Rainer Schwarz wieder IHK-Präsident

24.04.2019

Neues IHK-Präsidium
© Andreas Bender, www.andreas-bender.de 
Vollversammlung konstituiert sich - Neues Präsidium gewählt

Rainer Schwarz wurde Mitte April zum zweiten Mal einstimmig zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg gewählt: Dieses Ehrenamt ist eine besondere Herausforderung, der ich mich erneut stellen möchte, bestätigte er gegenüber den Anwesenden. Das neue IHK-Präsidium setzt sich fortan aus den Vizepräsidenten Rainer Dietz (Posthotel-Restaurant Johannesberg), Ralph Kehl (VR Bank HessenLand eG), Michael Kraft (Neils & Kraft GmbH & Co. KG), Jochen Ruths (Bekleidungshaus Peter Ruths OHG) und Dr. Angelika Schlaefke (Schlaefke Sprachen, Kommunikation & Training) zusammen.

Weiter wurden Hans-Roman Kubla (Sparkasse Oberhessen) und erneut Alexander Langstrof (Heinrich Emil Minnert GmbH) an diesem Abend zu Rechnungsprüfern gewählt. Vorsitzender des Regionalausschusses Gießen bleibt Michael Kraft (Neils und Kraft GmbH & Co. KG), Vorsitzender des Regionalausschusses Vogelsberg ist zukünftig Mark Philippi (PHILIPPI REISEN), für die Region Wetterau André Haußmann (Marketing Effekt GmbH), für den Haushalt zuständig ist Hans-Heinrich Bernhardt (Volksbank Mittelhessen), für Technologie Bettina Nickel (Johannes Nickel GmbH & Co KG), für den Finanz-und Steuerausschuss Andreas Giersbach (Kanzlei Möller Theobald Jung Zenger) sowie für den Handels- und Mittelstandsausschuss erneut Jochen Ruths (Bekleidungshaus Peter Ruths OHG).

IHK-Präsident Schwarz ging auf der konstituierenden Vollversammlungssitzung in Gießen sowohl auf besonders außergewöhnliche Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre in den einzelnen Geschäftsbereichen, als auch auf die mittlerweile engere Zusammenarbeit mit der IHK Lahn-Dill ein. Die Möglichkeit der Fusion beider IHKs besteht. Der wirtschaftspolitische Einfluss dieser größeren mittelhessischen IHK würde deutlich gesteigert. Wir wären dann die wirtschaftspolitische Institution in Mittelhessen." Die Vollversammlungsmitglieder folgten dieser Sichtweise uneingeschränkt.

Ehrenmitglieder und Ehrenadeln
Laut IHK-Satzung können Persönlichkeiten, die sich um die IHK besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. An diesem Abend wurden daher Winfried Ehrhardt (Römheld GmbH), Norbert Jäger (Alpha GmbH), Thomas Lupp (Unternehmensgruppe Lupp) und Hagen Puttrich (Hera Papierverarbeitung GmbH & Co KG) zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ehrennadeln wurden auf Vorschlag des Präsidiums verliehen an Albrecht Beutelspacher (Mathematikum e. V.), Matthias Gorsler (Gorsler GmbH & Co KG), Reiner Marhenke (ABC Schuhe Kraft) und Thomas Rühl (CURSOR Software AG).

Starkes Gießen
Ebenfalls thematisiert wurde die Entwicklung Gießens im Nachklang der Landesgartenschau. Letztere war für die Stadt ein nachhaltiger Erfolg. Dank der Landesgartenschau, die 2014 stattfand, hat die Stadt Gießen Schwung bekommen und sich bis heute nachhaltig entwickelt, sagte Wilfried Behrens, Vorsitzender des Fördervereins Garten-Stadt Gießen. Weiter betonte er, dass durch die Landesgartenschau nicht nur das Oberzentrum und die Region eine Aufwertung erfahren hätten, sondern auch der Einzelhandel gestärkt worden sei und die Lebensqualität sich erhöht hätte.

Europa vor der Wahl
Da die kommende Europawahl auch wegweisend für die Zukunft von Politik und Wirtschaft ist, war sie ebenfalls Thema auf der konstituierenden Sitzung der VV: In ihren Gastbeiträgen sprachen sich die Europäer Sven Simon, Professur für Völker-, Europa- und öffentlichem Recht an der Philipps-Universität Marburg, sowie Jörg-Uwe Hahn, ehemaliger Hessischer Minister der Justiz und Landesvorsitzender der hessischen FDP, für eine stabile Währung, eine europäische Rechtsgemeinschaft und für ein Europa der Sicherheit aus.

In der europäischen Union gebe es seit längerem eine Minderheit, die das Ziel habe, den europäischen Gedanken zu blockieren und die Staaten auseinanderzubringen, sagte Simon, der auch der Spitzenkandidat der hessischen CDU in Brüssel ist. Während es außerhalb Europas Menschen gebe, die ihr Leben riskierten, um hierher zu gelangen, hätte das Friedensprojekt Europa hierzulande an Strahlkraft verloren. Wir müssen Europa besser erklären, betonte er. Auch wenn Europa kein Paradies sei, gehe es den Bürgern, verglichen mit vielen anderen Teilen der Welt, in Hinblick auf Wohlstand und (Meinungs-) Freiheit immer noch gut.

Mit den Worten, die Europäische Union habe es geschafft, dass es in den Mitgliedsstaaten seit 70 Jahren keine Kriege mehr gebe, begann Jörg-Uwe Hahn sein Kurzreferat. Die These der Gründerväter, wer miteinander wirtschafte, bekämpfe sich nicht, sei aufgegangen. Und der Gedanke der Friedensunion setze sich noch heute fort. Ein Beispiel hierfür seien die baltischen Staaten, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in die EU strebten.

Die EU verfolge seit ihrem Bestehen vier Grundfreiheiten, die es auch weiterhin zu erhalten gelte: den freien Warenverkehr, Personenverkehr, Dienstleistungsverkehr und Kapitalverkehr. Die EU-Mitgliedstaaten erzeugten 40 Prozent der weltweiten Sozialabgaben, was ein Beleg dafür sei, dass sie nicht nur eine Wirtschafts-, sondern auch eine Wertegemeinschaft sei. Vor allem Hessen profitiere vom freien Dienstleistungs- und Personenverkehr, sagte Hahn und verwies auf die Tatsache, dass in Frankfurt sowohl die EZB als auch die Bafin angesiedelt seien.

 

Quelle: IHK Gießen-Friedberg






 

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