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Rückbau der Leichtathletikanlagen im Waldstadion

25.02.2014

Chance für den Fußball

25.000 Euro sollen bei der Unterhaltung und Pflege kommunaler Sportanlagen eingespart werden – das ist eine der vielen Sparmaßnahmen, die die Stadt im Zuge des
Beitritts zum Hessischen Rettungsschutz leisten muss. Konkret heißt das: Ganze Sportanlagen schließen oder deren Nutzung überprüfen, darauf die Pflege anpassen und
so Kosten sparen. Die Stadt hat sich im Zuge der Beratung mit der Sportkommission für den letztgenannten Weg entschieden. Deshalb führt der Magistrat derzeit Gespräche mit den Sportvereinen, ob und wie eine finanzielle Entlastung der Stadt erfolgen könnte.

„Zum einen durch eine Übertragung von Arbeiten auf die Vereine,“ erklärte Gießens Sportdezernentin Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. „Zum anderen aber auch
durch einen Rückbau von einzelnen Sportanlagen, wenn diese nicht mehr so genutzt werden, um den intensiven Pflegeaufwand der Stadt zu rechtfertigen.“ Im Waldstadion soll deshalb bald etwas geschehen, informierte Sportamtsleiter Tobias Erben.

Das Waldstadion, der Tennensportplatz „Fasanenweg“ und der Hammerweitwurfplatz waren Thema im Gespräch zwischen Stadt und dem VfB 1900 Gießen. Vor allem die
Leichtathletikanlage im Waldstadion mit der 400m-Rundlaufbahn, den zwei Weitsprunggruben, einem Kugelstoßring und dem Bereich für Hochsprung ist in der Pflege und Unterhaltung sehr zeit- und arbeitsintensiv.

Die VfB-Leichtathletikabteilung nutzt das Waldstadion fast ausschließlich nur noch mit einer Sportabzeichengruppe, die einmal wöchentlich mit 10-15 Personen in den Sommermonaten aktiv ist. Eine Alternative zum Training befindet sich auf dem direkt angrenzenden Hammerweitwurfplatz. Die vorhandene Sandgrube (für Steinstoßen) wird für den Weitsprung ergänzt. Zudem werden feste Markierungen für die Sprintdistanzen (50m, 75m und 100m) angebracht. Das Spielfeld für die Gießen Baseball Busters wird hiervon nicht beeinträchtigt.

Richard Schnecking (Abteilungsleiter Grünanlagen vom Gartenamt): „Auch der Schulsport der Helmut-von-Bracken-Schule benötigt für die Sommermonate ein Außensportgelände. Mit einfachen Mitteln ist dies für den Hammerweitwurfplatz möglich. Nach dem Wegfall der kleinteiligen Leichtathletikanlagen im Waldstadion können wir nun Rasenflächen anlegen und diese mit dem Großgerät pflegen. Das ist für uns zeitsparender und nicht mehr so stark personalintensiv. Damit erzielen wir erhebliches Einsparpotenzial“.

VfB-Vorsitzender Harald Wallbott: „Wir bemühen uns, die Sportabzeichengruppe weiterhin auf dem Sportgelände und nach Absprache mit dem Sportinstitut im Uni-Stadion zu halten. Wir bedauern diese Entwicklung, müssen aber diese Gegebenheiten zur Kenntnis nehmen.“

Für die Fußballabteilung ergeben sich mit den neu hinzugewonnenen Rasenflächen neue Möglichkeiten für den Trainingsbetrieb. Auch die Mannschaftsbänke für Trainer und Ersatzspieler können nun näher an das Spielfeld positioniert werden.

Das Gartenamt wird mit den vorbereitenden Maßnahmen des Rückbaus im Frühjahr beginnen. Das Auffüllen mit Erde und das Einsäen des Rasen auf der Rundlaufplan erfolgt dann in den spielfreien Zeit voraussichtlich ab Mitte Juni.

In den nächsten Wochen werden die Gespräche zwischen Stadt und den Sportvereinen der anderen städtischen Sportanlagen fortgesetzt. Hierzu sind auch die Ortsvorsteher eingebunden, wenn die Sportanlagen in Allendorf, Rödgen, Kleinlinden und Lützellinden besprochen werden.







 

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