Kunst gegen den Tod - Bilder aus Theresienstadt
Kunst als Akt des Widerstands: Eine Ausstellung über die Kraft der Kreativität und des inneren Widerstands in der Universitätsbibliothek Gießen mit künstlerischen Zeugnissen aus dem Ghetto Theresienstadt.
Datum: 15.10.2026 Uhrzeit: 07:30 Uhr
Datum: 06.01.2027 Uhrzeit: 12:00 Uhr
Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Gießen, Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen
Eintritt frei
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zu sehen:
Montag bis Sonntag von 8.30 bis 23 Uhr (außer an Feiertagen – bitte beachten Sie die die Schließzeiten zwischen den Jahren)
Die Gießener Universitätsbibliothek (UB) die Ausstellung Kunst gegen den Tod. Bilder aus Theresienstadt. Die Wanderausstellung versammelt eindrucksvolle und erschütternde künstlerische Zeugnisse, die zwischen 1941 und 1945 im Ghetto Theresienstadt (Terezín) entstanden sind. Damit macht die Ausstellung eine der bewegendsten Formen des Widerstands gegen Unterdrückung und Entmenschlichung sichtbar: die Kunst als Akt des Überlebens und als Instrument der Erinnerung.
Trotz Hunger, Krankheit und drohender Deportation schufen in Theresienstadt inhaftierte Künstlerinnen und Künstler beeindruckende Werke von großer Ausdruckskraft: Gemälde, Zeichnungen und Skizzen, die menschliche Würde, Hoffnung und Individualität bewahren. Ihre Werke wurden zu einem stillen Protest gegen die systematische Entmenschlichung und zugleich zu einem Dokument des Lebens im Angesicht des Todes.
Die Ausstellung kombiniert Arbeiten aus internationalen Archiven und Privatsammlungen mit biografischen Porträts, historischen Dokumenten aus der Gedenkstätte Theresienstadt. Eine pädagogische Begleitausstellung bietet zudem insbesondere jungen Besucherinnen und Besuchern einen Zugang zu den komplexen Themen Erinnerungskultur und Menschlichkeit.
Diese Bilder sind Zeugnisse von Mut und Menschlichkeit. Sie zeigen, dass selbst im dunkelsten Moment die schöpferische Kraft des Menschen weiterlebt, erklärt der Kurator Imrich Donath und betont die heutige Relevanz In Theresienstadt wurde Kunst zum Akt des Widerstands. Jeder muss heute dazu beitragen, die Demokratie zu erhalten, es ist die Verantwortung der zweiten und dritten Generation, die Erinnerung muss weitergegeben werden.