Leben

Seiteninhalt

Verkehrsversuch am Anlagenring

FAQ

Voraussichtlich im Juni 2023 soll der Verkehrsversuch starten. Alle Ziele im betroffenen Gebiet bleiben weiter erreichbar, wenn sich auch teilweise die Anfahrt ändert. Wir haben hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt ... und erweitern sie bei Bedarf laufend.

Wie wird die Verkehrsführung sein?

Symbolische Darstellung der Verkehrsführung beim Verkehrsversuch am Anlagenring. Zwei zwei rote Pfleile gegen den Uhrzeigersinn auf den beiden äußeren Ringen des Kreises zeigen die Richtung der beiden Spuren außen (Kfz-Verkehr). Weiße Pfeile auf den dicken inneren Ring des Kreises zeigen in beide Richtungen und damit die Verkehrsführung der innenliegenden Fahrradspur.
Symbolische Darstellung der Verkehrsführung beim Verkehrsversuch am Anlagenring. Zwei zwei rote Pfleile gegen den Uhrzeigersinn auf den beiden äußeren Ringen des Kreises zeigen die Richtung der beiden Spuren außen (Kfz-Verkehr). Weiße Pfeile auf den dicken inneren Ring des Kreises zeigen in beide Richtungen und damit die Verkehrsführung der innenliegenden Fahrradspur.

Der Autoverkehr (rote Pfeile) wird auf den beiden äußeren Fahrspuren als Einbahnstraße gegen den Uhrzeigersinn geführt. Alle Ziele bleiben erreichbar – dies gilt auch für die Parkhäuser am Anlagenring (siehe Frage dazu weiter unten) und für die Zuwege zu den Grundstücken.

Alle Grundstücke am äußeren Ring müssen auch für Radfahrer*innen weiter anfahrbar bleiben. Deshalb haben sie die Wahl: Sie können die Fahrradstraße (weiße Pfeile) auf den inneren Fahrspuren (grün) nutzen, mit je einer Fahrspur je Fahrtrichtung, aber auch den Kfz-Ring im Mischverkehr (rote Pfeile).

Welche Fahrspuren auf dem Anlagenring können von Autos genutzt werden?

Die jeweiligen beiden äußeren Fahrspuren sind für den Autoverkehr vorgesehen. Sie führen als Einbahnstraße gegen den Uhrzeigersinn.

Müssen Fahrräder die inneren Spuren nutzen?

Nein, Radfahren bleibt auch auf den beiden äußeren Fahrspuren grundsätzlich erlaubt.

Ich wohne am Anlagenring. Bleibt mein Grundstück noch befahrbar, auch wenn es innen liegt?

Alle Anliegergrundstücke am Anlagenring bleiben mit dem Kfz erreichbar, wenn auch nicht immer in der gewohnten Weise. Auch am Innenring liegende Grundstücke und die Parkhäuser bleiben natürlich weiterhin erreichbar.

Welche Auswirkungen hat der Verkehrsversuch auf den Busverkehr?

Die Busführung bleibt unverändert. Die Busse werden – je nach Fahrtrichtung – sowohl den Einbahnstraßenverkehr der Kfz-Spur gegen als auch die innerste Fahrspur für Radfahrer*innen im Uhrzeigersinn nutzen. Sie fahren ihre bisherigen Haltestellen unverändert an. Bei der Mitnutzung der Fahrradspur beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h (= Höchstgeschwindigkeit in Fahrradstraßen und -zonen).

Eine separate Busspur wird es nicht geben. 

Wie erreichen die Radfahrer*innen gefahrlos die innere Spur?

Viele der Knotenpunkte enthalten bereits eine Ampel. Zum Teil werden aber zusätzliche Zuführungen auf den inneren Ring erforderlich (z.B. am Platz der Deutschen Einheit). Die Arbeitsamt-Ausfahrt wird im Rahmen des Verkehrsversuchs ebenfalls durch eine Ampel geregelt. Nicht alle Zufahrten können allerdings durch eine Ampel gesteuert werden (z. B. Bismarckstraße).

Werden die inneren Radspuren komplett vom Autoverkehr getrennt?

Die Fahrradstraße (innerer Ring) ist schon heute größtenteils durch einen Grünstreifen baulich von den Kfz-Spuren (äußerer Ring) abgegrenzt. Wo die bauliche Trennung bisher fehlt, wird sie durch Klemmfix ergänzt. Klemmfix sind mobile rot-weiße Absperrbarken.

Wie wird die Zu- und Abfahrt der Parkhäuser geregelt?

Innerhalb des Gießener Anlagenrings befinden sich mehrere große Parkhäuser, die natürlich weiter erreichbar bleiben müssen.

  • Die Zufahrt zum Parkhaus Neustädter Tor wird nur noch über die Rodheimer Straße (in der Fahrradstraße gleich auf die Rechtsabbiegespur) und die Nordanlage erfolgen. Bei der Abfahrt darf nur noch links in den Kfz-Ring eingebogen werden.
  • Die Zufahrt zum Parkhaus West bleibt unverändert über die Gabelsberger Straße und den inneren Ring (Fahrradstraße, aber gleich auf die Rechtsabbiegespur) oder die Westanlage direkt linksabbiegend. Die Ausfahrt wird nur noch linkseinbiegend in den Kfz-Ring möglich sein.
  • Das Karstadt-Parkhaus wird weiterhin über die Westanlage und Reichensand bzw. die Frankfurter Straße erreichbar bleiben. Die Zuführung verläuft von der Frankfurter Straße aus auf einem sehr kurzen Abschnitt auf der Fahrradstraße. Die Ausfahrt zum Kfz-Ring erfolgt linkseinbiegend über den Reichensand (oder die Bahnhofstraße).
  • Das FINA-Parkhaus in der Südanlage wird ausschließlich über den Kfz-Ring erreichbar sein. Hierfür wird eine Linksabbiegespur mit Ampel hergestellt. Aus dem Parkhaus darf nur links in den Kfz-Ring eingebogen werden. 

Ändert sich durch den Verkehrsversuch die Verkehrsführung auch in anderen Straßen?

  • Landgrafenstraße: Sie muss an der Ostanlage zur Sackgasse werden; für Rad- und Fußverkehr aber durchlässig.
  • Senckenbergstraße: Als neue Zufahrt zum Quartier wird die Fahrtrichtung der Senckenbergstraße umgedreht und von der Ostanlage eine neue Linksabbiegespur geschaffen.
  • Braugasse: Sie wird wegen der Sperrung der Landgrafenstraße für den Kfz-Durchgangsverkehr dann in beide Richtungen befahrbar sein. In der Ostanlage wird zudem eine neue Zufahrt (Linksabbiegen) über die Walltorstraße geschaffen.
  • Innenstadt (Neustadt, Bahnhofstraße): Die Fahrtrichtung wird ebenfalls gedreht. Kfz-Verkehr darf dann nur noch über Oswaldsgarten (Rodheimer Straße, Nordanlage) einfahren und über die Bahnhofstraße ausfahren.
  • Schanzenstraße: Auch hier muss die Fahrtrichtung gedreht werden. Für Kfz-Verkehr wird sie nur noch über die Gabelsberger Straße weiter in die Westanlage (in der Fahrradstraße, aber gleich auf die Rechtsabbiegespur) erreichbar sein.

Im Laufe des Verkehrsversuchs könnte die Verkehrsführung auch in weiteren angrenzenden Straßen geändert werden, sollte es zu nicht tolerierbaren Verlagerungen kommen.

Gibt es Ausnahmen für den Lieferverkehr und die Müllabfuhr?

Die Müllabfuhr und auch der Lieferverkehr dürfen die Fahrradstraße in den Abschnitten im Uhrzeigersinn befahren, wo sie für Anlieger freigegeben ist.

Was ist mit Rettungsfahrzeugen?

Sämtliche Rettungsfahrzeuge (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei) dürfen bei Bedarf alle Fahrspuren (also auch die inneren Radfahrspuren) nutzen. Da Radverkehr leichter ausweichen kann als Kfz-Verkehr, kann sich die Situation für Rettungsfahrzeuge mit der neuen Führung sogar verbessern.

Welche Auswirkungen wird der Verkehrsversuch auf den Einzelhandel haben?

Mit dem Verkehrsversuch soll eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für alle Bürger*innen und Besucher*innen erreicht werden. Eine attraktive Innenstadt lädt dann zum Verweilen, Einkaufen und Schlendern ein und bietet einen Grund, diese gerne aufzusuchen. Um in die Innenstadt gelangen zu können, bleiben die Parkhäuser erreichbar und die Busse fahren unverändert alle Haltestellen an. Die Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Rad soll sogar angenehmer und sicherer werden. 

Durchgeführte Studien (etwa vom VDV in 2017) stützen diese Aussicht auf Handelsbelebung und positive Umsatzeffekte. In weiteren Studien, z.B. über die Innenstädte von Offenbach, Gera, Erfurt, Weimar und Leipzig wurde ebenfalls ein Zusammenhang zwischen einer verbesserten Infrastruktur für Fuß- und Radwege und den ÖPNV und einer Stärkung der lokalen Wirtschaft festgestellt. 


News


Hintergrund und Machbarkeitsstudie

Auf Grundlage des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zum Antrag "Fahrradstraßen auf dem inneren Anlagenring sowie zwei Fahrradstraßen-Achsen durch die Innenstadt" vom 04.03.2021 wurde der Magistrat aufgefordert, den Verkehrsversuch am Anlagenring durchzuführen. Da es mehrere Variantenvorschläge gibt, wurde hierzu von der Arbeitsgemeinschaft Gertz Gutsche Rümenapp und Planersocietät eine Machbarkeitsstudie mit einem Variantenvergleich und Mikrosimulationen zum Verkehrsversuch am Anlagenring konzipiert. Diese gutachterliche und fachliche Prüfung des Verkehrsversuchs ist aufgrund der überörtlichen Bedeutung des Anlagenrings sowie als Kernelement für den innerstädtischen Verkehr vor einem Verkehrsversuch essenziell. Zudem ist die verkehrssichere Führung aller Verkehrsteilnehmer und damit zusammenhängend die Verständlichkeit der Verkehrsführung eines der Hauptanliegen der Machbarkeitsprüfung. Dazu zählt auch die leistungsfähige Integration des Busverkehrs als wichtiger Themenbaustein. Die Machbarkeitsstudie wurde verwaltungsintern sowie mit den lokalen und regionalen Busbetreibern abgestimmt. Sie analysiert und bewertet alle festgestellten Varianten und empfiehlt eine Vorzugsvariante für den Verkehrsversuch.

Die nächsten Schritte  sind die Erstellung eines Markierungs- und Beschilderungsplanes bzw. die Neuprogrammierung der Ampelschaltungen.

 

 

Die Seite wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

Seite drucken:

Seite empfehlen:

Newsletter

Bestellen Sie sich hier den Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.