Rekordzahl von abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

27.11.2018

Ehrung der landesbesten Auszubildenden: Philipp Steinbach (3. v. l.), Sergej Fritz (Mitte), Jonathan Ludwig (3. v. r.) und Alexander Löhr (2. v. r.) werden von der IHK Gießen-Friedberg durch Präsident Rainer Schwarz (2. v. l.) sowie Elke Ehlen (rechts) un
© IHK Gießen-Friedberg 
"Sie sind ein beeindruckendes Vorbild für alle jungen Menschen, die in ihre Ausbildung starten", lobte IHK-Präsident Rainer Schwarz die vier landesbesten Auszubildenden im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg. Für ihre bewundernswerte Leistung wurden Jonathan Ludwig (Elektroniker für Geräte und Systeme, Bender GmbH & Co. KG in Grünberg), Alexander Löhr (Informatikkaufmann, ekom 21 KGRZ Hessen in Gießen), Philipp Steinbach (Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, Fachrichtung Versicherung, Volksbank Mittelhessen eG in Gießen) sowie Sergej Fritz (Verfahrensmechaniker der Steine- und Erdenindustrie, Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse, Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG in Heuchelheim) von Rainer Schwarz und der stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Ehlen mit einer Urkunde geehrt. Sergej Fritz ist es darüber hinaus sogar gelungen, sich den Titel Bundesbester zu sichern und somit an der Bundesbestenehrung am 3. Dezember in Berlin teilzunehmen. Der 33-Jährige ist übrigens der vierte Landes- und Bundesbeste, der bei der Firma Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG ausgebildet wurde. Für alle Landesbesten steht fest, dass sie ihrem Unternehmen die Treue halten werden.

Und noch eine gute Nachricht hatte der Präsident der IHK zu verkünden: Mit endgültig 2.461 neuen Ausbildungsverträgen zum Stichtag 30. September 2018 konnte die höchste Anzahl an neuen Verträgen seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht werden. Hierfür bedankte er sich nicht nur bei dem IHK-Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, sondern vor allem bei allen ausbildenden Unternehmen im IHK-Bezirk. Sie haben eine große Verantwortung übernommen, indem sie jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz eine Perspektive geboten und gleichzeitig zur Sicherung des dringend benötigten Fachpersonals beigetragen haben. Das nenne ich vorausschauendes Handeln und eine Investition in die Zukunft, die sich auch auf lange Sicht lohnen wird.

Auch hessenweit gute Zahlen

Insgesamt sei im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg bereits seit 15 Jahren ein positiver Trend zu beobachten. Auch in Hessen habe man das Tief von 2016 überwunden und eine Steigerung um 3,2 Prozent mehr Ausbildungsplätze verzeichnen können. Schwarz rief alle Unternehmen dazu auf, ihre freien oder wieder frei gewordenen Ausbildungsplätze zeitnah der Agentur für Arbeit zu melden. Im August vergangenen Jahres habe die IHK Gießen-Friedberg rund 1.300 Ausbildungsbetriebe mit der Bitte, ihre offenen Ausbildungsstellen zu melden, angeschrieben und auf diese Weise 81 weitere Plätze akquirieren können.
Obwohl im vergangenen Jahr sowohl die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze als auch die Zahl junger Menschen, die eine duale Ausbildung nachfragten, zugenommen habe, sei die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze um 12,6 Prozent gestiegen. Grund hierfür sei die Fokussierung junger Menschen auf nur ca. 15 von insgesamt 330 anerkannten Ausbildungsberufen. Die Folge: In beliebten Ausbildungsberufen gibt es kaum Plätze, während Betriebe, die nicht in den Top Ten-Berufen ausbilden, Probleme haben, ihre offenen Stellen zu besetzen. Diese Passungsprobleme stellen neben einer zunehmenden Akademisierung eines der Hauptprobleme auf dem Ausbildungsmarkt dar, führte Schwarz aus. Jungen Menschen empfahl er, sich frühzeitig zu orientieren und ihr Augenmerk auch einmal auf weniger bekannte Berufe zu richten. Eine wichtige Orientierungshilfe böten hier Ausbildungsmessen wie der gut besuchte Berufswegekompass der IHK Gießen-Friedberg.

Bereits seit Jahren würden kaufmännische Berufe die Hitliste der am stärksten besetzten Ausbildungsberufe anführen. Der Beruf des/der Verkäufers/-in habe in diesem Jahr den/die Kaufmann/-frau im Einzelhandel von seinem Spitzenplatz auf den zweiten verwiesen. Auf Platz drei liegt der/die Kaufmann/-frau für Büromanagement, gefolgt von Industriekaufmann/-frau. Platz fünf belegt der/die Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel, Fachrichtung Großhandel. Unter den Top 15-Ausbildungsberufen lägen im IHK-Bezirk aber auch die gewerblich-technischen Berufe Industriemechaniker/-in (Platz 8), Fachinformatiker/-in Fachrichtung Systemintegration (Platz 11), Zerspanungsmechaniker/-in (Platz 12), Elektroniker/-in für Betriebstechnik (Platz 13) sowie Mechatroniker/-in (Platz 15).

IHK hilft bei der Ausbildungsplatzsuche

Dank digitaler Medien sind die Möglichkeiten, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, größer denn je, unterstrich Schwarz. In diesem Zusammenhang verwies der Präsident auf die bundesweite IHK-Lehrstellenbörse, die nicht nur über eine einheitliche Infrastruktur verfüge, sondern auch eine Suche im gesamten Bundesgebiet ermögliche. Neu sei der auf der Homepage der IHK Gießen-Friedberg befindliche Ausbildungsatlas. Er zeige den Standort der rund 1.300 Ausbildungsbetriebe, die einer Veröffentlichung ihrer Daten zugestimmt haben und werde regelmäßig aktualisiert, sodass die Anzahl der gelisteten Ausbildungsbetriebe kontinuierlich wachse.

Eine weitere Möglichkeit, den Traumberuf zu finden, stelle der Beruf-O-Mat dar, ebenfalls neu auf der Homepage der IHK Gießen-Friedberg unter der Rubrik Aus- und Weiterbildung zu finden. In einem Schnelltest können junge Menschen hier herausfinden, welche Ausbildungsberufe zu ihnen passen. Anschließend erhalten die Suchenden nicht nur ausführliche Informationen über diese Berufe, sondern können sich auch in der bereits erwähnten Lehrstellenbörse freie Ausbildungsplätze anzeigen lassen.

Azubi-Card kommt

2017 haben nur 1,32 Millionen junge Menschen eine Ausbildung begonnen, während 2,84 Millionen sich für ein Studium entschieden haben, stellte Schwarz fest. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zu 2008 um ein Drittel erhöht. Mit Einführung der Azubi-Card, die sich mit einem Studentenausweis vergleichen ließe, wolle man jungen Menschen ab dem kommenden Jahr einen weiteren Anreiz bieten, sich für die Ausbildung zu entscheiden. Zwei der diesjährigen Landesbesten hatten übrigens zunächst ein Studium begonnen, bevor sie sich erfolgreich für eine Karriere mit Lehre entschieden haben.

Dank seines leistungsfähigen Bildungssystems gehört Deutschland zu einer der stärksten Wirtschaftsnationen der Welt, akzentuierte Schwarz. Das allgemeine Bildungsniveau habe sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht und könne dem internationalen Vergleich mehr als nur Stand halten. Das duale Ausbildungssystem werde mittlerweile nicht nur im benachbarten Ausland gerne kopiert. Mit knapp sieben Prozent hat Deutschland die geringste Arbeitslosenquote unter den Jugendlichen in Europa, während aktuell etwa ein Fünftel aller Jugendlichen in Europa arbeitslos ist, führte Schwarz aus. In den südeuropäischen Ländern läge die Arbeitslosigkeit sogar bei knapp unter 50 Prozent.

 

Quelle: IHK Gießen-Friedberg





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