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Hochschulentwicklung

Der Hochschulstandort Gießen profitiert von seiner zentralen Lage, der Verankerung in der Region Mittelhessen und der Nähe zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.

Gießen ist attraktiv als Wissenschaftsstadt und zugleich die Stadt mit der höchsten Studierendendichte in Deutschland. Derzeit sind hier rund 36.000 Studierende eingeschrieben.
Mit 4.522 Beschäftigten an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und 735 Beschäftigten an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) (jeweils Stichtag September 2015) stellen sie auch einen der bedeutendsten städtischen Arbeitgeber dar. Zusammen mit der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) bilden sie die Hochschullandschaft in Gießen.

Die Integration der Campusbereiche und Institute in den Stadtkörper ist ein zentrales stadt- und hochschulplanerisches Ziel.

Die JLU gliedert sich insgesamt in 3 Campusareale:
Im Südviertel ist der Campus Lebenswissenschaften (Medizin, Veterinärmedizin, Naturwissenschaften) gemeinsam mit dem privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) platziert. In der Kernstadt befindet sich mit dem Campus Universitätszentrum der wichtigste Verknüpfungspunkt zwischen Universität und Stadt. Neben dem Universitätskarree mit dem Veranstaltungszentrum, Verwaltung und dem Neubau eines Theaterlabors befinden sich hier auch das historisch interessante Zeughausareal und der älteste universitäre Botanische Garten Deutschlands. Im Osten der Stadt liegt in verkehrsgünstiger Lage der größte zusammenhängende Campus Kultur- und Geisteswissenschaften (Philosophikum I+II, Recht und Wirtschaft, Sportwissenschaft).
Ergänzend sind noch die peripheren Areale des Oberen Hardthofes und des Strahlenzentrums zu nennen.

Die THM liegt mit ihrem Campus dagegen sehr zentral zwischen Innenstadt und der Wieseckaue. In den letzten Jahren stiegen die Studierendenzahlen stark an. Es ist davon auszugehen, dass der Trend weiter anhält und dass auch in Zukunft eine bauliche Expansion in Innenstadtnähe erfolgen wird. Um diese Entwicklung sinnvoll zu lenken, wurde der THM-Masterplan Campus Gießen erstellt.

Seit 2009 verfolgt das Land Hessen mit dem Investitionsprogramm HEUREKA (Hochschul Entwicklungs- und Umbauprogramm: RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen) das Ziel, ein moderner Hochschulstandort in Deutschland zu werden. Der Hochschulstandort Gießen wird dabei im gesamten Förderzeitraum 2020 mit rund 1 Mrd. € Investitionsvolumen gefördert (JLU, THM, Universitätsklinikum). Von 2021 bis 2026 sind weitere 110 Mio. € mit dem Nachfolgeprogramm HEUREKA II für die JLU angekündigt.

Gegenwärtig werden die größten Investitionen im Rahmen der Hochschulentwicklung im Bereich des Philosophikums I+II der JLU sichtbar. Mit dem städtebaulich-freiraumplanerischen Masterplan zum Universitätscampus Philosophikum werden die städtebaulichen und funktionalen Grundlagen für eine sich anschließende, stufenweise umzusetzende Realisierung gelegt. Erklärtes Ziel ist es, die bislang räumlich getrennten Campusareale Philosophikum I+II mit ihren bisher vollkommen konträren Erscheinungsbildern zu einem integrierten Campusbereich zusammenzuführen.

Um die Leitlinien einer baulich-räumlichen Entwicklung zu definieren, hat die JLU 2008 den Prozess der Consilium Campusentwicklung Gießen (CCG) fortgesetzt. Dabei gilt es u.a. auch die Kooperation zwischen JLU und THM in Verbindung mit der Stadt zu stärken, um weitere Synergieeffekte zu generieren. Die gemeinsame Kooperation im Bereich der Signaletik, des Flächenmanagements, der Wohnentwicklung oder bei Mobilitätsfragestellungen wird zukünftig bedeutsamer, um den Standort Gießen auch international „als Wissenschaftsstadt“ mit hoher Wohn- und Lebensqualität zu sichern.

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