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Dr. Paul Karl Mombert

Prof. Dr. Paul Mombert war der Sohn von Jacob Mombert, Kaufmann in Karlsruhe, und Auguste, geb. Rosenthal. Er studierte in Heidelberg, Leipzig, Berlin und München Nationalökonomie, Rechtswissenschaft und Geschichte. Promotion 1902 dr. oec., 1906 Habilitation in Freiburg, Ernennung zum ordentlichen Professor 1911.

1908 heirateten Paul Mombert und Nellie Gieser, Tochter von Hermann Gieser, Kaufmann in Mannheim, seit 1881 in Frankfurt, und Josephine Pfann. Die beiden Söhne kamen in Freiburg zur Welt.

Paul Mombert war vier Jahre Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg, bis 1922 blieb er an der Universität in Freiburg. Zum 01.10.1922 wurde Mombert als Nachfolger von August Skalweit auf den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität in Gießen berufen, 1923 wurde Mombert zum Dr. phil. hc ernannt. Zum 01.07.1933 sollte er entlassen werden wegen „politischer Unzuverlässigkeit“, obwohl Beamter vor 01.08.1914 und als Weltkriegsteilnehmer ausgezeichnet. Aufgrund seiner Eingabe wurde er mit Erlass vom 30.8.1934 in den Ruhestand versetzt. Er zog mit seiner Frau nach Langsur, Nähe Trier, und lebte dann als Privatgelehrter in Stuttgart. Bereits schwer krank, wurde er am 9.11.1938 interniert in KZ Welzheim, Amtsgerichtsgefängnis (Nähe Stuttgart).

Er starb an den Haftfolgen am 8.12.1938 in Stuttgart.

Alfred Mombert, Schriftsteller, war sein Cousin.

Auf drei Gebieten der Wirtschaftswissenschaft hat sich Paul Mombert einen Namen gemacht: Dogmengeschichte, Bevölkerungslehre und Finanzwissenschaft.

Zitate:
Da die Nationalökonomie als eigenständiges Universitätsfach noch nicht etabliert war, musste das Studium zusätzliche Fächer umfassen; bei Mombert waren dies Geschichtswissenschaft und Jurisprudenz.“ (Neue dt. Biographie, 18. Bd. 1997)
Im Mittelpunkt seines wissenschaftlichen Schaffens standen bevölkerungswissenschaftliche Arbeiten.“ (Deutsche biographische Enzyklopädie. Bd. 7.1998)

Publikationen:
große Zahl, einige seiner Werke gelten noch heute in der Fachwelt als beachtenswerte Standardwerke.

Hier war Paul Mombert Mitglied:
• Verein für Socialpolitik
• Deutsche Gesellschaft für Sociologie
• Deutsche Statistische Gesellschaft
• Deutsche Demokratische Partei
• Deutscher Verein für Versicherungswissenschaft

 

Henriette Fürth, die jüdische Sozialpolitikerin aus Gießen, die sich – ausgehend von Mutterschutz und Rolle der Frau in der Gesellschaft – bereits vor dem 1. Weltkrieg als Autodidaktin mit Bevölkerungsfragen beschäftigte, verwendete bzw. stützte sich in ihren Beiträgen auch auf Paul Momberts Publikationen.

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