Bürgerinformationsveranstaltung zur Verkehrssituation am Uferweg

Lahnbrücke - Entwurf

Am 26.10.2013 veranstaltete die Stadt Gießen eine Bürgerinformationsveranstaltung im Restaurant Lahngenuss, um über Änderungen der verkehrlichen Situation am Uferweg zu informieren.

Demnach wurden im Zuge des Baus des Christoph-Rübsamen-Stegs zwei Poller im Uferweg installiert, damit der Uferweg in diesem Abschnitt als Teil des neuen Uferparks rund um die neue Brücke Radfahrern und Fußgängern vorbehalten bleibt. Zudem entspricht die Durchfahrtshöhe der Brücke mit knapp 3 m nicht den gesetzlichen Vorgaben von 4,5 m lichter Höhe für KFZ-Verkehr. Diese Maßnahme wurde von vielen der gut 60 erschienen Bürger als kritisch angesehen, da sie zukünftig auf ihren Grundstücken oder im Uferweg, der nun eine Sackgasse ist, wenden müssen.

Bürgermeisterin Weigel-Greilich äußerte zwar ihr Verständnis dafür, dass die vorherige Situation den Anliegern besser gefallen hatte, führte aber gleichwohl ein übergeordnetes städtisches Interesse ins Feld, warum ein Durchgangsverkehr nicht vorgesehen ist.

So will der im Zuge der Landesgartenschau verabschiedete Rahmenplan Lahnaue, mittel- bis langfristig auch diesen Bereich der Lahnaue für alle Bürgerinnen und Bürger Gießens öffnen. Dabei sei es wichtig, dass eine Steigerung des motorisierten Individualverkehrs in diesem Gebiet, dieses Ziel nicht zunichte mache. Sie bot an, die städtische Ablehnung der Forderung einiger Anlieger zu prüfen, wonach die Poller in Richtung Brücke versetzt werden solten, um dann längs der Brücke zum Leimkauter Weg auf der Trasse des geplanten Rad- und Fußweges KFZ-Verkehr für die Anlieger zu ermöglichen.

Darüber hinaus eröffnete die Bürgermeisterin, dass alle Hecken, die sich auf städtischem Grund befinden und die den Verkehr beeinträchtigen, zurückgeschnitten werden, um die Übersichtlichkeit für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer zu verbessern und die verkehrliche Situation zu verbessern. Des Weiteren bot sie an, dass stellenweise Parkverbote verhängt werden könnten, um den Straßenraum abschnittsweise von parkenden Fahrzeugen zu entlasten und so die Begegnungsmöglichkeiten von Fahrzeugen durch zusätzliche Ausweichmöglichkeiten zu verbessern. Auch könnten so die Einfahrten zu den Privatgrundstücken besser frei gehalten werden, damit auf diesen leichter die eigenen PKW abgestellt werden können.