Rund 50 Interesierte bei Vororttermin auf ehemaligem Poppegelände

Poppe GummiwarenFabrik - historische Zeichnung

Am 04.11.2013 fand im Zuge der umfangreichen Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des ehemaligen Poppe-Areals am Leihgesterner Weg ein Vororttermin statt. Rund 50 Bürger nutzten die Möglichkeit sich vom heimischen Investor Daniel Beitlich und Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich über die anstehenden Planungen informieren zu lassen und ihre jeweiligen Standpunkte einzubringen.
Herr Beitlich stellte noch einmal an den betroffenen Lokalitäten die Änderungen heraus, die sich zur Planung des vorherigen, im Auftrag der Firma Poppe tätigen Entwicklers ergeben. So plant er eine weitaus weniger verdichtete Bebauung. Er verzichtet auf den ursprünglichen avisierten Einzelhandel an der Ecke Aulweg/Leihgesterner Weg und auf die Bebauung der ehemaligen Brauerei-Keller, welche zuvor sehr kritisch diskutiert wurde. Zu letzterem teilte Herr Beitlich mit, dass die noch erhaltenen Keller nunmehr teilweise unter Denkmalschutz stehen und er, wozu er nicht verpflichtet sei, beabsichtige, diese in regelmäßigen Abständen für Interessierte zu öffnen.

Diese Änderungen zur vorherigen Planung, wurden positiv aufgenommen, wie auch das Zugeständnis, eine große Buche in diesem Bereich zu erhalten.

Kritik offenbarte sich hingegen hauptsächlich an zwei Punkten:

Zum einen an der Neubebauung an Stelle der abgerissenen Firmengebäude im rückwärtigen Bereich des Leihgesterner Weges zur Elsa-Brandström-Straße hin. Bürger, die Grundstücksparzellen in der Elsa-Brandström-Straße für eine Wohnbebauung aus dem Poppe-Areal gekauft haben befürchten, dass es aufgrund der aktuellen Planungen zu Verschattungen ihrer Baugrundstücke kommen werde. Dies wurde von Herrn Beitlich prinzipiell bejaht, wobei dies aufgrund der Tief- und Nordlage der Grundstücke gegenüber den höhergelegenen Flächen am Leihgesterner Weg bereits im Bestand der Fall war und bei Freiflächen im Innenstadtbereich nichts ungewöhnliches sei, wenn es zu erwartbaren Bautätigkeiten komme.

Zum anderen wurde Kritik an dem Bau eines Solitärs unterhalb des denkmalgeschütztem Parks auf dem ehemaligen Poppe-Gelände geäußert. Hier befürchten Anlieger, dass dieser Bau dazu führen könnte, dass Bäume auf dem nahe liegenden Hang im Zuge dessen gefällt werden und es über beabsichtigte Pflegeschnitte hinaus gehen könnte.

Frau Weigel-Greilich erklärte hierzu, dass man mit dem Aufstellen des Bebauungsplanes die Möglichkeit erhält und nutzen wird, den Erhalt des Baumbestandes auf dem Hang für dessen Schutz festzusetzen. Darüber hinaus betonte sie, dass man Kritikpunkte aufgenommen habe, und diese nun abwäge und zudem mit der frühzeitigen Beteiligung zum Vorentwurf noch am Anfang des Bebauungsplanverfahrens stehe. Die Bürgerinnen und Bürger könnten sich nochmals in einer weiteren Offenlage zum Entwurf einbringen.