwicklung oft als anstrengend und herausfordernd empfunden. Dabei werden gerade jetzt Interessen geschärft, eine große Neugierde für die Umwelt existiert und diese besondere Wahrnehmung sollte gefördert werden.
Raimonda Gudavičiūtė hat gemeinsam mit den Ensemblemitgliedern Pin-Chen Hsu, Alexandre Nodari, Sam Yuen und der Einspringerin Maja Mirek eine Bewegungssprache gefunden, die mitreißend und energetisch ist, und Lust macht auf Bewegung. Im Setting von Bühnen- und Kostümbildnerin Medilė Šiaulytytė rutscht das Publikum auf Sitzkissen ganz nah ran an die Performenden. Diese bewegen sich auf der Tanzfläche in der Form eines Kopfes. Mit bunten Seilen, inspiriert von den komplexen neuronalen Netzwerken im Gehirn, erschaffen die Tänzer*innen einen Spielplatz voller Verbindungen untereinander und mit dem Publikum. Es ist eine Feier der Wandelbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft des Gehirns, aber auch der Einzigartigkeit jedes Menschen. Die Tanzenden werden sprichwörtlich zu Feuerwerkskörpern, die Gefühl, Fantasie und Bewegung vereinen und zum Leuchten bringen.
Die Musik von Valerio Camporini Faggioni wurde eigens für „Feuerwerkskörper“ komponiert und erinnert mit ihren elektronischen Beats und Sounds an die Welt von Schaltkreisen und Videospielen.
Alle Termine
Sa. 23.5.2026 - Premiere
16:00 Uhr - Im Anschluss öffentliche Premierenfeier
Mo. 25.5.2026
16:00 Uhr
Di. 23.6.2026
11:00 Uhr
Mi. 24.6.2026 - Zum letzten Mal in dieser Spielzeit
11:00 Uhr
Raimonda Gudavičiūtė, geboren in Litauen, begann im Alter von 9 Jahren mit dem Tanzunterricht. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Schauspiel an der Litauischen Akademie für Musik und Theater in ihrer Heimatstadt Vilnius und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Lyon. Sie absolvierte darüber hinaus den Masterstudiengang in zeitgenössischem Tanz an der Theaterakademie in Helsinki.
Seit 2011 lebt sie in Frankfurt am Main und kreiert eigene Arbeiten als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. 2020 entstand ihr Tanzstück „M(other)“ mit ihrem Sohn Elias nach dem zuvor von ihr produzierten Tanz-Kurzfilm „M(e)&M(other)“. „M(other)“ wurde 2021 beim Tanzfestival Rhein-Main in Frankfurt uraufgeführt und vom Hessischen Staatsballett als Gastspiel am Staatstheater Darmstadt gezeigt. Es lief bisher auf verschiedenen Tanzfestivals in Finnland, der Slowakei, den Niederlanden und Litauen. Im Februar 2024 feierte das mobile Tanzstück „BAU!“ Premiere, welches in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsballett entstand und über mehrere Spielzeiten im Repertoire lief. Außerdem wirkte Raimonda zuletzt als Choreografin an den Stücken „Ronja Räubertochter“ und „Der Sandmann“ im Schauspiel Frankfurt mit.
Die Tanzpädagoginnen Laura Carolina Ahumada García und Pihla Jaala begleiten die Entwicklung des Stücks und haben in der Entstehungsphase ein Ferienprojekt mit Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren durchgeführt. Für Schulklassen gibt es außerdem im Anschluss an die Vormittagsvorstellungen einen kleinen Tanz-Workshop, der eine besondere Möglichkeit bietet, das Gesehene mit eigenen Bewegungen nachzuspüren und zu verarbeiten.
Konzept & Choreografie Raimonda Gudavičiūtė
Bühne & Kostüm Medilė Šiaulytytė
Musik Valerio Camporini Faggioni
Dramaturgie Caroline Rohmer
Tanzpädagogik und Workshops Pihla Jaala, Laura Carolina Ahumada García
Choreografische Assistenz und Probenleitung Beatrice Panero
Produktionsassistenz Julia Rilling
Von und mit Pin-Chen Hsu, Maja Mirek*, Alexandre Nodari, Sam Yuen