LGBTQIA+ Rechte und Angebote in Gießen
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💡Wichtige Informationen:
In Deutschland sind Menschen vor Diskriminierung wegen ihrer sexuellen Identität geschützt. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt Sie unter anderem im Arbeitsleben, bei Alltagsgeschäften und bei der Wohnungssuche. Für trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen erleichtert das Selbstbestimmungsgesetz seit dem 1. November 2024 auch die Änderung des Geschlechtseintrags und der Vornamen beim Standesamt.
💡Hilfe und Beratung für queere Menschen in Gießen
In Gießen gibt es verschiedene Beratungsstellen, Treffpunkte und Unterstützungsangebote für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche, queere und nicht-binäre Menschen. Diese Angebote können helfen, wenn Sie Fragen zur eigenen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität haben, Diskriminierung erleben, medizinische oder psychosoziale Unterstützung brauchen oder einfach einen sicheren Ort zum Austausch suchen.
Welche Beratung gibt es für queere Menschen in Gießen?
In Gießen gibt es Beratungsstellen für queere Menschen, die Hilfe bei Fragen zu sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Diskriminierung, medizinischen oder seelischen Problemen bieten.
Eine der wichtigsten Anlaufstellen für queere Menschen und Orte für queeres Leben in Gießen ist das Hans-Peter-Hauschild-Haus.
Im Hans-Peter-Hauschild-Haus gibt es verschiedene Angebote:
- Beratung, Vernetzung und Unterstützung für queere geflüchtete Menschen
- Testberatung und Schnelltestangebot für HIV, Syphilis und Hep C
- Beratung zum Thema Trans* und Nicht-Binarität
- Außerdem gibt es im Hans-Peter-Hauschild-Haus die Aids Hilfe.
Es gibt auch besondere Beratung für queere Studierende in Gießen:
Wie kann ich andere queere Menschen kennenlernen?
Es gibt verschiedene Angebote, an denen sich queere Menschen in Gießen treffen, kennenlernen und vernetzen können:
Café Queer im Jokus
Treffpunkt für queere Jugendliche und junge Erwachsene. Es gibt Koch-, Film-, Spiele- und Themenabende.
SV Regenbogen
Der SV Regenbogen ist ein queerer Sportverein in Gießen. Vereinsziel ist einen diskriminierungsfreien Raum zu schaffen, in dem Sport ausgeübt werden kann.
Treffen für Regenbogenfamilien
Jeden 2. Samstag im Monat, von 15:00 – 17:30 Uhr, treffen sich die Menschen der Initiative Lesbisch-Schwuler Eltern (ILSE Mittelhessen) gemeinsam mit ihren Kindern um sich auszutauschen, zu vernetzen und eine gute Zeit zusammen zu verbringen. Neue Familien und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen!
Um teilzunehmen schreiben Sie eine Mail an:
E-Mail: ilse-mittelhessen@gmx.de
Aqueerious e. V.
Seit über 25 Jahren singen queere Menschen aus Mittelhessen zusammen. Hast auch du Lust deine Stimme in einen queeren Chor einzubringen?
Melden Sie sich bei Interesse unter aqueerious@outlook.com
ATINA+
Das Akronym ATINA+ steht für Trans, Inter, Nonbinär und Agender im Alter und schließt Lesben, Schwule, Bisexuelle und andere queere Menschen ausdrücklich mit ein.
Bis heute leiden viele unter der gesellschaftlichen Stigmatisierung und Ausgrenzung, haben sich ein Leben lang versteckt oder ihre sexuelle Orientierung bzw. Identität heimlich ausgelebt. Jene, die sich ein Leben innerhalb der Community aufgebaut haben, ziehen sich im Alter oft wieder zurück.
Wenn Sie interesse haben, schreiben Sie eine E-Mail an: j.koppe@hauschildhaus.de
Ich habe Diskriminierung erlebt. Wo bekomme ich Schutz?
In Deutschland sind Menschen vor Diskriminierung wegen ihrer sexuellen Identität geschützt, zum Beispiel im Beruf, beim Einkaufen oder bei der Wohnungssuche.
Seit dem 1. November 2024 gilt das Selbstbestimmungsgesetz, das trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen die Änderung des Geschlechtseintrags und Vornamen beim Amt erleichtert.
Wenn Sie Diskriminierung erleben Wenden Sie sich an eine dieser Stellen:
Wo finde ich Hilfe oder Beratung für mein Asylverfahren, wenn ich in meinem Heimatland wegen meiner LGBTQIA-Identität verfolgt werde?
LGBTQIA-Personen können in Deutschland Asyl bekommen, wenn sie im Heimatland wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt werden. Verfolgung bedeutet: Gewalt, Diskriminierung, Gefangenschaft oder sogar Tod.
Wenn Sie Beweise haben, dass Sie verfolgt wurden, zum Beispiel Drohbriefe, Nachrichten, Polizeiberichte oder medizinische Berichte, dann bringen Sie diese bitte zu Ihrer Anhörung beim BAMF (Interview) mit. Die Beweise zeigen, dass Sie verfolgt wurden und helfen, Ihren Schutz zu bekommen.
Beim BAMF müssen Sie ehrlich sagen, warum Sie verfolgt werden. Es gibt dort Mitarbeitende, die gut mit LGBTQIA-Themen umgehen können und sensibel sind.
Aber die Behörden dürfen Sie nicht nach sexuellen Praktiken fragen oder Beweise wie Fotos oder Videos über Ihre sexuelle Orientierung verlangen. Das ist verboten. Sie können das ablehnen, weil es nicht erlaubt ist.
Wichtig ist: Sie müssen Ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht verstecken. Es ist sehr wichtig, offen und ehrlich darüber zu sprechen, damit Sie den Schutz bekommen, den Sie brauchen.
Gute Vorbereitung für die Anhörung beim BAMF ist sehr wichtig
Auch in Ländern, die als „sichere Herkunftsstaaten“ gelten, sind LGBTQIA-Personen nicht immer sicher. Gute Vorbereitung auf die Anhörung ist sehr wichtig. Es gibt auch besondere Rechte für LGBTQIA-Personen.
Wenn Sie in einer Unterkunft mit anderen wohnen (Camp, Sammelunterkunft), kann es dort als LGBTQIA-Person gefährlich sein. Es gibt extra Angebote für LGBTQIA-Menschen, um Sie zu schützen. Informieren Sie sich.
Dafür gibt es Gruppen, die Ihnen helfen, die Anhörung vorzubereiten und Ihnen Ihre Rechte erklären.
Melden Sie sich bei:
Wo bekomme ich weitere Informationen zum Thema LGBTQIA+ in Deutschland?
Informationen für ältere queere Menschen
Alle Rechte von LGBTQIA+ Personen im Asylverfahren auf Asylnet
Präventionskampagne der Deutschen Aidshilfe: Ich weiß was ich tu
Präventionsprojekt rund um schwulen Sex der Aidshilfe: Hessen ist geil!
Queeres BIldungs-und Antidiskriminierungsprojekt für Jugendliche und junge Erwachsene: Schlau Hessen