Stadtführung - eine Veranstaltung zum Tag der Demokratiegeschichte
Stadtführung mit Dagmar Klein mit Fokus auf Wilhelm Liebknecht
21.03.2026
16:00 bis 18:00 Uhr
Treffpunkt Kapelle Alter Friedhof, Eingang Licher Straße
Endpunkt: Kirchenplatz, Geburtshaus Wilhelm Liebknecht
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung über info@liebknecht200.de erbeten.
Im Fokus steht der 1829 in Gießen geborene Wilhelm Liebknecht, einer der Gründerväter der deutschen Sozialdemokratie. Er ist im Stadtbild an einem zentralen Ort präsent: Sein Bronzekopf steht neben denen von Georg Büchner, Ludwig Börne und Carl Vogt am Alten Schloss. Die Vierergruppe am Kanzleiberg heißt „Denkmal der politischen Innovation“.
Stadtführerin Dagmar Klein beginnt ihre rund zweistündige Führung auf dem Alten Friedhof, wo Vorfahren von Wilhelm Liebknecht begraben sind. Auf dem Weg Richtung Innenstadt thematisiert sie weitere Ereignisse und Orte aus verschiedenen Umbruchzeiten, immer verbunden mit Personen, die den demokratischen Gedanken lebten und verteidigten. So lässt sich der „Steinsgarten“ mit der Februarrevolution 1848 in Paris verknüpfen. Inspiriert von den politischen Ereignissen in Frankreich, riefen Gießener Freidenker wie Rudolph Fendt die Bevölkerung zu einer Versammlung im „Busche Garten“ (später „Steinsgarten“). Dort wurden grundlegende demokratische Forderungen wie Pressefreiheit, nachvollziehbare Gerichtsbarkeit und die Abschaffung der Kleinstaaterei formuliert und an den Großherzog in Darmstadt übermittelt. Unweit davon erinnert ein Denkmal an Turnvater Jahn, einem politischen Vordenker und Gründer der Turnerbewegung. Auch Gebäude sind aus dem demokratischen Denken und Handeln entstanden, etwa das Stadttheater und die Kongresshalle.
Die Führung endet an Wilhelm Liebknechts Geburtshaus beim Stadtkirchenturm.
Der Tag der Demokratiegeschichte ist eine Initiative der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Die Veranstaltung wird gefördert von der Stiftung Orte deutscher Demokratiegeschichte.