Leben

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Anne Kern

Malerei und Zeichnungen

Datum:

23.05.2013 bis 21.07.2013

Ort:

Altes Schloß, Brandplatz 2

Kosten:

Eintritt frei

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Selbstporträt Anne Kern
Selbstporträt Anne Kern

Ein Gegenstand von Schönheit, ist eine Freude für immer.
Sein Liebreiz steigert sich.

Im Kern der Sächsischen Schweiz arbeitet Anne Kern und taucht in die Wesenheit von Stein und Baum ein, um den Grenzgang zwischen Realismus und Abstraktion in ihrer Malerei und in ihren Zeichnungen zu erforschen.
In der Kernzone des Elbsandsteingebirges, das man seit etwa 1780 wegen seiner pittoresken Felsformationen Sächsische Schweiz nennt, wird man sehr schnell vor der Natur auf das Grundsätzliche der Schöpfung und den Ideengehalt der Welt verwiesen.
Das Naturerlebnis der Sandsteinfelsen gehört zur Biographie von Anne Kern. Und darum gehören die Analyse und die Philosophie, zu der uns die Natur anhält und bewegt zu ihr.
Im Sinne von Cezanne, der formulierte: „Man muss die Natur nicht reproduzieren, sondern repräsentieren“ sind Baum und Fels vor allem ein malerisches Erlebnis. Durch die Striche und die Farbe als solche bindet sie den tiefen Gehalt.

Immer wieder sucht und entdeckt sie Steinbrüche, Felsformationen, die Schönheit des Felsens und der Bäume, neben dem aufklärerischen Geist, aber auch mit der Seele einer Romantikerin. Sie findet neues in den vielen Einzelheiten. So wächst Bewusstwerden und die Freude mit der Vertrautheit, mit dem neuen Augenblick.

Vor dem Fels stehend, tuscht, zeichnet und malt sie die Blöcke, die die Elbe frei geschnitten hat, hält die geologischen Zersetzungserscheinungen fest, wie dies in seinen Zeichnungen und Ölbildern auch Leonardo da Vinci geschaffen hat. In Studien und seinen Gemälden zu den Felsgrotten Madonnen ist dies besonders ausgeprägt. Über den Elbefelsen, über diesen Wänden wächst gleichzeitig Wald. Die Malerin erkennt, was die Schöpfung ist, im Fels, am Gestein, und an dem Bewuchs, der sich fortsetzt und an das Licht drängt und den Triebkräften der Erde zur Sonne folgt. Das ist das Faszinosum: die Erkenntniskräfte der Künstlerin aus dem Verfall und dem Wachstum.

„Ich denke, dass meine Bilder etwas von diesem Gefühl, dieser Sehnsucht vermitteln. Sie sind aus der Zeit gefallen, entrückt, seltsam still und verlassen“, schrieb sie in einem Statement zu ihrer Diplomausstellung mit dem Titel „Kernzone“.

(Friedhelm Häring)

K e r n z o n e
John Keats (1795-1821)
A thing of beauty is a joy forever:
It´s loveliness increases.


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