Bürger wurden an den Planungen für das ehemalige Poppe-Gelände beteiligt

Poppe GummiwarenFabrik - historische Zeichnung

Am 26.6.2013 fand im Konzertsaal des Gießener Rathauses bei einem zweiten Bürgergespräch eine weitere frühzeitige Bürgerbeteiligung zu ersten Planungen für das ehemalige Poppe-Gelände statt. So hatten sich die Ausgangsbedingungen des ersten Bürgergesprächs in 2011 sehr stark geändert. Ein neuer Investor, die heimische Revikon GmbH, hat das ehemalige Poppe-Gelände erworben und eine neue Planung entworfen. Dies war der Grund für die Stadt, die rund 80 erschienenen Bürger zunächst mit Informationen vom Stadtplanungsamt und dann von der Revikon zu versehen. Demnach werden durch die neue Planung die drei wesentlichen Kritikpunkte des letzten Bürgergesprächs aufgegriffen. So wird auf ein Einzelhandelsangebot an der Ecke Leihgesterner Weg und Aulweg verzichtet. Außerdem wird durch die Erhaltung von großen Teilen der alten Produktionshallen der Befürchtung wirksam entgegen getreten, dass dahinter liegende Anwohner mit einer massiven Lärmzunahme zu rechnen hätten. Der dritte und sehr gewichtige Kritikpunkt, die Überbauung der alten Brauereikeller und des verschütteten Luftschutzkellers, in dem 1944 über 100 Menschen verstarben, ist in den nun aufgelegten Planungen nicht mehr vorgesehen. Gerade dieser Punkt traf bei den Teilnehmenden auf Zustimmung. Für Diskussionen sorgte der geplante Bau eines Hauses in der Nähe zum denkmalgeschützten Park, in dem vier Familien leben könnten. Darüber hinaus wurde umfangreich die Möglichkeit genutzt, sehr detaillierte Nachfragen zum Vorhaben zu stellen. Die Stadt verwies zum Abschluss darauf, dass alle Wortbeiträge dokumentiert und im weiteren Planverfahren geprüft würden. Zudem befinde man sich noch vor dem eigentlichen Bebauungsplanverfahren, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger in der als nächsten Schritt anstehenden frühzeitigen Beteiligung im kommenden Herbst wieder aktiv einbringen könnten.