Anthropologie
Schauspiel von Lauren Gunderson
13.12.2026
18:00 Uhr
Kleines Haus
Stadttheater Gießen
Ostanlage 43
35390 Gießen
0641 7957-0
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30 Minuten vor der Aufführung Einführung im Foyer
Erstmals wird „ANTHROPOLOGIE“ von Lauren Gunderson auf einer deutschsprachigen Bühne gespielt. Durand-Mauptit lässt aus dem Text einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Dramatiker*innen ein düsteres Kammerspiel werden.
Merrils Schwester Angie wird seit einem Jahr vermisst und für tot gehalten. Merril ist Programmiererin und erstellt aus den digitalen Daten ihrer Schwester eine KI, mit der sie reden kann, bei der sie Trost findet. Zunächst hilft Merril der generierte Chatbot, doch dann entwickelt die KI ein Eigenleben und führt an familiäre und zwischenmenschliche Abgründe. „In der ganzen Diskussion über Möglichkeiten, Gefahren und die Eigendynamik Künstlicher Intelligenzen trifft das Stück einen Nerv. Dabei geht es wahrscheinlich viel weniger um KI als vielmehr um Authentizität, Verlust und Trauer.“ fasst Intendantin Simone Sterr zusammen.
Das Regieteam um Anaïs Durand-Mauptit spielt vielschichtig mit den verschiedenen Ebenen von Echtheit und Fiktion. In dem konzentrierten, kammerspielartigen Raum von Ausstatter Sebastian Schrader erscheint die KI-Angie durch aufwendige Videoprojektionen von Tobias Hahnefeld und Jens Kupsch. Hier wäre Gelegenheit für Nähe, während die Figuren auf der Suche nach Verbindung oft in ihrer Trauer einsam bleiben. Zu sehen sind die vier Ensemblemitglieder Germaine Sollberger, Anne-Elise Minetti, Anna Huberta Präg und Izabella Radić.
Lauren Gunderson zählt seit 2015 zu den meistgespielten Dramatiker*innen in den USA. Sie wurde zweimal mit dem „Steinberg/ATCA New Play Award“ ausgezeichnet – für ihre Stücke „I and You“ sowie „The Book of Will“ – und erhielt zudem den „Lanford Wilson Award“ sowie den
„William Inge Distinguished Achievement in Theatre Award“. Sie lebt in San Francisco.
„ANTHROPOLOGIE“ feierte 2023 seine Uraufführung am Hampstead Theatre in London.
Anaïs Durand-Mauptit ist eine deutsch-französische Regisseurin und Performerin, die sowohl an Stadt- und Staatstheatern als auch in der freien Szene arbeitet. Ihre Arbeiten suchen nach Momenten der Sinnlichkeit in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Mit dem Stadttheater Gießen arbeitet Anaïs bereits seit mehreren Jahren immer wieder erfolgreich zusammen. Ihre Inszenierung von „Prinz Friedrich von Homburg“ hat die vergangene Spielzeit 2025/2026 im Großen Haus eröffnet. Davor waren in ihrer Regie „Mädchenschule“ und „Einsame Menschen“ zu sehen. Ihre Inszenierung von „Einsame Menschen“ war eingeladen zur Woche junger Schauspieler*innen 2025, Festival der Deutschen Akademie für Darstellende Künste am Parktheater Bensheim. Im März 2027 wird sie die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ in Gießen auf die Bühne bringen. 2024 wurde sie in Theater Heute für ihre Inszenierung „Die Kunst der Freude“ am Theater Aachen als „Beste Nachwuchsregie“ erwähnt.
Regie Anaїs Durand-Mauptit
Bühne, Kostüme & Video Sebastian Schrader
Musik Benjamin Junghans
Videodesign Tobias Hahnefeld, Jens Kupsch
Dramaturgie Lena Plumpe
Brin Anne-Elise Minetti
Angie Anna Huberta Präg
Raquel Izabella Radić
Merril Germaine Sollberger
Alle Termine
Di. 27.10.2026
19:00 - 20:00 Uhr - ÖFFENTLICHE PROBE
Sa. 07.11.2026 - Premiere
20:00 Uhr - 19:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH | ÖFFENTLICHE PREMIERENFEIER im Anschluss
So. 15.11.2026
18:00 Uhr - 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH
So. 13.12.2026
18:00 Uhr - 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH
So. 27.12.2026
18:00 Uhr - 17:30 EINFÜHRUNG | FOYER KH