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Recha Keßler

Recha Keßler, Tochter von August und Meta Keßler, geb. Königstal, wurde am 22.04.1909 in Wetzlar geboren. Die Eltern lebten bis 1907 in Gießen und zogen dann nach Wetzlar in die Lahnstraße 28. August Keßler führte dort eine Pferdemetzgerei.

Recha zog am 17.06.1927 nach Gießen und lebte bei ihrem Onkel Friedrich und ihrer Tante Friederike Keßler im Neuenweg 33. Sie wurde, wie viele andere auch, zur Zwangsarbeit verpflichtet. Aus der Steuerkarte vom 30. Nov. 1940 geht hervor, dass sie als Arbeiterin bei der Firma Poppe eingesetzt war.

Recha Keßler musste nicht in ein Ghettohaus umziehen, sie konnte bis zur Deportation im Neuenweg 33 mit Onkel, Tante und ihrer Schwester wohnen bleiben. Am 14.09.1942 wurden sie und viele andere jüdische Bürgerinnen und Bürgern in die Goetheschule gebracht und am 16.09.1942 vom Güterbahnhof aus nach Darmstadt deportiert. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurde sie am 30.09.1942 deportiert nach Polen, vermutlich nach Treblinka und dort ermordet.

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