Zum letzten Mal: Johnny Breitwieser

Eine Verbrecherballade von Thomas Arzt | Musik von Jherek Bischoff
09.02.2019 | 19:30 Uhr
Ort: Stadttheater Gießen, Berliner Platz, Großes Haus

Johnny Breitweiser
© Rolf K. Wegst 

Eine rasante Verbrecher-Vita als räudiges Musical, mit Streichern und Percussion – live gespielt – nach einem realen Fall: Das Stadttheater Gießen zeigt zur Eröffnung der Schauspielsaison im Großen Haus die Deutsche Erstaufführung von JOHNNY BREITWIESER. Der erste Vorhang hebt sich für den legendären „Robin Hood der Wiener Vorstadt“ am 01. September.

Zu seiner Beerdigung kamen 40.000 Wiener und feierten ihn als Volkshelden: Johnny Breitwieser bestiehlt zur Zeit des Ersten Weltkrieges Banken und Versicherungen und füttert die Hungernden durch. Er verfällt der reichen Greta, aber auch Anna hat es ihm angetan, der er ein besseres Leben bieten möchte. Die beiden wähnen sich im Glück, doch die Polizei ist den beiden dicht auf den Fersen… Liest sich schon die reale Biographie des Wiener Vorstadt-Ganoven wie ein atemloses Schelmenstück, wird sie in der Musik des kalifornischen Pop-Komponisten Jherek Bischoff zu einer zutiefst rührenden Show. Das Stück des erfolgreichen österreichischen Jungdramatikers Thomas Arzt wird als neuer Stern am Theaterhimmel gefeiert: Mit Brecht’scher Knappheit und ebensolcher Fülle.

Der aus Marburg stammende Regisseur Malte Lachmann kehrt nach Stationen an der Semperoper Dresden oder dem Thalia Theater Hamburg zum vierten Mal ans Stadttheater zurück. In JOHNNY BREITWIESER untersucht er, was mit einer Gesellschaft passiert, der der bürgerliche Alltag wegbricht. Wie gehen Menschen mit Krisensituationen um und wie überleben sie in prekären Zeiten? Die Bühnenästhetik von Udo Herbster erzählt ein vergessenes Kapitel Fin de Siècle in der düsteren Atmosphäre des Film Noir, verortet das Stück in der Zeit des großen Umbruchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als mit dem 1. Weltkrieg Armut und Hoffnungslosigkeit in Wien Einzug halten. Dafür hat Choreograf Tiago Manquinho mit den SchauspielerInnen eine eigene Körpersprache erarbeitet. Die Geschichte wird vorangetrieben von den Songs, die unter der Musikalischen Leitung von Martin Spahr zentrale Aspekte aufgreifen. Denn, so erzählt es das Stück: Liebe und Musik sind der Kit, der die bröckelnde Gesellschaft zusammenhält.

Premiere:  01. September 2018 | 19:30 Uhr | Großes Haus

weitere Vorstellungen:

09. September 2018 | 19:30 Uhr

30. September 2018 | 15:00 Uhr

18. Oktober, 04. November, 21. Dezember 2018; 04. Januar 2019; 09. Februar 2019 | jeweils um 19:30 Uhr

Inszenierung: Malte C. Lachmann | Musikalische Leitung: Martin Spahr | Bühne und Kostüme: Udo Herbster | Choreographie: Tiago Manquinho | Dramaturgie: Harald Wolff

Mit:

Lukas Goldbach (Johnny, ein Verbrecher), David Moorbach (Carl, sein Bruder), Anne-Elise Minetti (Anne, seine Liebe), Johanna Malecki (Greta, seine Sehnsucht), Paula Schrötter (Luise, sein Volk), Stephan Hirschpointner (Wenzl, sein Verräter), Tom Wild (Schödl, sein Mörder)

MusikerInnen: Marta Danilkovich / Larissa Nagel / Sophie Richter / Elena Tsaur / Christoph Czech / Anton Hubert / Axel Lis / Victor Plumettaz

Stadttheater Gießen

Webshop - Karten Online

 


Was läuft...
< Mai 2019 * >
KWMoDiMiDoFrSaSo
18     01 02 03 04 05
19 06 07 08 09 10 11 12
20 13 14 15 16 17 18 19
21 20 21 22 23 24 25 26
22 27 28 29 30 31    


Für Veranstalter
Sie möchten eine Veranstaltung hier eintragen? Dann klicken Sie auf

Ferienkarussell 2019

Externer Link: Ferienkarussell Gießen


Musikalischer Sommer


Veranstaltungen im Ausstellungszentrum Hessenhallen


Spielplan des Stadttheaters


Veranstaltungskalender der JLU

Veranstaltungskalender der THM


Termine im Mathematikum